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USA: Lieferung mit geheimer F-35-Technik landet in China

This image from video provided by U.S. Central Command shows an F-35 being launched from an aircraft carrier in support of Operation Epic Fury on Saturday, Feb. 28, 2026. (U.S. Central Command via AP) ...
Technik des Tarnkappenbombers F-35, der (irgendwann vielleicht) auch in der Schweiz zum Zug kommen wird, könnte gemäss einem Bericht China in die Hände gefallen sein.Bild: keystone

USA: Lieferung mit geheimer F-35-Technik landet in China

Während die F-35-Kampfjets die Schweizer Armeepolitik in eine Krise stürzt, sind Teile der Tarnkappentechnik in China gelandet.
20.09.2026, 04:15
Ein Artikel von
t-online

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Wie das Magazin «Politico» berichtet, wurde eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet und gilt seither als vermisst.

Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Dem Bericht zufolge sollten die F-35-Teile zu Reparaturzwecken in die USA verschifft werden. Warum die Ladung in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong umgeleitet wurde und wo sie sich derzeit befindet, ist demnach unklar. Im US-Kongress sei dazu eine Untersuchung gestartet worden. Hersteller Lockheed Martin wollte sich nicht dazu äussern und führte Sicherheitsgründe an.

Ein Sprecher des Unternehmens teilte mit, Lockheed Martin halte alle Regeln des US-Verteidigungsministeriums ein, die den Transport von Flugzeugteilen beträfen. «Unsere Teams wickeln jede Ladung mit äusserster Sorgfalt und unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen ab, um das F-35-Programm und die Sicherheit unserer Verbündeten zu gewährleisten.»

F-35-Jets sollen Deutschlands Tornado-Flotte ersetzen

Wegen ihrer speziellen Form und Aussenbeschichtung sind die F-35-Maschinen für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken. Sie fliegen mit 1,6-facher Schallgeschwindigkeit und können mehr als acht Tonnen an Waffen transportieren, auch Atomwaffen. Infrarotkameras an der Aussenhülle nehmen im Flug die Umgebung auf und übertragen die Bilder direkt in den Helm des Piloten, der dadurch einen 360-Grad-Blick bekommt.

Die Jets sind sowohl in der Anschaffung als auch in der Wartung immens teuer. Allein die reinen Produktionskosten für eine Maschine liegen je nach Modell zwischen 82,5 und 109 Millionen Dollar (71,5 bis 95 Millionen Euro).

Trotzdem haben neben den US-Streitkräften inzwischen nach Angaben von Lockheed Martin bereits 19 Länder das Kampfflugzeug bestellt. Zu ihnen zählen Grossbritannien, Israel, die Niederlande und die Schweiz. Deutschland plant die Anschaffung von bis zu 35 Maschinen, die die alten Tornado-Jets der Bundeswehr ersetzen sollen.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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