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epa08172232 A 5G sign is is on display in a phone store in London, Britain, 28 January 2020. The Government is set to make a statement on whether Britain is to allow Chinese company Huawei to run its 5G network.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Werbung für den neuen Mobilfunk-Standard: Zeit, die Heilsversprechen zu durchleuchten. Bild: EPA

Analyse

Die grosse 5G-Lüge

Ultraschnelles Internet, egal wo man gerade ist: Eine verlockende Aussicht, doch bei den Heilsversprechen rund um 5G sollten wir misstrauisch werden. Hier sind die wichtigsten Kritikpunkte und offenen Fragen.



«Die Tatsache, dass man im Gehirn spricht, bedeutet nicht, dass man denkt, sondern nur, dass man redet.»

Elektra Wagenrad, Hackerin

Ich trage mich schon lange mit dem Gedanken, einen kritischen journalistischen Beitrag zu 5G zu schreiben. Aber irgendwie fehlte der ultimative Ansporn.

Dann kam Elektra.

Elektra Wagenrad. Was für ein Name. Aber darum gehts hier nicht. Sondern um die knallharte Analyse, die die deutsche Hackerin bei golem.de publizierte.

Darf man als Digital-Redaktor kritisch eingestellt sein gegenüber einer Technologie, die absolut revolutionär sein soll? Ich finde, man darf nicht nur, man muss!

Zwar habe ich mal Informatik im Nebenfach studiert. Doch zu meiner Verteidigung möchte ich anführen, dass der Mobilfunk damals noch in den Kinderschuhen steckte.

Wenn man rund 30 Jahre nach 2G die Berichterstattung zu 5G verfolgt, könnte man meinen, uns stehe mit dem neusten Mobilfunk-Standard eine Revolution ins Haus.

Umso mehr freute ich mich, als ich bei meinen Online-Recherchen letzten Dezember auf den Golem-Beitrag von Elektra stiess. Der Titel: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist.

Nachfolgend fasse ich die knackigsten Aussagen der unabhängigen Expertin zusammen und ergänze sie mit weiteren Kritikpunkten zu 5G, die aus meiner Sicht zentral sind.

Ein Demonstrant mit einem Emoji mit Signalstaerke-Anzeige und der Zeichentrickfigur

Hinweis: Dieser Beitrag dreht sich erst ganz am Schluss um die gesundheitlichen Risiken und vorrangig um technische Aspekte sowie wirtschaftliche Fragen. Bild: KEYSTONE

Das Wichtigste in Kürze

Cui bono?

Was wurde uns nicht schon alles versprochen zum neuen Mobilfunk-Standard. 5G wird als Heilsbringer vermarktet. Als Technologie, die uns in eine bessere Zukunft führt.

Dazu schreibt Elektra:

«Egal, ob nur ein paar Bytes am Tag aus dem Gewächshaus gefunkt oder viele Gigabyte auf sehr kurze Entfernung gestreamt werden sollen: 5G ist angeblich immer die beste Lösung. Am liebsten wäre es der Mobilfunkindustrie wohl, die Gesellschaft würde in allen Bereichen auf ihre 5G-Dienste vertrauen.»

Wenn etwas dermassen gut klingt, sollten alle Warnglocken läuten. Letztlich sind wir es, die für neue Technik bezahlen, als Konsumenten, Kunden und Steuerpflichtige.

Dass zu hohe Erwartungen geweckt werden, räumen übrigens selbst Leute ein, die vom 5G-Business massiv profitieren.

«Es ist etwas moderner, besser und schneller. Doch ob es das 5G-Netz wird, was sich viele erträumen, ist fraglich.»

Walter Haas, Huawei Deutschland, CTO

Es gibt neben 5G weitere Schlagwörter, mit denen uns die Marketing-Cracks eine komplett vernetzte Always-Online-Welt schmackhaft machen wollen. Wie etwa Cloud-Computing und das Internet der Dinge, kurz IoT. Das Ziel ist aus marktwirtschaflicher Perspektive völlig klar: Wir sollen noch stärker von Konzernen und ihren Produkten abhängig sein.

Was ganz sicher stimmt: 5G ist ein Bombengeschäft für die Telekommunikationsbranche, von Huawei über Swisscom bis zu unzähligen kleineren Firmen. Für die Mobilfunk-Provider ist 5G nicht nur die Gelegenheit, teure neue Smartphones und Abos zu verkaufen, sie können so auch die Kabelnetzbetreiber austricksen und noch mehr User-Daten sammeln.

Schliesslich ist daran zu erinnern, dass 5G die bestehende Infrastruktur nicht so schnell ersetzt, sondern die bestehenden Mobilfunk- und WLAN-Architekturen ergänzen soll.

Für die Industrie ist es eine Win-Win-Situation. Für die Umwelt leider nicht ...

Schlecht fürs Klima

«Laut Huawei verbraucht 5G weniger Energie», titelte Golem im Juli. Ende 2019 hiess es beim gleichen deutschen Techportal: «5G lässt Energiebedarf stark ansteigen». Dies sei das Fazit einer Studie zu stromhungrigen Rechenzentren.

Sicher ist, es gibt beunruhigende Prognosen, was den Stromverbrauch der neuen Mobilfunk-Technologie betrifft. Und die Aussagen variieren, je nach Perspektive und Akteur.

Huaweis Vorstandsvorsitzender sagt zu 5G:

«Wir müssen insgesamt weniger Energie verbrauchen, um mehr Daten zu übertragen und den Gesamtenergieverbrauch von Energiesystemen zu senken.»

Hui Cao

Dem hielt ein hochrangiger Vertreter von China Mobile, dem grössten Mobilfunk-Provider, entgegen:

«Um ein 5G-Netzwerk in China aufzubauen, sind dreimal so viele Basisstationen nötig wie bei 4G. Der Energiebedarf ist mindestens dreimal höher und die Basisstationen sind dreimal teurer als 4G.»

Zhengmao Li, China Mobile

Sicher ist: Wenn die neuen ultraschnellen «Datenautobahnen» da sind, werden sie auch befahren.

Die WOZ brachte es auf den Punkt:

Alle reden vom Klimawandel und dass die Wirtschaft nachhaltig umgebaut werden müsste. Gleichzeitig wird die Infrastruktur der Zukunft hochgezogen, ohne darüber nachzudenken, wie klimafeindlich sie wird. Hauptsache billig. Einmal gebaut, wird sie ihre Eigendynamik entfalten, die kaum mehr zu stoppen ist.

quelle: woz.ch

Eine absehbare Konsequenz des neuen 5G-Netzes besteht darin, dass die Konsumenten mehr Geräte schneller als je zuvor nutzen können – dadurch wird der Stromverbrauch weltweit mit Sicherheit steigen. Dieser Energieverbrauch ist heute einer der Hauptfaktoren für den Klimawandel.

Selbstkritisch muss sich die Generation Netflix (also jung, mittelalterlich und alt) fragen, warum wir trotz drohender Klimakatastrophe die Konsumgewohnheiten nicht anpassen? Warum schränken wir uns beim – zugegeben sehr bequemen – Streaming nicht ein, sondern wollen immer mehr?

4K-Filme im Tram? WTF!

Wo 5G drauf steht, ist manchmal 4G drin

Werden die kabellosen Netze überhaupt das halten, was uns die Marketing- und Werbeleute versprechen?

Böse ausgedrückt ist 5G in gewissen Anwendungsbereichen eine Mogelpackung. Weil es noch kein flächendeckendes Netz mit 5G-Antennen gibt, werden die von den Smartphones gesendeten Daten über 4G-Verbindungen übertragen.

Wesentliche Leistungssteigerungen gegenüber bisherigen Mobilfunknetzen sind bei 5G erst bei der Nutzung von Frequenzen über 6 GigaHertz (GHz) zu erwarten.

Das wird irgendwann in der Zukunft sein.

Das heisst allerdings nicht, dass wir wegen 5G kein WLAN mehr brauchen werden. Im Gegenteil ...

Wi-Fi 6 kann und bietet praktisch das Gleiche

Im digitalen Alltag müssen die kleinen, teuren 5G-Funkzellen mit der neusten WLAN-Generation konkurrieren, die Wi-Fi 6 genannt wird und langsam aber sicher Einzug hält.

Wi-Fi 6 ist bereits über Router verfügbar, die den neusten drahtlosen Datenübertragungs-Standard beherrschen. Und die Smartphone-Marktführer Samsung und Apple haben Wi-Fi 6 in ihre aktuellen Flaggschiff-Modelle integriert.

Bei näherer Betrachtung und insbesondere im Vergleich mit Wi-Fi 6 falle die angekündigte 5G-Technik-Revolution eher ernüchternd aus, konstatiert Elektra. Technisch seien die Unterschiede zwischen dem aktuellen Wi-Fi 6 und 5G viel kleiner, als man vermuten könnte.

Der Mobilfunk sei mit 5G im Begriff, das beim WLAN übliche Konzept der sehr kleinen, schnellen Funkzellen mit breiten Übertragungskanälen zu übernehmen – wenn auch mit sehr hohem technischen und finanziellen Aufwand.

Falsche Tempo-Versprechen

5G ist schnell. Sauschnell. Im besten Fall.

Aber «schnellstmöglich» wird es im Alltag selten geben. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit für die Datenübertragung wird in der Praxis nur unter ganz bestimmten, funktechnisch optimalen Umständen erreicht. Dies gilt für WLAN-Verbindungen wie auch für das 5G-Netz. Dazu Elektra:

«Ist man mit einem Endgerät etwas weiter von der Basisstation entfernt, bleibt von den angekündigten sagenhaften Datenraten wegen der rasch abnehmenden Qualität der Übertragungsbedingungen nur ein Bruchteil übrig.»

Man muss also noch mehr Geld und Energie in die Infrastruktur stecken, um die Tempo-Versprechen zu halten.

5G ist «flächendeckend» Blödsinn, kann aber helfen, die Umwelt zu schonen

Auf dem Gelände von Unternehmen oder Forschungsinstituten machen lokale 5G-Netze durchaus Sinn, um mit gezielten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen grosse Datenmengen ultraschnell und zuverlässig zu übertragen.

5G eignet sich auch für Grossveranstaltungen, weil die Organisatoren viel weniger Material herankarren müssen, um die TV-Übertragung und andere Streams zu gewährleisten.

Kann 5G die Welt der Sportveranstaltungen revolutionieren, wie die Swisscom vermutet? An den Olympischen Jugend-Winterspielen 2020 in Villars wurde die kabellose Zukunft schon mal getestet. Und das angeblich erfolgreich.

Fakt ist: Durch Betreiben eines Funknetzes kann auf ein aufwändiges kabelgebundendes System verzichtet werden und umweltbelastende Lastwagen-Transporte entfallen.

Wenn es weniger Material und Personal braucht, sind die Umweltauswirkungen kleiner, was nicht nur die Leute freut, die bezahlen müssen, sondern auch die Anwohner.

5G im Millimeter(wellen)-Bereich ist störungsanfällig

Jetzt wird es ziemlich technisch, lohnt sich aber, um bei Diskussionen mitreden zu können. 😉 Wie Elektra erklärt, ist das neue WLAN (Wi-Fi 6) eine sinnvolle Alternative.

Die Übertragungseigenschaften des exklusiv von 5G genutzten Frequenzbands liegen laut Elektra physikalisch zwischen den Frequenzbändern heutiger WLAN-Router, dem 2,4-GHz-WLAN-Band und dem 5-GHz-WLAN-Band.

5-GHz-WLAN weise ungünstigere physikalische Übertragungseigenschaften als 2,4-GHz-WLAN auf und reiche weniger weit, biete aber ein breiteres Frequenzband (für breitere Kanäle) und damit mehr Geschwindigkeit beim Surfen.

Abgesehen von diesen beiden populären WLAN-Frequenzbändern, die für drahtlose Netzwerke in Häusern und Wohnungen verwendet werden, gebe es auch noch das schnellere 60-GHz-WLAN. Allerdings sei dies nicht weit verbreitet, weil die entsprechenden Router viel mehr kosten.

Der zukünftige 5G-Millimeterbereich (das sind die Netze, die wirklich revolutionär sein sollen) liegt bei 28 GHz und hat eine Wellenlänge, die mit knapp über einem Zentimeter nur etwa doppelt so lang sei wie bei 60-GHz-WLAN.

Und jetzt kommt der grosse Haken, wie Elektra erklärt:

«Bereits Regen, Schnee und Nebel dämpfen oberhalb von 10 GHz stark. Regentropfen sind bei 1 cm Wellenlänge als störende Objekte nicht mehr zu vernachlässigen. Auch die Freifelddämpfung (Abschwächung der Signale über die Distanz, auch ohne störende Objekte) ist bei kürzeren Wellenlängen physikalisch bedingt grösser.»

Millimeterwellen-5G (mmWave) ist also störungsanfällig, was die Kosten für die Netze in die Höhe treibt und eine Vielzahl von Antennen erfordert. Da ist es wenig tröstlich, wenn diese Mini-Anlagen fürs Auge kaum sichtbar sind. Denn schon heute zeichnet sich ein Bewilligungskrieg ab ...

Hickhack statt Kooperation

Die konkurrierenden Provider, allen voran Marktführerin Swisscom, sowie Sunrise und Salt, liefern sich ein Wettrennen um das beste und schnellste 5G-Netz der Schweiz.

Meine Frage lautet:

Wenn wir annehmen, dass ein perfekt funktionierendes 5G-Netz unverzichtbar ist für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes und die Kommunikationsbedürfnisse zukünftiger Generationen: Warum bauen dann die Provider nicht ein einziges 5G-Mobilfunknetz auf und teilen sich die Kosten für den Betrieb?

Infosperber kommentierte dazu:

«Statt dass ein politisch strikt kontrollierter, konzessionierter Anbieter mit Leistungsauftrag ein funktionierendes, flächendeckendes Netz aufbaut und betreibt, sollen nun nur um der Konkurrenz willen drei Anbieter nebeneinander drei 5G-Netze mit Zehntausenden neuer Antennen im ganzen Land installieren, die dann heftig um die Wette strahlen. Für Milliardenkosten – die sie dann natürlich wieder von ihren Kunden (von uns fast allen also) eintreiben müssen.»

quelle: infosperber.ch

Damit sind wir bei einer potenziellen 5G-Anwendung, die zurzeit noch in den Science-Fiction-Bereich gehört.

5G taugt nicht für Roboterautos

Ketzerische Frage von Elektra:

«Will man sich ernsthaft gerade beim autonomen Fahren von einer flächendeckenden Versorgung mit schnellen 5G-Mobilfunk-Basisstationen abhängig machen?»

Die 5G-Technik sei für Ad-hoc-Kommunikation zwischen Endgeräten kaum geeignet, betont die Hackerin.

Die Zukunft ist gläsern

Eine Warnung lässt sich aus der Argumentation der deutschen Hackerin auch an die Verantwortlichen ableiten, die in den Gemeinden und Kantonen über den Ausbau der Glasfaser-Netze entscheiden. Kernpunkt: Wer sich auf die Versprechen des Mobilfunks verlasse, spare am falschen Ende.

Wegen 5G gleich auf den weiteren Ausbau von Glasfaserleitungen in der letzten Meile zu verzichten, wäre extrem riskant. Nur die Glasfaser biete langfristig eine skalierbare Bandbreite, die mit dem Bedarf wachsen könne.

Das Funkspektrum hingegen existiere nur einmal. Bei einer lokalen Übernutzung der Mobilnetze würden sich die Anwendungen gegenseitig behindern, warnt Elektra.

Wir sollten alle Städte und möglichst viele Gemeinden mit Glasfaserleitungen erschliessen, erklärt Elektra:

«Die Menschen täten gut daran, auf einen flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser zu bestehen. Wo die breitbandige Versorgung für die Mobilfunkindustrie ein Verlustgeschäft bleibt, werden sie sich ohnehin weiterhin mit WLAN selbst helfen müssen.»

Die Hackerin prognostiziert, dass auch mit dem 5G-Netzausbau Funklöcher bleiben werden und die versprochenen Datenraten und Reaktionszeiten (Latenzzeiten) trotz grosser Investitionen kaum einzuhalten seien. «Warum also nicht etwas mehr Eigeninitiative beim Netzausbau übernehmen?» Dafür biete sich WLAN an, egal in welcher Generation.

«Gäbe es mehr öffentlich zugängliche WLANs und hätte die Bevölkerung weniger Bedenken, ihre WLANs untereinander zu vernetzen und freizügiger zu teilen, träfe der Hype um 5G möglicherweise auf eine kritischere Öffentlichkeit.

Überall schnelles Internet per Glasfaser, das die Bevölkerung über ein vermaschtes WLAN teilt, dazu gut ausgebauten Mobilfunk in der Fläche ohne nennenswerte Funklöcher, der gern auch etwas kosten darf – das wäre doch etwas.»

Elektra

Blackout 👀

Schliesslich gilt es auch noch an ein Worst-Case-Szenario zu erinnern, das von vielen unterschätzt wird: ein flächendeckender Stromausfall, der ganze Landesteile lahmlegt.

Die Idee, wichtige Rundfunkwarnungen im Krisenfall nur noch über Mobilfunknetze zu verbreiten, hält die Hackerin angesichts der Mobilfunkversorgung in Deutschland für «abwegig». In der Schweiz ist die Netzabdeckung besser, aber die grundlegenden Gefahren und Risiken sind die gleichen.

Wie wir oben gesehen haben, sind 5G-Basisstationen stromhungrig: Bei einem Blackout falle das 5G-Netz nach wenigen Stunden aus, hält Elektra fest. Dann wäre es ohne analogen Rundfunk unmöglich, die Bevölkerung zu informieren.

Was ist sicher?

Risiken und Nebenwirkungen? Dafür haben wir dann auch noch später Zeit. Aber haben wir das wirklich?

Fakt ist, dass wir die gesundheitlichen Risiken einer neuen Technologie, die wir derzeit nicht zum Überleben brauchen, nicht einfach ausblenden können. Fakt ist auch:

«Möglicherweise krebserregend»: Dieses Video (englisch) geht auf die gesundheitlichen Bedenken anerkannter Experten ein

abspielen

Video: YouTube/Investigate Europe

Quellen

Zur Vertiefung empfohlene Lektüre:

Wer ist Elektra Wagenrad?

Corinna Aichele aka Elektra ist eine deutsche Hackerin, Buchautorin und unabhängige Expertin für digitale Datennetzwerke. Sie hat die Entwicklung der Mesh-Technologie für Community-WLANs bei Freifunk.net «aktiv mitgestaltet und hat den Einsatz der WiFi-Technologie auch in Bangladesh, Indien, Chile, Tanzania, Südafrika unterrichtet. Sie ist Autorin des Buches ‹Mesh› und Coautorin des Buches ‹Wireless Networking in the Developing World›, das unter der Creative-Commons Lizenz steht.

Elektra arbeitet als Software- und Hardwareentwicklerin. Sie hat «unter anderem den B.A.T.M.A.N. Routing-Algorithmus für Freifunk-Netze entwickelt. Ausserdem die Mesh-Potato, einen Wireless-Router für drahtlose Ad-Hoc-Netzwerke in Entwicklungs- und Schwellenländern.»
(Quelle: re-publica.com)

Hier erfährst du das Wichtigste zum «revolutionären» neuen WLAN:

Kennst du die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks?

Die fünf ersten 5G-Smartphones im Überblick

Zu viel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

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115Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hoci 08.03.2020 09:32
    Highlight Highlight Ich bin strikte gegen 5G aus allen Gründen. Allen voran wir benötigen es nicht, es triggert einfach mehr unnötige Nutzungen und Bandbreitenverschleiss. Es ist indirekt und wie es aussieht direkt ein Energieverschleiss und damit klimaschädlich, egal um welche Quelle es geht. Es fördert Dinge, die der Überwachung dienen und aus meiner Sicht der Überwachung, ohne irgendeinen Nutzen zu haben ausser Hip zu sein aufgrund von PR. Vor allem aber ist es gesundheitsschädigend, egal ob WLAN oder 5G. Man merkt es nämlich sehr wohl. Allein die nervösen Handytipper überall.
  • FoxSinBan 08.03.2020 08:52
    Highlight Highlight Ein guter kritischer Artikel mit Quellenangaben. Ein Traum wird wahr :)
  • Trittst im Morgenrock daher 07.03.2020 13:02
    Highlight Highlight Gar nicht so schlechter Artikel, kritisch heisst ja nicht, alles muss schlecht sein.
    • FoxSinBan 08.03.2020 08:53
      Highlight Highlight Vor allem hat Watson endlich mal Quellenangaben, die nicht nur Eigene Recherche und Wissen heissen :)
  • Ökonometriker 06.03.2020 21:35
    Highlight Highlight Mir reicht heute schon ein 4G-Netz, ich habe keinen anderen Internetanschluss. Derzeit fahre ich mit 130 km/h im Zug und mein Speedtest zeigt 50Mb/s down / 20 Mb/s up bei 25 ms Latenz. Bei Stillstand erreiche ich um die 100 Mb/s. 5G würde mir vor allem in Chinas Metropolen wo die 4G-Antennen chronisch überlastet sind das Leben erleichtern. In der Schweiz höchsten irgendwo zwischen Hardbrücke und Altstetten oder so.
    Trotzdem ist es sicher gut, auch bei uns die Neuerung zu implementieren. Nur mein Leben wird sich wohl nicht grossartig dadurch ändern. Die Infrastruktur hier ist bereits super.
  • Startrek 06.03.2020 19:01
    Highlight Highlight Hört mal auf über 5G herzufallen. Es gibt 5G und ein anderes 5G und nochmals ein weiteres 5G. Die Swisscom-Mogelpackung von 5G Wide ist nicht mehr als 4G, Softwareupgrade und Umnutzung der 3G/4G Frequenzen. Das eigentliche 5G, was die 3 Betreiber bauen wollen, ist im 3.5Ghz-Bereich, nahe an der 4G Frequenzen, was dann wirklich mehr Kapazität bringen soll... aber die CH-VORSORGE-Grenzwerte werden nicht die gewünschte Kapazität bringen, da Antenne kastriert werden muss. Und das dritte 5G im Millimeterwellenbereich ist noch gar kein Thema in der CH/Europa, u.a. wegen zu wenig Studien.
  • Lars P. Reichelt 06.03.2020 17:21
    Highlight Highlight 5G-Frequenzen liegen deutlich unter dem des sichtbaren Sonnenlichts.

    Die Sendeleistung der Sonne liegt um Faktoren höher als die einer Mobilfunkantenne oder eines Mobiltelefons.

    Wenn dem so ist, wie soll dann Mobilfunk dem menschlichen Organismus schaden?
    • Zwerg Zwack 06.03.2020 22:18
      Highlight Highlight Die Frequenzen eines Mikrowellenofens liegen deutlich unter jenen des sichtbaren Sonnenlichts.

      Die Frequenzen eines Mikrowellenofens liegen sogar unter jenen von WLAN.

      Trotzdem kann Mikrowellenstrahlung Gewebe schädigen.

  • beamer 06.03.2020 16:43
    Highlight Highlight Alles in allem ein guter Artikel, welcher viele Aspekte umfasst. Jedoch wurde das Thema "Beamforming" ausgelassen, welches neu bei 5G eingesetzt wird. Hier Infos dazu:
    https://www.5g-anbieter.info/technik/beamforming.html
  • Vecchia 06.03.2020 15:07
    Highlight Highlight "Ein ganz einfaches Fazit lautet: dass nichtionisierende Strahlen messbare Veränderungen in verschiedenen biologischen und psychologischen Bereichen bewirken und dass es Hinweise, aber bisher keine eindeutigen Beweise dafür gibt, dass diese als signifikante Krankheitsursachen verantwortlich gemacht werden können.
    Weitere Aufmerksamkeit auf dieses komplexe Thema ist aus medizinischer und biologischer Sicht sicher gerechtfertigt und notwendig."
    (Jürg Kesselring für die Arbeitsgruppe BERENIS vom Bund)

    Quelle: https://saez.ch/article/doi/saez.2018.06374

    Klar will niemand haften.

  • Black hat (minus hat) 06.03.2020 14:52
    Highlight Highlight Wenn man einen ganzen riesigen Artikel, auf einer Analyse von Elektra Wagenrad a.k.a. Corinna Aichele aufbaut, wäre es vielleicht noch hilfreich am Anfang klarzustellen, wieso sie eine «Expertin» auf diesem Gebiet ist/sein soll, damit ich als Aussenstehender einigermassen einordnen kann, ob sie überhaupt eine Relevanz hat oder ob es bloss eine Einzelmeinung von einer Hackerin ist, die jetzt zufälligerweise mit der Meinung von Schurter übereinstimmt.
    • @schurt3r 06.03.2020 15:31
      Highlight Highlight Berechtigter Einwand, danke.

      Habe nun eine Infobox zur Expertin angefügt. Du findest sie am Artikelende, unter Quellen.
  • PC Principal 06.03.2020 14:44
    Highlight Highlight "Der Energiebedarf ist mindestens dreimal höher und die Basisstationen sind dreimal teurer als 4G."

    Was ist denn der heutige Stromverbrauch dieser Basisstationen? Kann das jemand recherchieren? Ich kann mir irgendwie schlecht vorstellen, dass das überhaupt ins Gewicht fällt zwischen der Energie für Transport, Industrie, Heizung, Klimaanlage.
    • Hoci 08.03.2020 03:25
      Highlight Highlight Wenn man weiss, dass die Schweizer TVs der Stand by-Knopf an statt aus, zumindest früher, Strom für eine Kleinstadt verbraucht hat, kann man sich vorstellen, dass der Unterschied im Stromverbrauch 5 oder 4g ein grosses Wasserkraftwerk ausmacht. Der Stromverbrauch durch unnötiges Zeugs inkl. Streaming nicht mitgerechnet. Und auch auf die Strahlenbelastung und Klimaschädlichkeit gehe ich nicht nochmals ein. Allein die Nutzung des Handy ist schlimm genug, wegen Strahlung und Nackenbelastung.
  • PC Principal 06.03.2020 14:34
    Highlight Highlight Es stimmt leider, dass man bessere Technologie dazu einsetzen kann, die Bevölkerung zu überwachen. Die Lösung ist aber meiner Meinung nach nicht, dass man diese Technologie ablehnt, sondern dass man die Überwachungsthematik mit strengeren Gesetzen löst.
  • PC Principal 06.03.2020 14:24
    Highlight Highlight Merkwürdig, ich habe noch nie etwas von "Heilsversprechen" oder einer "Revolution" gelesen bei 5G. (Okay im Marketing wird fast alles als Revolution bezeichnet). Es ist einfach etwas schneller, was aber viel wichtiger ist es bietet mehr Kapazität als 4G und das bei geringerer Strahlung (Sollte man elektromagnetische Wellen überhaupt als Strahlung bezeichnen?)
    • @schurt3r 06.03.2020 14:36
      Highlight Highlight Ja, sollte man.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle

      Wenn massenhaft Leute 5G nutzen wollen, braucht es massenhaft Antennen, von drei Providern.

      «Selbstkritisch muss ich eingestehen, dass die Promotion der Industrie weltweit, 5G wäre eine Revolution und nicht eine Evolution, nicht nur förderlich war.» Sagte der Swisscom-Chef, Urs Schaeppi.

      https://www.swisscom.ch/de/about/news/2019/12/19-interview-urs-schaeppi.html
    • PC Principal 06.03.2020 14:49
      Highlight Highlight Ich kenne das Marketing nicht, aber wenn das wirklich als Revolution bezeichnet wurde, dann hat man wohl ungewollt die ganze Hysterie zusätzlich angefacht. Da wäre es besser gewesen, man wäre nüchtern und ehrlich geblieben und hätte es als eine Weiterentwicklung von 4G bezeichnet.
    • Sherlock.H 06.03.2020 18:14
      Highlight Highlight @@schurt3r
      Mehr Antennen sind gut, weil dann die Endgeräte weniger strahlen müssen (und die Antennen selbst auch). Der "gesunde Menschenverstand" führt einen hier leider in die Irre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • luegeLose 06.03.2020 14:16
    Highlight Highlight Ich sehe es pragmatisch. Auf dem Land/Agglo kannst du froh sein, ueberhaupt 4G zu haben. Und ich surfe mit Swisscoms Netz. Mit 4G kann man alles machen, ich brauche schlicht nicht mehr. Offsite arbeiten, Streamen alles ok. Mehr ist gar nicht noetig. Die sollen einfach dafuer sorgen, dass man ueberall 4G hat und nicht ploetzlich auf Edge zurueckfaellt.
  • trou 06.03.2020 14:02
    Highlight Highlight Mir fehlt in diesem Artikel der wichtigste Aspekt: eine Differenzierung zwischen Privatbenutzer und Industrie. Eines der Hauptziele von 5G sind Verfügbarkeit und kurze Latenzzeiten; dies hauptsächlich aus der Hoffnung dass Enterprise LAN-Netzwerke durch Kabellose 5G-Netze ersetzt werden können (z.B. in Auto-Produktionsstätten). Stellt euch mal vor wie viel Umsatz das generieren wird! Um dem Privatbenutzer noch Geld aus der Hosentasche zu locken wird da natürlich auch heftig die Werbetrommel geschwungen; der nutzen wird aber gegenüber der heutigen Technologie nicht immens sein.
    • @schurt3r 06.03.2020 14:38
      Highlight Highlight Unter Punkt 5 hab ichs zumindest erwähnt. Zitat:

      «Auf dem Gelände von Unternehmen oder Forschungsinstituten machen lokale 5G-Netze durchaus Sinn, um mit gezielten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen grosse Datenmengen ultraschnell und zuverlässig zu übertragen.»
  • JaAber 06.03.2020 13:58
    Highlight Highlight Danke für den informativen Artikel.
    Der Bedarf an nicht kabelgebundenem Datenaustausch steigt jedoch leider stetig und kann mit WiFi alleine wohl kaum gedeckt werden. Es braucht folglich „neue“ Bandbreite, wenn die User ihr Verhalten nicht ändern.
    Noch ein kleiner Widerspruch im Artikel: Einerseits wird dem Aufbau eines einzelnen 5G-Netzes unter Zusammenarbeit aller Akteure das Wort geredet. Andererseits wird auf die Gefahr eines Blackouts hingewiesen. Konkurrierende Netze bedeuten über alles gesehen eine gewisse Redundanz.
    • @schurt3r 06.03.2020 14:41
      Highlight Highlight Danke für das Feedback!

      Ich beschäftige mich auch schon länger mit der Blackout-Problematik. Redundanz ist sicher wichtig, wie der temporäre Ausfall der Notrufnummern (bei Swisscom) gezeigt hat.

      Bei einem einheitlichen 5G-Netz müsste man entsprechende Vorkehrungen treffen, um für einen Totalausfall gewappnet zu sein.
  • Looney 06.03.2020 13:56
    Highlight Highlight Punkt 9 betreffend selbstfahrenden Autos:

    "Die 5G-Technik sei für Ad-hoc-Kommunikation zwischen Endgeräten kaum geeignet, betont die Hackerin."

    Ist das jetzt die gesamte Argumentation? Wieso?
    • @schurt3r 06.03.2020 14:45
      Highlight Highlight Ja, dieser Abschnitt ist (zu) kurz geraten.

      Elektra argumentiert, dass der Mobilfunk aufgrund seines ökonomischen Modells nicht für die unabhängige Kommunikation zwischen Endgeräten ohne Basisstationen entwickelt worden sei.

      Und sie lässt durchblicken, dass wir uns gerade beim autonomen Fahren nicht von einer flächendeckenden Versorgung mit 5G-Mobilfunk-Basisstationen abhängig machen sollten.
    • Elmas Lento 06.03.2020 15:50
      Highlight Highlight Autonome Fahrzeuge sind nicht von einer Mobilfunkverbindung abhängig, sonst wären sie ja nicht autonom.
      Mit einer vorhandenen Verbindung gibt es aber ein paar Vorteile in dem die Fahrzeuge miteinander kommunizieren können. Für diese Anwendung hat 5G schon Vorteile gegenüber 4G, z.B. durch die höhere Bandbreite und tiefere Latenz.
  • Peter Wolf 06.03.2020 13:30
    Highlight Highlight Unaufgeregter, rationaler Text fernab der üblichen, hysterisch angehauchten Berichterstattung über 5G. Diese stammt meist von Journis, die von elementaren Kenntnissen in Physik und Informatik ziemlich unbeleckt sind. Zwei Bemerkungen : Wie unsicher die Verbindungssicherheit von 5G im Mikrowellenbereich um 24 GHz ist (laut "5G-Roadmap" der nächste Ausbauschritt), zeigt sich, wenn zuviel Schnee auf der TV-Satellitenschlüssel liegt. Dann ist bereits auf 11 GHz fertig lustig mit Glotzen. Und: Für viele Steuerungs- und Datenabfrage-Anwendungen brauchts 5G überhaupt nicht. Man google mal "LoRaWAN"!
    • arpa 06.03.2020 16:15
      Highlight Highlight Auch starker Schneefall und Regen stören den Satellitenempfang, die Distanz zur Sendeantenne ist aber mit 36000 km etwas höher..
    • Sherlock.H 06.03.2020 18:16
      Highlight Highlight Lora hat sehr niedrige Bandbreiten und ist daher weit nicht für alles geeignet.
  • Steibocktschingg 06.03.2020 13:25
    Highlight Highlight 5G ist immer noch nicht krebserregend, gibt genug Studien, die das aufzeigen, ebenso wie dass Elektrosensitivität Quatsch ist... Wellenlängen von 1 cm haben nicht ansatzweise die Energie, um zu ionisieren. Und nein, die Menge der Wellen hat keinen Einfluss darauf, nur die Energie zählt.

    https://www.quarks.de/gesundheit/handystrahlung-wie-gefaehrlich-ist-das-neue-mobilfunknetz-5g/

    Es ist auch bekannt, dass 5G die Erkennung von Regen erschwert, dass es umgekehrt auch so ist und Regen 5G ausbremst, ist relativ naheliegend.
    • Hoci 08.03.2020 09:01
      Highlight Highlight Natürlich ist es krebserregend und verursacht Demenz, gibt genug andere Studien vor allem auch mit Nutztieren.
      Auch eine Arztvereinigung ist dagegen, was für sich spricht. Es geht um Big Money wie beim Rauchen. Für den Handygebrauch gibt mans mittlerweile ja zu. Ist nebenbei mit wenig biophysikalischen Kenntnissen selbsterklärend.
  • Nora Flückiger 06.03.2020 13:21
    Highlight Highlight "5G ist die Vorstufe zur Big-Brother-Überwachungshölle. Darum sollten wir nichts überstürzen!"

    Liebes Watson Team ich bin euch so dankbar dass ihr dieses Thema erwähnt habt! Als ich vor paar Monaten zum selben Thema ähnliches angemerkt habe, wurde ich extrem mit "Blitzen" abgestraft. Vielleicht wird die Menschheit durch euren Bericht ein bisschen sensibilisiert. Aber nur vielleicht 😂
    • Looney 06.03.2020 13:53
      Highlight Highlight Die "Big-Brother Überwachungshölle" ist schon lange Realität, dafür brauchst du 5G nicht wirklich.

    • @schurt3r 06.03.2020 14:50
      Highlight Highlight @Looney

      Doch doch! Es kann noch viel schlimmer kommen, wie das Beispiel China zeigt. Stichworte: Automatische Gesichtserkennung.

      Schau dir mal diesen beklemmenden Bericht des «Wall Street Journal» an:
      Play Icon
    • Looney 06.03.2020 16:54
      Highlight Highlight Ja das ist mir schon klar. Aber für automatische Gesichtserkennung braucht es doch kein 5G? Die Kameras können ja z.B. auch mit Glasfaser oder was auch immer mit dem Internet verbunden sein...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 06.03.2020 13:16
    Highlight Highlight Chapeau, Dani! Da hast Du ganz schön recherchiert.
    Was nicht einfach ist, da Informationen im Internet von Konzernen gesteuert werden können, die grosses wirtschaftliches Interesse an neuen drahtlosen Technologien haben.

    Ich frage mich schon länger
    - wie will man die 2000-Watt-Gesellschaft erreichen?
    - wie geht es Fauna und Flora mit dem Tun des Homosapiens?
  • Satan Claws 06.03.2020 13:13
    Highlight Highlight "5G taugt nicht für den Krisenfall. Bei einem Blackout würde das Netz nach wenigen Stunden ausfallen."

    Kein digitales System taugt für den Krisenfall.

    Ausserdem hätte man schon von Anfang an (2G) darauf beharren sollen, dass alle Anbieter zusammen arbeiten und nicht mehrere Netze simultan aufbauen.

    Viele der angesprochenen Probleme sind nicht auf 5G zurückzuführen, sondern grundsätzliche Fehler im System, welche heute schon bestehen.
    • You will not be able to use your remote control. 06.03.2020 15:26
      Highlight Highlight > Kein digitales System taugt für den Krisenfall.

      Dann hilft nur noch Morsen ;)
    • Satan Claws 06.03.2020 17:11
      Highlight Highlight @You will not be able to use your remote control.

      Morsen ist doch der Inbegriff einer Digitalübertragung. Es gibt nur zwei Zustände, Ein oder Aus.

      Aber ja, da die Verbindungen sehr stabil sind, wäre es eine Möglichkeit.
    • You will not be able to use your remote control. 07.03.2020 15:42
      Highlight Highlight Sorry, ich wollte dich nur etwas auf den Arm nehmen.

      Es gibt eben nur 10 Arten von Leuten: die, die Binär kennen und die anderen. Falls es dich interessiert:

      Die Stabilität der Verbindung, die du meinst, leistet Layer 1. Die übertragenen Daten haben darauf keinen Einfluss.

      Beim Morsen sind alle anderen Layer der Mensch. Das ermöglicht einfache Empfängergeräte und das kann im Notfall ein Vorteil sein.

      Analoges Radio hat noch einen anderen Vorteil: Mit wenigen Sender kann eine Nachricht an alle gesendet werden, das nennt man Broadcast. https://de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell
  • d10 06.03.2020 13:10
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, vielen Dank @schurt3r für diese kritische Beleuchtung ohne Aluhut!

    Der Hauptunterschied neben all den Aspekten im Artikel ist ja, dass ich ein WLAN selbst installieren, kontrollieren und absichern kann. Bei 4G und 5G bin ich jedoch immer völlig vom Provider abhängig. Deshalb bevorzugen wir WLAN 6 und setzen bei IoT/Smart Home Anwendungen 4G/5G höchstens als Backup-Internetanbindung ein.

    5G wird kommen, aber eine kritische Auseinandersetzung ist notwendig. Die eierlegende Wollmilchsau, als die es Swisscom & Co verkaufen, ist es definitiv nicht.
  • bärn 06.03.2020 13:07
    Highlight Highlight «Um ein 5G-Netzwerk in China aufzubauen, sind dreimal so viele Basisstationen nötig wie bei 4G. Der Energiebedarf ist mindestens dreimal höher und die Basisstationen sind dreimal teurer als 4G.»

    ...genau... und weil im gegensatz zu umliegenden ländern die sendeleistung pro antenne richtig kastriert werden muss, werden bei uns noch viel mehr antennen gebaut werden müssen.
    • Vadda 06.03.2020 13:25
      Highlight Highlight Das ist gut so! Viele „kastrierte“ Antennen sind besser als wenige hochprozentige 😊
  • Hauswurz 06.03.2020 12:48
    Highlight Highlight Guter Beitrag. Der Focus der Debatte sollte endlich mal weg von Strahlenesoterik hin zu technischen, wirtschaftlichen und politischen (Überwachung) Themen geschoben werden. Für die Nerds unter Euch, hier mehr 4G := 5G, Luftschnittstelle und Netzarchitektur: https://media.ccc.de/v/36c3-10542-der_pfad_von_4g_zu_5g
  • Crecas 06.03.2020 12:45
    Highlight Highlight Eine Anmerkung zum „wieso tun sich nicht alle zusammen und bauen ein Netz“-Argument. Das ist recht irrelevant, ob sie sich zusammentun oder nicht. Es ist ja nicht so, dass jeder der drei Anbieter ein Netz für alle 8.5 Mio. Einwohner baut, sondern für seine Kundschaft. Wenn es also nur 1 statt 3 Netze geben würde, wär die Gesamtzahl der Standorte kaum geringer.
    • Vadda 06.03.2020 13:15
      Highlight Highlight Nein, jeder Anbieter hängt, entsprechend seiner zukünftig MÖGLICHEN Kundschaft, seine G5 Packages an die Antennen. Übrigens via sog. Bagatellveränderungen wird suk­zes­si­ve die Frequenz erhöht, damit keine neue Baubewilligung eingeholt werden muss und somit die Bevölkerung über die Bestückung ihrer Gemeindeantennen im Dunklen bleibt.
    • PC Principal 06.03.2020 15:02
      Highlight Highlight Es wäre sicherlich effizienter wenn man nur eines statt 3 Netze hätte, aber weniger als der Faktor 3. Das ist aber ein grundsätzliches Problem und hat nichts mit 5g zu tun.
  • Siru 06.03.2020 12:44
    Highlight Highlight Ich frage mich schon von Anfang an, seit die Mobilfunknetze ausgebaut werden, weshalb jeder Anbieter seine eigenen Antennen braucht, weshalb nicht ein Netz aufgebaut wird, das von allen Anbietern geteilt wird.
    Weniger Antennen, weniger Energieaufwand, weniger Strahlung.
    • Selbst-Verantwortin 06.03.2020 13:24
      Highlight Highlight Erstaunlich, dass dieses unsinnige Argument einfach nicht totzukriegen ist.
      Egal wieviele Anbieter: Wenn der gleiche Verkehr abzudecken ist, würde es praktisch gleich viel Antennen brauchen.
      By the way: mehr Antennen —> näher beim Kunden —> weniger Strahlung, weniger Energieaufwand!
    • WHAM 06.03.2020 14:01
      Highlight Highlight Man hat ja genau darauf bestanden, dass alle Anbieter ihr eigenes Netz bauen. Dies wurde politisch so verlangt.
    • Siru 06.03.2020 14:12
      Highlight Highlight Selbstverantwortin
      EIN flächendeckendes Netz versus DREI flächendeckende Netze.
      Ich spreche nicht von der Anzahl Antennen, die für ein flächendeckendes Netz notwendig sind. Ich spreche davon, dass, weil alle drei Anbieter ihr eigenes flächendeckendes Netz ausgebaut haben wollen, sich die Anzahl der dazu benötigten Antennen verdreifacht.
      Das ist meines Erachtens unnötig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 06.03.2020 12:39
    Highlight Highlight Zu den Turbos logischerweise, denn ein leistungsstarkes Mobilfunknetz schont schlussendlich Ressourcen.

    Das Smartphone ersetzt Stereoanlage, Walkman, Video-Player, Fotokamera, DVD-Sammlung uvm. Ganz zu schweigen von all den früher notwendigen Kabeln.

    Für 5G vs. Fiber gilt dasselbe.

    Glasfaser wird selbst in der Schweiz meist nur FTTC sein. Das ist teuer, aufwendig und bald einmal langsam im Vergleich zum Mobilfunk.

    Ein gutes Kommunikationsnetz ist weltweit einsetzbar. Niemand fordert «Fiber for Africa».

    • @schurt3r 06.03.2020 14:57
      Highlight Highlight Selbstverständlich darf die Glasfaserleitung nicht beim Trottoir/Grundstück aufhören.

      Warum Fiber "bald eimal langsam" sein soll im Vergleich zum Mobilfunk, verstehe ich nicht.
    • Hoci 08.03.2020 09:07
      Highlight Highlight Fiber wird sicher nicht langsamer sein.
  • Madison Pierce 06.03.2020 12:31
    Highlight Highlight Sehr schön zusammengefasst! Dass 5G kein Ersatz für WiFi oder FTTH ist, war klar. (Aber WiFi ist auch nicht überall ein Ersatz für 5G.)

    Die grössere Auswahl an Frequenzen ist ein Vorteil: die Richtantenne auf dem Dach verwendet hohe Frequenzen und erreicht einen hohen Durchsatz. Der Wasserzähler im Keller verwendet niedrige Frequenzen, hat dafür aber anständigen Empfang.

    Besonders für IoT hat 5G durchaus Vorteile. (WiFi 6 übrigens auch.)

    Beim Satz über selbstfahrende Autos musste ich schmunzeln: erzähl das mal Deinen Redaktionskollegen, die das in diversen Artikeln behauptet haben! :P
  • SwissWitchBitch 06.03.2020 12:28
    Highlight Highlight «Wir müssen insgesamt weniger Energie verbrauchen, um (...) den Gesamtenergieverbrauch von Energiesystemen zu senken.» Aha. 🤔
    • @schurt3r 06.03.2020 12:51
      Highlight Highlight Alle Klarheiten beseitigt? :)
    • SwissWitchBitch 06.03.2020 12:52
      Highlight Highlight @schurt3r Jup. 👍 Alles unklar soweit.
    • Supermonkey 06.03.2020 13:08
      Highlight Highlight Mehr Energieverbrauch ist schädlich fürs Klima? Und wenn man die Energie aus 100% erneuerbaren CO2-freien Quellen bezieht?
  • AdiB 06.03.2020 12:24
    Highlight Highlight Pro und Kontra sind mir egal eigentlich, denn im Moment brauchen wir dies nicht. Es ist ein nutzlose Investition. Wie es in Zukunft aussieht, mit Zukunft meine ich so 50 Jahre, kann man dann noch mal einschätzen.
  • oh snap 06.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Ich habe seit 2 Monaten ein 5G-Handy in Biel/Bern und Umgebung, alleine aus dem Grund, dass ich bei Diskussionen aus eigener Erfahrung sprechen kann.

    Feststellungen bis jetzt:

    - Noch kann ich atmen und sprechen (!)

    - Immer wenn mir volles 5G-Netz angezeigt wird, mache ich einen Speedtest. Der bewegt sich meistens zwischen 50 und 60 mbps, nur einmal konnte ich Werte über 250mbps erreichen.

    Mir fällt auf, dass der 5G-Empfang mit verschiedenen Symbolen angezeigt wird oben in der Statusleiste meines Handys. Ich gehe davon aus, dass eines davon eben nicht richtig 5G ist??
    • WHAM 06.03.2020 14:04
      Highlight Highlight Es gibt 5G und 5G+
      Das 5G+ (oder auch 5G FAST) ist das "richtige" 5G.
      Das 5G (oder auch 5G WIDE) wird momentan noch von keinem Gerät unterstützt....
      Das Samsung A9 hat die Hardware dazu. Die Software jedoch noch nicht. Die neuen S20 können dies von Anfang an. ;-)
    • Robert Ziegler 06.03.2020 22:08
      Highlight Highlight 5G+ (in Analogie zu 4G+ = LTE advanced) wäre 5G NR advanced - gibt es noch nicht. Swisscom unterscheidet 5G wide (theoret. Max. DL ca. 1 Gbit in 700 bis 2600 MHz - also "alte Welt" - Abdeckung in Fläche und Gebäuden - aber nur 5 MHz BB implementiert = wenig Kapazität (gleichzeitige schnelle Verbindungen) - aber immerhin: 5G Signal auf Handy, für heutige Anwendungen ok. 5G Fast (=100 MHz Bandbreite in 3.5-3.8 GHz implementiert = SEHR hohe Kapazitäten = viel mehr Gbit/s-Speed pro User, volle Latenz etc. z.B. das hier mobil:
      https://www.nh-hotels.de/meetings/blog/interviews/hologramm-technologie
  • Oh Dae-su 06.03.2020 12:15
    Highlight Highlight Verstehe das Drama um 5G wirklich nicht. Unter dem Strich ist 5G einfach eine Weiterentwicklung von 4G mit besserer spektraler Effizienz, tieferer Latenz und ein paar Gimmicks. 5G ist daher also sicherlich sinnvoll, aber keineswegs die Revolution, die uns Mobilfunkprovider zu verkaufen versuchen. Sie tun sich meiner Meinung nach auch keinen Gefallen damit, es als solche darzustellen.
    Dass sich zudem 5G auf mm Welle jemals grossflächig durchsetzen wird, wage ich sowieso zu bezweifeln. Wie die Erfahrung mit 60GHz WLAN zeigt, ist das Zeug einfach höchst unpraktisch und störungsanfällig.
    • Turnbeutelvergesser 06.03.2020 13:10
      Highlight Highlight Viele denken, dass sie Zuhause 5G nutzen werden können und somit unnötig viele Daten übers Mobilnetz übertragen. Dies bremst den Glasfaserausbau, welcher für eine nachhaltige und zuverlässige Infrastruktur notwendig ist. Gleichzeitig wird die Funkbelastung deutlich steigen.
    • bibaboo 06.03.2020 17:43
      Highlight Highlight Die übermässigen Marketingversprechen sind m.M.n. eine Reaktion auf die Hysterie der Gegner. Wenn das Risiko höher sein soll, muss dies eben auch für den Nutzen gelten. Die gesundheitlichen Risiken sind zwar unbekannt, meines Wissens gilt dies jedoch genauso für die Vorgängertechnologien. Ich kann daher die plötzliche, übermässige Abneigung gegen 5G nicht nachvollziehen.
    • Hoci 08.03.2020 09:16
      Highlight Highlight Bibaoo weil es noch mehr Antennen gibt und wo mehr Angebot mehr Nutzung gibt. Zuhause hat man strahlungsärmere Möglichkeiten + ich vermute weniger energieintensive, besser steuerbare Möglichkeiten. 5G ist einfach ein Money Maker für die, die kein Festnetz z.B. Glasfaser ausbauen können und wollen und sinnlose kabellose Geräte pushen wollen, da mehr Umsatz, noch sensiblerer, lukrativer Datenverkauf. Zudem mit genug Wirbel werden sich Anwohner nicht gegen Antennen wehren können, was sie tun. Je schneller sie ihre Antennen kriegen desto besser, da die gesundheitlichen Risiken bald beweisbar sind.
  • Raphael Stein 06.03.2020 12:15
    Highlight Highlight Mir reicht das 4G-Angebot völlig aus.
  • Stachri 06.03.2020 12:14
    Highlight Highlight Die Wahrheit wird auch hier in etwa in der Mitte liegen: G5 wird weder das Nonplusultra sein, so wie es die Telekomanbieter versprechen – noch des Teufels, wie hier im Bericht zu lesen ist.
    Tatsache ist, dass der zukünftige Bandbreitenbedarf überproportional ansteigt und mit 4G dereinst nicht mehr bewältigt werden kann.
    Bemerkenswert finde ich auch, dass Herr Schurter nichts gegen die vielen Wi-Fi-Netzwerke hat, die einem die ganze Zeit um die Ohren fliegen. Und dann, möchte ich noch wissen, wie Herr Schurter sein gelobtes Wi-Fi 6 mitnimmt, wenn er unterwegs ist.
    • @schurt3r 06.03.2020 12:43
      Highlight Highlight Es geht mir nicht ums Verteufeln, sondern um einen kritischen Umgang mit dem Thema.

      Wenn der mobile Bandbreitenbedarf wegen Video-Streaming in 4K (oder bald 8K?) massiv ansteigt, sollten wir uns Gedanken machen über das (eigene) Nutzungsverhalten. Nicht zuletzt wegen der stromfressenden Rechenzentren.

      Wi-Fi 6 ist auch kein Zaubermittel. Aber wie Elektra argumentiert, ist das eine Alternative.

      Zum Stand der Schweizer Mobilfunknetze: Ich war in den Winterferien in Melchsee-Frutt (OW), da hatte ich mit Sunrise öfters null Empfang. Es gibt nur schon bei 4G noch viel zu verbessern ...
    • Biker Girl 06.03.2020 13:01
      Highlight Highlight "sollten wir uns Gedanken machen über das (eigene) Nutzungsverhalten"

      da fängt es doch schon an: an FFF-Demos teilnehmen, auf dem Weg dahin Spotify streamen, zuhause dann netflixen ohne Ende, sich über Whatsapp usw mit allen austauschen. Der Strom für all die Serverfarmen wird natürlich von Elfenstaub gewonnen. Jede und jeder sollte mal sein Konsumverhalten überdenken und überlegen, ob es jetzt wirklich nötig ist beim Pendeln Musik und Filme/Serien zu streamen. Ich bin mehr als happy mit der Watson-App (welche natürlich Server hat, welche von Einhörnern in Laufränder betrieben werden) ;-)
    • uhl 06.03.2020 13:11
      Highlight Highlight @schurt3r: "... sollten wir uns Gedanken machen über das eigene Nutzungsverhalten."
      Das wär schon toll, wird aber schlicht nicht geschehen. Es ist wie bei allem: Jeder will, dass es bei ihm, in genau dem Moment wo er es braucht, zu hundert Prozent funktioniert.
      Wer das bietet, kriegt den Zuschlag. Entsprechend wird das Angebot auf- und ausgebaut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrisbe 06.03.2020 12:13
    Highlight Highlight Da wird uns wieder einmal etwas schmackhaft gemacht, was wir angeblich unbedingt brauchen.
    Verbunden mit der Drohung international nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein, werden Kritiker als Innovationsbremse mundtot gemacht. Die Politiker werden von Lobbyisten eingelullt und auf die 'richtige Spur' gebracht. Vergessen / verdrängt / verheimlicht werden berechtigte Zweifel bezüglich möglicher Gesundheitsgefahren. Bei Tests mit Ratten erkrankten sehr viele an Krebs.. Wir (die Nutzer) zahlen mehr als doppelt, mit unserem Geld, unseren Daten und unserer Gesundheit.
    • Steibocktschingg 06.03.2020 13:35
      Highlight Highlight Tut mir leid, es gibt keine gesundheitliche Gefahren von 5G, selbst sichtbares Licht hat tausende bis Millionen Mal mehr Energie pro Photon und ist dementsprechend gefährlicher. Zudem gibt es keine Studie, die das beweist, wenn, dann widerlegen sie diesen Mist.

      https://www.quarks.de/gesundheit/handystrahlung-wie-gefaehrlich-ist-das-neue-mobilfunknetz-5g/

      Fehlender Datenschutz, unnötiges Upgrade, Geldmacherei, ok, aber kanzerogen ist es NICHT.
    • @schurt3r 06.03.2020 14:24
      Highlight Highlight @Steibocktschingg:

      Aus fehlenden wissenschaftlichen Erkenntnissen den Schluss zu ziehen, dass es gesundheitlich unbedenklich ist, überzeugt mich nicht.

      «Die gesundheitlichen Effekte von Mobilfunkstrahlung und insbesondere von Frequenzen, die in Zukunft voraussichtlich für 5G verwendet werden sollen, sind noch nicht abschliessend geklärt.»

      Steht im Bericht der Expertengruppe:
      https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/elektrosmog/fachinfo-daten/bericht-mobilfunk-und-strahlung.pdf.download.pdf/Bericht_MobilfunkStrahlung.pdf
    • Steibocktschingg 06.03.2020 14:56
      Highlight Highlight Doch, Daniel, es ist bekannt: Elektrosensitivität gibt es nicht und Mikrowellenstrahlung ist, quantenphysikalisch gesehen, weit schwächer als selbst sichtbares Licht. Zudem haben WLAN und Co. oft energiereichere Strahlung und es schadet auch nicht.

      In einer Epidemiologievorlesung haben wir gar eine der Studien, die angeblich beweisen, dass Handystrahlung krebserregend sei, als Beispiel für eine schlechte Studie wegen fehlender Berücksichtigung von Cofoundern behandelt.

      Kurz: Strahlung muss ionisierend sein, um Krebs zu verursachen. Mikrowellen sind NICHT ionisierend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rundumeli 06.03.2020 12:13
    Highlight Highlight Was zu Elektra noch zu sagen wäre :-o

    Corinna Aichele aka "Elektra Wagenrad" schreibt technische Bücher über freie Funknetze und philosophische Bücher, in denen Sie die Tatsache kritisiert, dass viele Menschen ein bikamerales Bewusstsein haben und durch die Vorstellung eines imaginären Alter-Egos von sich selbst entfremdet sind, mit dem sie im Vorderlappen des Großhirns Autokommunikation betreiben." (amazon.de)
  • Sauäschnörrli 06.03.2020 12:09
    Highlight Highlight Bis Fiber to the Home (Glasfaser bis zum Router) wirklich flächendeckend umgesetzt ist, wird es ewig dauern, dafür müssten Bund, Kantone, Gemeinden, Provider und! Eigentümer zusammenarbeiten und bereit sein Investitionen zu tätigen. Auch das wäre ein riesiges Infrastrukturprojekt. Ohne dieses bringt jedoch WiFi 6 in den Haushalten mit öffentlichen Netzwerk gar nichts. Wenn in der Wohnung nämlich nur 80Mbit/s ankommen, ist das das Bottleneck und nicht, ob ich jetzt ein 1Gbit/s WiFi 5 oder ein 10Gbit/s Wifi6 Netz mit Guestzugriff betreibe.
    • @schurt3r 06.03.2020 12:15
      Highlight Highlight Absolut einverstanden! Der Ausbau des Glasfaser-Netzes muss vorangetrieben werden, von allen Akteuren.
    • Sauäschnörrli 06.03.2020 12:41
      Highlight Highlight Da ist 5G mit deutlich weniger Bürokratie umzusetzen. Du brauchst jemanden, der dir Land zur Verfügung stellt, reichst eine Bewilligung ein, wenn die Fristen abgelaufen sind und nichts dagegen sprichst stellst du eine Antenne auf, ziehst eine Direktleitung zum Verteiler und gut ist. Dass ist auch der Grund wieso die Betreiber kein gemeinsames Netz aufbauen, es ist ein Wettbewerb. Schnelles Internet, jetzt und zwar flächendeckend. Darauf werden sie nunmal reduziert. Auch von dir.

      https://www.watson.ch/digital/mobile/247975596-swisscom-sunrise-oder-salt-schweizer-provider-im-connect-test-2020
    • @schurt3r 06.03.2020 12:58
      Highlight Highlight Sollte 5G existenziell wichtig werden für die Schweiz (in volkswirtschaftlicher Hinsicht), dann müsste doch die Politik dafür sorgen, dass ein entsprechendes Netz zur Verfügung steht. Das würde dann zur Grundversorgung gehören, so wie der ÖV oder andere wichtige Dienste.

      Ich würde mir nie erlauben, einen Provider auf schnelles (mobiles) Internet zu reduzieren, das musst du falsch verstanden haben. ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moo-neyz 06.03.2020 12:07
    Highlight Highlight Schwächere Sendeleistung, drei Mal mehr Antennen = drei Mal mehr Energieverbrauch scheint mir eine relativ krude Aussage eines Managers zu sein. Gibts dafür andere, wissenschaftlichere, Belege?
  • Lowend 06.03.2020 12:00
    Highlight Highlight Die Geschwindigkeit von 3G, 4G, oder nun 5G ist im Grunde Wurst, denn ich habe schon bei meiner ersten schnellen ISDN-Leitung hauptsächlich gemerkt, wie langsam der Upload der verbundenen oft Server war.

    Das schwächste Glied der Kette bestimmt deren Stärke!
    • Zyniker haben es leichter 06.03.2020 20:11
      Highlight Highlight Ja... Na zum Glück wird mit dem Download auch die Infrastruktur für schnelle Uploads verbessert. Die Geschwindigkeit ist nicht "Wurst", nur weil sie häufiger nicht ankommt.
    • Turbi 06.03.2020 23:17
      Highlight Highlight Du siehst das Problem ganz richtig.
  • Jeremy Liquidpsy 06.03.2020 11:59
    Highlight Highlight Die Sendung "Einstein" vom SRF hat gerade erst einen sehr guten Beitrag darüber gemacht. Kann ich jedem empfehlen.
    • GionBuorno 06.03.2020 12:12
      Highlight Highlight +1, kann ich nur bestätigen.
  • @schurt3r 06.03.2020 11:51
    Highlight Highlight Wie hältst du es mit 5G? Gehörst du zu den Turbos, oder findest du (noch) schnelleres mobiles Internet unnötig? Und was denkst du über mögliche Risiken?

    Freue mich auf eine gepflegte Diskussion! ;-)

Smart Farming

Die «Pestizid-Hölle Schweiz» ist nur ein Furz im Wasserglas

Du musst jetzt stark sein. Denn unser Agrarjournalist widerlegt deine Vorurteile über die «Pestizid-Hölle Schweiz»: Die Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil und Glyphosat sind weniger gesundheitsgefährdend als ein Glas Whisky oder eine Portion Erdbeeren.

«Im ganzen Kanton Bern gibt es keine einzige Wasserfassung, bei der man von einem ernsthaften Gesundheitsrisiko sprechen müsste!» Das erklärt der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann kategorisch.

«Bei uns kann man bedenkenlos in jeder Gemeinde das Wasser aus jedem Wasserhahn trinken», erklärt auch Alda Breitenmoser, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz im Kanton Aargau, dessen Grundwasser am stärksten belastet ist: «Die Schlagzeilen von der Pestizid-Hölle sind reine Hysterie!»

Wer hat …

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