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Hyundai setzt auf Brennstoffzellen: Neues Wasserstoff-Auto startet 2026

Wasserstoffauto: Der neue Hyundai Nexo soll 2026 kommen.
Wasserstoffauto: Der neue Hyundai Nexo soll 2026 kommen. bild: hyundai

Hyundai setzt auf Brennstoffzellen: Neues Wasserstoff-Auto startet 2026

Während andere auf reine E-Autos setzen, bleibt Hyundai dem Wasserstoff treu. 2026 startet der neue Nexo. Der SUV soll weiter fahren, schneller tanken und zeigen, dass Brennstoffzellen eine Zukunft haben.
18.11.2025, 10:2518.11.2025, 10:49
Markus Abrahamczyk / t-online
Ein Artikel von
t-online

Ein Pionier bleibt standhaft: Hyundai setzt weiterhin auf die Brennstoffzelle. Anfang 2026 kommt die zweite Generation des Nexo auf den Markt. Der SUV bietet mehr Effizienz, Leistung und Reichweite als bisher. Und es wird deutlich günstiger. Der Preis: knapp unter 70'000 Euro. Das ist ein Zehntel weniger als bisher.

Mehr Platz, besserer Antrieb

Der Elektromotor legt spürbar zu: Statt 136 kW (184 PS) leistet er nun 150 kW (204 PS) – genug, um den Nexo in 7,8 Sekunden auf Tempo 100 zu bringen. Das sind 1,4 Sekunden weniger als beim Vorgänger. Die Spitze bleibt bei 179 km/h, was in dieser Klasse immer noch überdurchschnittlich ist.

Hyundai hat den Tank um zehn Prozent vergrössert – jetzt passen 6,7 Kilogramm Wasserstoff hinein. Der SUV soll so bis zu 826 Kilometer weit kommen. Und das Volltanken dauert nur fünf Minuten.

So entsteht Strom aus Wasserstoff

Ein Wasserstoffauto ist im Grunde ein Elektroauto ohne Steckdose. In seiner Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff und Sauerstoff miteinander. Das Ergebnis: Strom für den Motor – und als Abfallprodukt nur Wasserdampf.

Hohe Reichweite, schnelles Tanken: Der Nexo hat die typischen Vorteile des Brennstoffzellenantriebs – aber auch seine Nachteile.
Hohe Reichweite, schnelles Tanken: Der Nexo hat die typischen Vorteile des Brennstoffzellenantriebs – aber auch seine Nachteile. bild: hyundia

Die Stärken der Brennstoffzelle

Wasserstoffautos fahren lokal emissionsfrei, lassen sich innerhalb weniger Minuten betanken und kommen weit. Ihre Reichweite entspricht der eines Diesels, Kälte macht ihnen wenig aus, die Sicherheitsstandards sind hoch. Für Vielfahrer wären sie theoretisch eine komfortable, wenn auch teure Alternative.

Allerdings: Der Wasserstoff stammt meist aus fossilen Quellen, was die Umweltbilanz trübt. Und mit nur etwa 100 Tankstellen in Deutschland (knapp 20 in der Schweiz) ist das Netz extrem dünn. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es rund 8000 E-Tankstellen mit rund 17'000 öffentlich zugänglichen Ladestationen.

Hinzu kommen hohe Anschaffungskosten für Wasserstoffautos und eine extrem geringe Modellauswahl. Wer Wasserstoff fährt, braucht Überzeugung – und Geduld.

Nebst Hyundai versucht sich auch Toyota seit Jahren am Wasserstoffantrieb – ebenfalls erfolglos.

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