Hochnebel-1°
DE | FR
4
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital
Games

Twitch von massivem Daten-Leak betroffen – das müssen Gamer wissen

Twitch von massivem Daten-Leak betroffen – das müssen Gamer wissen

06.10.2021, 17:1306.10.2021, 17:34

Die Spiele-Streaming-Plattform Twitch ist Opfer eines massiven Datendiebstahls geworden. Unbekannte Kriminelle haben im Internetforum 4Chan eine mehr als 120 Gigabyte (GB) grosse Datei veröffentlicht. Unter anderem sollen der komplette Quellcode sowie Nutzerdaten verfügbar sein.

Mimikama zitiert einen IT-Sicherheitsexperten:

«Die veröffentlichten Daten scheinen aktuell zu sein – das macht das Leak besonders brisant. Wer auf Twitch aktiv ist, sollte die Situation genau beobachten und seinen Account absichern. Dafür empfiehlt sich insbesondere die Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Änderung des Passwortes»
Tim Berghoff, G Data CyberDefense

Spiegel Online beruft sich in einem aktuellen Bericht auf Schilderungen von Twitter-Nutzern: Demnach verraten die geleakten Daten, «wie viel Geld Twitch seinen Streamern in den vergangenen rund zwei Jahren ausbezahlt hat», «Topstars inklusive». Ebenso sollen sich Belege dafür finden, dass Twitch unter dem Projektnamen Vapor an einer Alternative zur populären PC-Spieleplattform Steam gearbeitet habe.

Was steckt dahinter?

Die Unbekannten behaupten, sie hätten Twitch «komplett» gehackt. In ihrem ersten Leak sollen sich fast 6000 Git-Repositories mit dem Quellcode der Mobil-, Desktop- und Konsolen-Apps befinden. Zu ihrer Motivation teilen sie mit:

«Die Community ist eine giftige Jauchegrube, daher wollen wir den Betrieb stören und die Konkurrenz im Online-Streaming-Markt fördern.»
quelle: heise.de

Der Leak könnte laut Mimikama politische Gründe haben. Innerhalb der Twitch-Community habe es in den letzten Monaten Auseinandersetzungen gegeben über sogenannte «Hate Raids». Kritiker würden den Verantwortlichen der Plattform vorwerfen, nicht entschieden genug gegen rechtsextreme Hassbotschaften vorzugehen.

Das deutsche IT-Portal heise.de bestätigt in einem Bericht, dass zumindest jene Daten über seinen eigenen Twitch-Account, die im Leak auftauchen, authentisch seien.

Wie reagiert Twitch?

Das zum Amazon-Konzern gehörende Live-Streaming-Videoportal hat den Angriff via Twitter bestätigt.

«Wir können bestätigen, dass ein Datendiebstahl stattgefunden hat. Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck daran, das Ausmass des Vorfalls zu verstehen. Wir werden die Community auf dem Laufenden halten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.»
quelle: twitter

Quellen

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die 24 schlimmsten Vorurteile über Gamer: so stellt sich die watson-Redaktion den ultimativen Game-Nerd vor

1 / 27
Die 24 schlimmsten Vorurteile über Gamer: so stellt sich die watson-Redaktion den ultimativen Game-Nerd vor
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

11 Dinge, die nur Gamer aus der Hölle tun

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Staatliche Hacker legen berüchtigte Ransomware-Bande lahm
«Hive» erpresste Ölmultis und Betreiber kritischer Infrastruktur, aber auch MediaMarkt und die Emil Frey AG. Doch nun hat es die mutmasslich aus Russland stammende kriminelle Vereinigung schwer erwischt.

Die Ransomware-Bande Hive ist von einer konzertierten internationalen Polizeiaktion betroffen: Auf der Leak-Seite der kriminellen Vereinigung prangte am Donnerstag ein Banner, das über die Beschlagnahmung informierte.

Zur Story