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8 Tote nach Absturz eines B-52-Bombers in Kalifornien

Video: watson/X

8 Tote nach Absturz eines B-52-Bombers in Kalifornien – das ist bis jetzt bekannt

In Kalifornien ist ein B-52-Bomber des US-Militärs mit acht Crewmitgliedern an Bord kurz nach dem Start abgestürzt. Keiner der Insassen überlebte den Crash. Das ist bis jetzt bekannt.
16.06.2026, 04:1016.06.2026, 04:26

Was ist passiert?

Am Montagabend (Schweizer Zeit) ist ein Bomber vom Typ B-52 mit acht Besatzungsmitgliedern an Bord beim Militärstützpunkt Edwards Air Force Base im Bundesstaat Kalifornien abgestürzt. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen eine riesige Rauchsäule am Unglücksort. Es handle sich um «eine schreckliche Tragödie, bei der wir acht grossartige Amerikaner verloren haben», sagte Colonel James Hayes bei einer Pressekonferenz.

Die Edwards Air Force Base befindet sich gut 100 Kilometer nördlich von Los Angeles in der Mojave-Wüste. Sie dient dem US-Militär unter anderem als Testgelände. In der Vergangenheit hatten die USA von dort aus unter anderem Tarnkappendrohnen und Jets mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit getestet.

Was war der Grund für den Absturz?

Der Langstreckenbomber war gemäss dem US-Militär zu einem routinemässigen Testflug abgehoben. Die Ursache für den Absturz blieb zunächst unklar. Untersuchungen haben bereits begonnen, genaue Einzelheiten würden aber erst in etwa sechs Monaten bekannt gegeben, sagte Oberst Hayes an der Pressekonferenz.

Richard Kolko, ein pensionierter Kommandant der US-Marine, sagt gegenüber CNN, jetzt gehe es darum, die Absturzstelle abzusichern, «mögliche Überreste und Beweismittel zu sichern, Wartungsunterlagen heranzuziehen und alles zu prüfen, um so viele Erkenntnisse wie möglich über den Absturz zu gewinnen».

Wer war an Bord?

Joshua T. Skarloken, Chief Master Sergeant der US-Luftwaffe, sagte an der Pressekonferenz, man arbeite daran, die Familien der Opfer in den nächsten Stunden zu informieren. «Die Besatzung hat sich aus Militärangehörigen, zivilen Regierungsmitarbeitern und Auftragnehmern der Regierung zusammengesetzt», so Skarloken.

Gemäss Boeing, dem Hersteller des Flugzeugs, seien zwei seiner Mitarbeiter an Bord gewesen. «Wir stehen mit ihren Familien in Kontakt und bieten ihnen Unterstützung an», heisst es in einem Statement des Luftfahrtunternehmens.

This image taken from video provided by KABC shows law enforcement responding to the scene of an aircraft crash, Monday, June 15, 2026, near Edwards Air Force Base, Calif. (KABC via AP)
Military Crash ...
Nach ersten Erkenntnissen konnte niemand den Absturz überleben.Bild: keystone

Was ist ein B-52-Bomber?

Die Flugzeuge des Herstellers Boeing vom Typ B-52 sind Langstreckenbomber der US-Luftwaffe, bekannt auch als «Stratofortress» (auf Deutsch etwa: «Festung in der Stratosphäre»). Im Normalfall haben sie fünf Besatzungsmitglieder an Bord. Sie können sowohl konventionelle Sprengsätze als auch Atombomben abwerfen.

Seit mehr als 60 Jahren bilden die B-52 das Rückgrat der Bomberflotte der USA. Sie dienen zum einen zur nuklearen Abschreckung, kamen zuletzt aber auch immer wieder im Iran-Krieg zum Einsatz – etwa weil sie besonders schwere, bunkerbrechende Bomben abwerfen können.

Gab es früher bereits ähnliche Unfälle?

Ja. Bereits im Jahr 2016 war ein B-52-Bomber der US-Luftwaffe auf der pazifischen Insel Guam verunglückt. Die Maschine hatte den Start bei hoher Geschwindigkeit abgebrochen, kam vom Rollfeld ab und ging in Flammen auf. Von den sieben Menschen an Bord wurde damals einer leicht verletzt.

Weit verheerender ging ein Unfall im Jahr 1966 aus, als ein B-52-Bomber in Spanien mit einem Tankflugzeug kollidierte. Beide Maschinen stürzten in der Nähe der Ortschaft Palomares ab. Die Atombomben an Bord der B-52 – mit einem Vielfachen an Sprengkraft der Hiroshima-Bombe – explodierten nicht. Zwei von ihnen platzten aber beim Aufprall auf den Boden auf und setzten radioaktives Plutonium frei.

(mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA)

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Die beliebtesten Kommentare
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Squawk 7700
15.06.2026 23:33registriert Mai 2025
Erfahrung hat man ja damit seit 1966, als eine B-52 mit vier (!) Wasserstoffbomben (!) über Spanien abstürzte. Eine Nukleare Explosion ist zum Glück bei einem Absturz nicht möglich, aber der konventionelle Sprengstoff zweier Bomben zur Zündung der Reaktion, hat das Plutonium schön über weite Teile der Absturzstelle verteilt. Bis heute hat die USA 1400 Tonnen verstrahltes Material in die USA gebracht und es hat immer noch Plutonium im Boden und es wird noch heute verhandelt, wann sie endlich alles dekontaminieren.
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Squawk 7700
16.06.2026 00:35registriert Mai 2025
Ok, laut Meldung der Edwards AFB war die B-52 auf Testmission und somit unbewaffnet.
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