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Richter lässt Sammelklage gegen Facebook wegen Gesichtserkennung zu

Richter lässt Sammelklage gegen Facebook wegen Gesichtserkennung zu

17.04.2018, 03:4417.04.2018, 05:49

Im Rechtsstreit um die Speicherung biometrischer Daten hat Facebook eine Niederlage einstecken müssen. Ein Gericht in San Francisco liess am Montag eine Sammelklage gegen das Online-Netzwerk zu.

Eine Gruppenklage sei der effizienteste Weg, den Disput über die umstrittene Gesichtserkennung zu lösen, begründete der Richter seine Entscheidung. Nutzer aus dem US-Bundesstaat Illinois werfen Facebook vor, das Programm ohne deren Einverständnis verwendet zu haben. Für sie ist das ein unzulässiger Eingriff in ihre Privatsphäre.

Für Facebook ist die Klage unbegründet

Facebook geht nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass die Klage unbegründet sei. Software zur Gesichtserkennung erlaubt es, etwa im Internet systematisch nach Fotos bestimmter Personen zu suchen.

Facebook steht derzeit unter Druck. Das US-Unternehmen sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Informationen von bis zu 87 Millionen Mitgliedern durch Cambridge Analytica auf unlautere Weise genutzt wurden.

Der Skandal hat die Grundfesten des Unternehmens erschüttert. Facebook-Chef Mark Zuckerberg musste sich deswegen bereits vor US-Parlamentariern verantworten. In den Kongress-Anhörungen räumte er Fehler ein und bat um Entschuldigung. (sda/reu)

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