International
Australien

Kannibalismus-Verdacht: Australierin nach Tod von Vierjährigem angeklagt

FIRE BOMBING MELBOURNE, Victoria Police and Forensic officers are seen at work within a crime scene where a building was destroyed in a suspected fire bombing last night in Richmond, Melbourne, Wednes ...
Ein grausamer Mordfall erschüttert Australien (Symbolbild).Bild: www.imago-images.de

Kannibalismus-Verdacht: Australierin nach Tod von 4-Jährigem angeklagt

Eine 32-jährige Australierin steht unter Verdacht, ein Kind ermordet zu haben. Die Polizei prüft offenbar auch Hinweise auf Kannibalismus.
06.07.2026, 03:3006.07.2026, 03:30
Anna-Lena Janzen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Ein grausamer Mordfall erschüttert Australien: Im Bundesstaat New South Wales ist ein 4-jähriger Junge am vergangenen Wochenende tot und mit schweren Verletzungen in einer Wohnung gefunden worden. Eine 32-jährige Frau, die den Jungen kannte, wurde wegen Mordes im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt angeklagt. Das berichtete unter anderem der australische Sender ABC unter Berufung auf die Polizei. Den Berichten zufolge bestätigten Polizeikreise zudem ein anderes grausames Detail: Auch Verdacht auf Kannibalismus sei Teil der Ermittlungen.

Frau erscheint auf Polizeiwache

Die Polizei entdeckte die Leiche des Jungen am vergangenen Samstag. Gegen 16.40 Uhr sei eine Frau auf der Polizeiwache in dem Ort Wyong an der Central Coast, etwa 90 Kilometer nördlich von Sydney, erschienen. Sie habe beim Betreten der Wache Andeutungen auf Kannibalismus gemacht, berichteten mehrere australische Medien. Daraufhin hätten Beamte eine Kontrolle zum Wohlergehen des Kindes eingeleitet.

Das Kind habe nach den Angaben der Ermittler schwere Verletzungen an den Armen gehabt und sei wahrscheinlich schon seit längerer Zeit tot gewesen. Die 32-Jährige wurde festgenommen und angeklagt.

Der zuständige Ermittlungsleiter, Chad Gillies, sprach am Sonntag auf einer Pressekonferenz von einer «äusserst erschütternden Szene». Ob es am Tatort Hinweise auf Kannibalismus gegeben hat, bestätigte die Polizei nicht. Auch über die Art der Verletzungen des Kindes oder die Identität der Angeklagten wollte Gillies keine weiteren Angaben machen. «Meine Priorität liegt aktuell darin, mit den Kriminalbeamten an den Ermittlungen zu arbeiten, um genau zu verstehen, was passiert und warum es passiert ist», sagte er.

Behörde hatte Kontakt zur Familie

Die Polizei bestätigte laut ABC, dass die Frau polizeibekannt sei. Sie und der Junge lebten demnach gemeinsam in der Wohnung. «Es besteht eine familiäre Beziehung zu dem Kind … die 32-jährige Frau und der 4-jährige Junge lebten zusammen in der Wohnung, und soweit ich es verstehe, lebte sonst niemand in dieser Wohnung», sagte Gillies. Ob es sich bei der mutmasslichen Täterin um die Mutter des Kindes handelt, ist bislang nicht bekannt.

Der Fall soll voraussichtlich im September vor Gericht verhandelt werden.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die hässliche Wahrheit über Ransomware-Attacken
1 / 14
Die hässliche Wahrheit über Ransomware-Attacken

Die Dunkelziffer bei erfolgreichen Ransomware-Attacken ist extrem hoch. In dieser Bildstrecke erfährst du, was dahintersteckt.

quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Alice Weidel streitet sich mit ZDF-Moderatorin
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Studie zeigt, wie der Mensch die Tsunamigefahr in Seen vergrössert
Menschliche Eingriffe in die Landschaft können die Gefahr von Tsunamis in grossen Seen über Jahrhunderte hinweg erhöhen. Das zeigt eine Studie mit Berner Beteiligung am Beispiel des Iseo-Sees in Norditalien.
Landwirtschaft, Abholzung und Siedlungsbau beschleunigen die Bodenerosion. Dadurch gelangt mehr Sediment in die Seen, was Unterwasserhänge an Flussdeltas instabil machen kann, wie die Universität Bern am Donnerstag mitteilte.
Zur Story