US-Flugzeug muss nach Triebwerkdefekt notlanden - Passagier tot

US-Flugzeug muss nach Triebwerkdefekt notlanden - Passagier tot

18.04.2018, 03:08

In den USA ist eine Frau in einem Flugzeug nach Medienberichten erst von Teilen einer zerstörten Turbine getroffen und dann fast aus dem Fenster gerissen worden. Fluggäste hätten sie festgehalten, berichteten mitreisende Passagiere im Sender CNN und auf Facebook.

Nach der Sicherheitslandung des Flugzeugs in der US-Grossstadt Philadelphia bestätigten die Behörden einen Todesfall. Berichten lokaler Medien zufolge handelt es sich dabei um die zuvor verletzte Frau, dies wurde aber offiziell nicht bestätigt.

Nach Angaben der Feuerwehr erlitten sieben Menschen leichte Verletzungen, sie mussten aber nicht im Spital behandelt werden.

Die zweimotorige Boeing-Maschine des Typs 737 mit 149 Menschen an Bord war vom New Yorker Flughafen LaGuardia in die texanische Stadt Dallas unterwegs. Dabei sei es bei Flug 1380 zu Triebwerksproblemen gekommen, teilte die Nationale Behörde für Transportsicherheit (NTSB) am Dienstag mit.

Trümmer schlagen in Kabine ein

Ersten Ermittlungserkenntnissen zufolge explodierte der linke der beiden Flugmotoren in rund 9000 Metern Höhe. Explosionsartig drangen seine Splitter durch ein Fenster der Maschine ins Innere. In den Berichten beschreiben Passagiere, wie wegen des plötzlichen Druckabfalls in der Kabine Sauerstoffmasken von den Decken fielen.

Das Flugzeug brach den Reiseflug ab. Es führte in Philadelphia eine Sicherheitslandung durch. Aufnahmen am Boden zeigten das beschädigte Triebwerk und ein kaputtes Fenster.

Erster Todesfall mit US-Airline seit 2009

Bei der toten Person handelt es sich um einen Passagier oder eine Passagierin, wie ein NTSB-Vertreter auf einer Pressekonferenz sagte. Angaben dazu, wie die Person ums Leben kam, machte er nicht. Seinen Aussagen zufolge war es der erste Todesfall bei einem Unfall seit 2009, an dem eine US-Fluggesellschaft beteiligt war.

In sozialen Netzwerken erhielt die Pilotin des Fluges grosse Anerkennung. Tammy Jo Shults habe einen herausragenden Job getan, die Maschine unter diesen Umständen sicher zu landen. Nach Angaben der Webseite Heavy.com war Shults unter den ersten Kampfpilotinnen der Navy, die in die zivile Luftfahrt wechselten. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Hast du technische Probleme?
Wir sind nur eine E-Mail entfernt. Schreib uns dein Problem einfach auf support@watson.ch und wir melden uns schnellstmöglich bei dir.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!