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Russische Desinformation gegen die Selenskyjs – jetzt klagt Bugatti

Russische Desinformation gegen die Selenskyjs – jetzt klagt Bugatti

In einem Video erzählt ein vermeintlicher Bugatti-Verkäufer, er habe Olena Selenska einen Sportwagen für 4,5 Millionen Euro verkauft. Nun klagt Bugatti – denn der im Internet verbreitete Clip ist fake.
04.07.2024, 11:5404.07.2024, 13:27
Ein Artikel von
t-online

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und seine Frau Olena Selenska sollen immer wieder mit Fake News diffamiert werden. Mal ist es die Luxusjacht, nun ein millionenschwerer Sportwagen. Das Autohaus, von dem Selenska ihren neuen Bugatti gekauft haben soll, klagt jetzt. Denn die Nachricht ist falsch. Aufgedeckt hat es das Team der «Deutschen Welle» (DW).

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Wolodymyr Selenskyj und Olena Selenska (Archivbild): Über den Reichtum des Präsidentenpaares kursieren immer wieder Falschnachrichten.Bild: keystone

In einem Video, das auf den Social-Media-Plattformen kursierte, sprach ein vermeintlicher Autoverkäufer davon, wie er der ukrainischen First Lady das neueste Bugatti-Modell verkauft habe. Doch nicht das reguläre Modell, sondern mit vielen teuren Erweiterungen. 4,5 Millionen Euro soll sie angeblich gezahlt haben.

Typische Muster russischer Desinformation

Der angebliche Mitarbeiter des Pariser Autohauses «Groupe Schumacher» heisst sie in der «Bugatti-Familie» willkommen und bekundet seine Unterstützung für die Ukraine. Auch eine gefälschte Nachrichtenseite veröffentlichte einen Artikel zu dem Kauf. Eine Rechnung soll es ebenfalls geben.

Anschliessend teilten Nutzerinnen und Nutzer sowie andere Medien diese Meldung. Darunter das rechtsradikale amerikanische Portal «Info Wars», das regelmässig Verschwörungstheorien und Falschnachrichten verbreitet.

Nun stellt sich heraus: Das Autohaus ist echt, der Kauf, der Mitarbeiter und sämtliche Details sind es nicht. Der Betreiber teilte via Social Media mit: Das Unternehmen habe Anzeige erstattet wegen Urkundenfälschung, Identitätsdiebstahls und Verleumdung.

Das Bild soll eine Rechnung des Wagens zeigen. Sie ist gefälscht.
Das Bild soll eine Rechnung des Wagens zeigen. Sie ist gefälscht.Bild: Screenshot/X/t-online
Dieser Mann soll Olena Selenska ein Auto verkauft haben. Er wurde von einer KI generiert.
Dieser Mann soll Olena Selenska ein Auto verkauft haben. Er wurde von einer KI generiert.Bild: Screenshot/X/t-online

Laut der Recherche ist der Clip mittels einer Künstlichen Intelligenz erstellt worden. Weder unter dem Namen der Person noch mit einer Bildersuche lasse sich der Mann im Internet finden. Das lege nahe, dass er nicht existiert, schreiben die Reporter. Die Nachrichtenseite, auf der das Video geteilt wurde, soll ebenfalls gefälscht sein.

Nachrichten wie diese folgen einem Muster, das bei russischer Desinformation immer wieder zu beobachten ist. Sie sollen den ukrainischen Präsidenten diffamieren und zeigen, dass er korrupt ist. Oftmals werden Videos oder Bilder generiert, die das unterstützen sollen. Webseiten und einschlägige Social-Media-Accounts teilen die Fake News anschliessend und tragen so dazu bei, ihr vermeintlich Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Verwendete Quellen:

(dsc/t-online)

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