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Analyse

Trump sieht Ukraine als Sieger im Krieg gegen Russland

FILE - European Commission President Ursula von der Leyen, from left, British Prime Minister Keir Starmer, Finland's President Alexander Stubb, Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, President  ...
Trump hat wieder die Seite gewechselt und hat für den ukrainischen Präsidenten wohlwollende Worte.Bild: keystone
Analyse

Plötzlich sehen die USA die Ukraine als (momentanen) Sieger

Nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im vergangenen Jahr von US-Präsident Trump immer wieder scharf kritisiert worden war, ist dieser plötzlich voll des Lobes. Und auch das Aussenministerium erklärt die Ukraine zum derzeitigen Sieger des Krieges.
25.06.2026, 14:5225.06.2026, 14:52

Die Szenen von Wolodymyr Selenskyjs Besuchen im Weissen Haus bleiben unvergessen: Während US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten blossstellte, verspottete und vorführte, musste dieser sich immer wieder sichtlich zusammenreissen und lächeln – oder sie lieferten sich vor laufenden Kameras einen Schlagabtausch. Die Beziehung zwischen den beiden mächtigen Männern war lange angespannt. Doch die Ukraine ist auf die Unterstützung der USA angewiesen, um im Krieg gegen Russland zu bestehen.

Vergangenes Jahr kam es zwischen Trump und Selenskyj zum Eklat.Video: extern

Dabei hatte sich Trump nicht nur einmal auf die Seite Putins geschlagen. Das scheint jetzt allerdings (vorläufig) nicht mehr der Fall zu sein. In seinen jüngsten Ansprachen redete Trump plötzlich davon, dass sich Selenskyj «ziemlich gut schlage». «Auf beiden Seiten sterben viele Menschen, aber ich denke, er macht das ziemlich gut», so Trump beim Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Trump bezeichnete Selenskyj gar als «mutig». Und: «Er hat grossartige Ausrüstung, aber auch grossartige Männer, er hat Kämpfer», so Trump.

Das sind neue Töne. Jeremy Lewin vom US-Aussenministerium setzt noch einen oben drauf. «Wir sind gerade in einer Situation, in der die Ukraine gewinnt – für den Moment», sagte er bei einem öffentlichen Auftritt. Die Dynamik im Krieg habe sich geändert. Die Erfolge seien ein «Ergebnis fortlaufender Zusammenarbeit». Der G7-Gipfel habe gezeigt, dass sich die führenden Mächte in Europa und der Welt einig seien.

Diese Kehrtwende in den Vereinigten Staaten scheint auch Putin bemerkt und entsprechend verärgert zu haben. Laut der Agentur Interfax wirft der russische Aussenminister Sergej Lawrow den USA vor, von grundlegenden Vereinbarungen abgewichen zu sein. Trump habe wohl seine eigenen Statements am Alaska-Gipfel im vergangenen Jahr vergessen. Zudem seien die USA kein objektiver Vermittler mehr.

epaselect epa12303627 US President Donald Trump (R) welcomes Russian President Vladimir Putin during their meet to negotiate at Joint Base Elmendorf-Richardson in Anchorage, Alaska, USA, 15 August 202 ...
Trump und Putin hatten sich im August 2025 in Alaska zu Gesprächen getroffen.Bild: keystone

Die Behauptung, Trump sei von seinen eigenen Aussagen abgewichen, ist nachvollziehbar. Schliesslich erklärte auch der französische Präsident Emmanuel Macron nach dem G7-Gipfel, dass frühere Absprachen zwischen Trump und Putin endgültig «beerdigt» worden seien und Trump erkannt habe, dass Russland keinen Frieden wolle.

Lawrow fordert deshalb Aufklärung aus den USA. «Wir wollen verstehen, was in Évian ‌geschehen ist», sagte er. In Russland besteht der Verdacht, der Alaska-Gipfel sei lediglich eine Verzögerungstaktik gewesen, um Zeit für die Aufrüstung der Ukraine zu gewinnen.

Trotzdem will Russland für Gespräche bereitstehen. Allerdings beklagte sich Lawrow auch über die anhaltenden Sanktionen der USA und deren Waffenlieferungen an europäische Staaten, um die Ukraine zu unterstützen, berichtet Reuters. Ein Ende des Krieges stellte Russland dennoch nicht in Aussicht.

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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John Frank Head
25.06.2026 15:15registriert September 2014
Ich bin verzweifelt auf der Suche nach Argumenten um die US-Regierung auch nur ansatzweise ernst zu nehmen. Kann mir jemand helfen?
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President Rump
25.06.2026 15:30registriert September 2019
Die Russen beklagen sich über gebrochene Abmachungen? Wie war das nochmal mit dem Budapester Memorandum?
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Squawk 7700
25.06.2026 15:09registriert Mai 2025
Naja, sobald die Ukraine die Krim zurück hat (und das wird wohl nicht mehr allzu lange dauern), wird Putin sowieso verschwinden oder verunfallen. Momentan flüchten Zivilisten aus der Krim und die Soldaten beklagen sich über Material und Treibstoffmangel. Sieht gerade sehr gut aus für die Ukraine.
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