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Darum bringt ein Kylie-Minogue-Spruch Australiens Premier in Bedrängnis

epa13090142 Australia's Prime Minister Anthony Albanese receives the Companion of the Order of Fiji before signing a treaty and an alliance at State House in Suva, Fiji, 06 July 2026. EPA/MICK TS ...
Der australische Premier Anthony Albanese.Bild: keystone

Darum bringt ein Kylie-Minogue-Spruch Australiens Premier in Bedrängnis

06.07.2026, 06:4606.07.2026, 06:46

Australiens Premierminister Anthony Albanese hat mit einer Bemerkung über Pop-Ikone Kylie Minogue für Wirbel gesorgt. In einem Fragespiel erklärte er Kylie Minogue zur Frau, mit der er schlafen würde – und plauderte über sein eigenes Sexleben.

Nachdem der 63-Jährige die Sängerin in einem Comedy-Podcast zu seiner Favoritin in einem anzüglichen Fragespiel erklärt hatte, entschuldigte er sich jetzt öffentlich und «unmissverständlich» für seine Aussagen.

Was war passiert?

Albanese war kürzlich im Podcast «Bush Deep» der Komikerin Nikki Osborne zu Gast, die Folge wurde Ende vergangener Woche veröffentlicht. In einer Schnellfragerunde des Spiels «Shag, Marry, Date» sollte er entscheiden, mit welcher der drei australischen Berühmtheiten Kylie Minogue, Nicole Kidman und Rhonda Burchmore er am ehesten schlafen, wen er heiraten und mit wem er ausgehen würde.

Zunächst zögerte der Premier mit dem Hinweis, dass er ja erst vor sechs Monaten geheiratet habe. Schliesslich entschied er sich aber doch für Popstar Kylie Minogue. Auf die Nachfrage der Moderatorin, ob das für alle drei Kategorien gelte, antwortete Albanese: «Alles davon. Sie ist grossartig.»

Enthüllungen über sein Sexleben

Aber damit nicht genug: Für weitere Schlagzeilen sorgte eine scherzhafte Bemerkung über sein Eheleben. Auf die Frage Osbornes, ob er und seine Frau «wie die Kaninchen» Sex hätten, entgegnete Albanese augenzwinkernd: «Na ja, wenn wir Zeit haben.» Ein Sieg seines Lieblings-Rugbyteams, der South Sydney Rabbitohs, sei «immer ein gutes Aphrodisiakum».

Die Äusserungen lösten in Australien Kritik aus – auch aus der Politik. Die unabhängige Abgeordnete Zali Steggall bezeichnete die Teilnahme an dem Spiel nach einem Bericht des Senders ABC als «völlig unangebracht» für einen Regierungschef. Die konservative Oppositionspolitikerin Sarah Henderson nannte die Aussagen respektlos gegenüber Frauen und herabwürdigend für das Amt des Premiers.

Albaneses Regierung verwies dagegen auf ihre Bilanz in der Gleichstellungspolitik. Sein Vize Richard Marles betonte, der Premier habe sich zudem «unmissverständlich entschuldigt». Arbeitsministerin Tanya Plibersek nahm den Regierungschef ebenfalls in Schutz und sagte, mit seiner Bewunderung für Kylie Minogue stehe er «in einer Reihe mit Millionen Australiern».

Kylie Minogue (58) gilt als eine der erfolgreichsten australischen Künstlerinnen aller Zeiten. Weltweit verkaufte sie über 80 Millionen Tonträger mit Superhits wie «Can’t Get You out of My Head» und «Padam Padam». (sda/dpa)

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