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ARCHIV - Die Sängerin Helene Fischer gibt beim bisher größten Top of the Mountain Closing Konzert in der Skimetropole Ischgl vor 26.000 Besuchern ein zweistündiges Konzert auf 2320 Höhenmetern. Im österreichischen Ischgl war ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Felix Hörhager/dpa

Das Skigebiet Ischgl geriet aufgrund der Corona-Pandemie europaweit in Verruf. Bild: sda

«Après-Ski wird es in bisheriger Form nicht mehr geben»: Ischgl reagiert mit Schutzkonzept

Mit Abwassermonitoring, Fiebermessung und Kaltvernebelungsgeräten in Seilbahnkabinen will sich der beliebte Winter-Hotspot Ischgl für die kommende Skisaison wappnen. Après-Ski-Partys sollen «drastisch eingeschränkt» werden, so die Verantwortlichen.



Als «Corona-Keimzelle» oder «Virenschleuder Europas» wurde das österreichische Skigebiet Ischgl im April verschrien. Tausende Touristen infizierten sich mit Covid-19 und brachten das Virus in ihre Heimat zurück – nach Deutschland, Holland oder Island. Der Tiroler Landespolitik wurde «Gier und Versagen» vorgeworfen. Zu lange hätten die Verantwortlichen mit einem Shutdown aufgewartet.

Das beliebte Skigebiet erlitt einen massiven Imageschaden. Nun reagieren die Verantwortlichen und informieren per Medienmitteilung über Gesundheits- und Sicherheitsstandards, die für die kommende Skisaison umgesetzt werden sollen. Weitere Details sollen Anfang Herbst folgen.

Doch bereits jetzt ist die Liste der Corona-Massnahmen lang, aufwändig und kostenintensiv:

A patient has her temperature checked at a medical clinic during lockdown due to the continuing spread of the coronavirus in Melbourne, Thursday, Aug. 6, 2020. Victoria state, Australia's coronavirus hot spot, announced on Monday that businesses will be closed and scaled down in a bid to curb the spread of the virus. (AP Photo/Andy Brownbill)

Wer in der Wintersaison in Ischgl arbeiten will, muss sich Fiebermessungen und Coronatests unterziehen (Symbolbild). Bild: keystone

Wie teuer das aufwändige Schutzkonzept das Skigebiet zu stehen kommt, und wer dafür aufkommt, konnten die Verantwortlichen bis Redaktionsschluss nicht beantworten.

«Zu den Kosten können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen», heisst es bei der Kommunikationsstelle auf Anfrage. Die Höhe der Kosten würden von verschiedenen Faktoren abhängen, wie beispielsweise die durchgeführte Anzahl der Tests oder die Menge an verteilten Masken. Die Frage der Kosten betrachte man jedoch als zweitrangig, heisst es aus Ischgl. «Das wichtigste Ziel ist, dass unsere Gäste eine unbeschwerte und sichere Zeit bei uns verbringen können und Mitarbeitende und Einwohnerinnen und Einwohner ebenfalls geschützt werden.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • sebaK 22.08.2020 09:15
    Highlight Highlight Die machen sich wenigstens nun Gedanken, während Züri jung, doof und sexy weiter Paaaarty feiert.
  • Posersalami 21.08.2020 22:01
    Highlight Highlight Zuoberst im Konzept steht hoffentlich, das im Falle eines neuen Corona-Ausbruchs die Gäste nicht mehr Nachhause geschickt werden. Da hat Ischg / Österreich einfach super fahrlässig gehandelt (andere Orte betrifft das natürlich auch). Man hätte den Ort mit allen Gästen unter Quarantäne stellen müssen.
  • Heijho 21.08.2020 17:48
    Highlight Highlight Hört doch mit dem Wort "Corona-Hotspot" auf, wenn schon die ganze Welt ein Hotspot ist. Ischgel trifft höchstens die Schuld, dass das Tracing zu spät griff. Schuld ist im Endeffekt immer noch unsere Spassgesellschaft, was man jetzt wieder gut sieht. "Symptome? Ach scheiss drauf, Saufen! Mich wirds ja eh nicht treffen", ist in der Regel der Grundtenor. Und schuld an allem sind immer die pösen anderen. Wenn wir ernsthaft glauben mit solch einem kindischen Verhalten das Virus in den Griff zu bekommen, nützt auch das beste Konzept nichts.
  • Toga 21.08.2020 17:30
    Highlight Highlight "Covid-19-Tests für Hotelgäste empfohlen:"
    Ich empfehle auch immer jedem, mir einen Franken zu geben. Aber sie machen es einfach nicht.😜
  • Toga 21.08.2020 17:27
    Highlight Highlight "Fiebermessung bei Mitarbeitenden" ?
    Ach so nur bei den Mitarbeitenden ?
    Die Gäste sind ja immer gesund!
  • Toga 21.08.2020 17:24
    Highlight Highlight "Abwassermonitoring" ?
    Und dann? ... wenn sie was feststellen?
    Weden sie dann alle Gäste wieder aus bezahlen und nach Hause schicken?
  • Füürtüfäli 21.08.2020 16:55
    Highlight Highlight Aus einem RTL II Interview:
    Natürlich haben wir gewusst dass der Virus in Ischgl ist, uns war schon klar, dass das keine normale Grippe ist. Aber unser Hotel hat uns nicht angerufen, außerdem waren wir eine große Männergruppe und wir wollten ordentlich Party machen.

    Dass sich jemand Corona holen könnte, wir hätten nicht geglaubt, dass das ein Risiko wäre. Da hat Ischgl ganz klar fahrlässig gehandelt und deswegen nehmen wir da an der Sammelklage teil. Immerhin hatte ein Kollege auf die Intensivstation gemusst.

    Solche Leute gehören von einer Klage ausgeschlossen. 🤦‍♀️
    • Kruk 21.08.2020 18:11
      Highlight Highlight So viel zur viel genannten Selbstverantwortung.
    • Töfflifahrer 22.08.2020 09:55
      Highlight Highlight Da nehmen einige ganz bewusst Corona in Kauf, nur um Party zu machen und sich die Hucke voll zu saufen und schieben die Schuld jetzt ab?
      Diejenigen, die in diesem Fall fahrlässig handelten, sind die Deppen selbst!
  • Toga 21.08.2020 16:40
    Highlight Highlight Kaltvernebelungsgeräte 😂
    Die Viren auch noch konservieren was? 😂
  • Rosskastanie 21.08.2020 16:36
    Highlight Highlight Ist das nun das Ende der Spassgesellschaft? Tausende von Lebensidentitäten stehen nun auf der Kippe, was sollen die Leute denn nun tun? Ich verlange eine Task-Force des Bundesrates, nein, ein eigenes Bundesamt zur Förderung von Spass um jeden Preis, Selbstverwirklichung und Hedonismus! Leute, es geht hier um unseren Lebensinhalt, pftelli! Drum singen wir nochmals ganz laut:
    Play Icon
  • Toga 21.08.2020 16:25
    Highlight Highlight the show must 'ums verrecke' go on.

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