Deutlicher «Nein» zur Bildungsinitiative im Kanton Bern
Kanton Bern: Bildungsinitiative
Darum geht es: Die Volksinitiative «Berner Bildungsinitiative» verlangt, dass eine flächendeckend hohe Bildungsqualität als Auftrag in der Kantonsverfassung verankert wird. Kanton und Gemeinden sollen dafür die notwendigen finanziellen und personellen Mittel bereitstellen. Zudem sollen genügend qualifizierte Lehrpersonen und schulische Fachpersonen vorhanden sein und entsprechend ihrer Ausbildung und Kompetenzen eingesetzt werden. Ihre Arbeit soll sich in erster Linie auf die Schülerinnen und Schüler konzentrieren.
Die Initiative wurde vor dem Hintergrund des Lehrpersonenmangels und steigender Anforderungen an die Schulen eingereicht. Bei einer Annahme würde zunächst der Regierungsrat und der Grosse Rat entscheiden, welche konkreten Massnahmen und zusätzlichen Mittel notwendig wären, da die Initiative keine konkreten Vorgaben macht.
Die Initiative wird mit rund 60 Prozent Nein-Stimmen vom Volk klar abgeschmettert.
Die Resultate:
Findest du am Sonntag ab 12 Uhr hier live
«Berner Bildungsinitiative»
Ausgezählt: 329/329 | Stand: Schlussresultat
40,1% Ja
59,9% Nein
(nib)
Nationale Vorlagen
Neutralitätsinitiative
Neutralitätsinitiative
Ausgezählt: 329/329 | Stand: Schlussresultat
26,6% Ja
73,4% Nein
Darum geht es: Die Schweizer Neutralität ist bereits in der Verfassung verankert. Nun will diese Initiative der SVP diese ausbauen. Hinzugefügt werden soll, dass die Neutralität «immerwährend» und «bewaffnet» sei. Die Schweiz soll sich zudem verpflichten, keinem Militärbündnis beizutreten, solange sie nicht angegriffen wird. Weiter soll sich die Schweiz auch nicht an EU-Sanktionen gegen andere Staaten beteiligen.
Ernährungsinitiative
Ernährungsinitiative
Ausgezählt: 329/329 | Stand: Schlussresultat
28,2% Ja
71,8% Nein
Darum geht es: Diese Initiative fordert, dass die Schweiz mehr Lebensmittel für den eigenen Gebrauch im Inland produziert. So soll der eigene Konsum zu 70 Prozent über in der Schweiz hergestellte Nahrung gedeckt werden. Dafür soll die Schweizer Landwirtschaft stärker auf pflanzliche und weniger auf tierische Lebensmittel setzen.
