Schweiz
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ABD0136_20200313 - ISCHGL - ÖSTERREICH: ZU APA0767 VOM 12.3.2020 - Die Wintersaison endet heuer aufgrund des Coronavirus in Tirol frühzeitig. Nach dem Wochenende werden alle Skigebiete geschlossen. Im Bild: Eine geschlossene Apres-Ski-Bar aufgenommen am Freitag, 13. März 2020, in Ischgl in Tirol. - FOTO: APA/JAKOB GRUBER

Fertig gefeiert: Ischgl wurde Mitte März unter Quarantäne gestellt. Bild: APA/APA

Ischgls Leid: Vom Après-Ski-Mekka zur Corona-Keimzelle

Ischgl ist eigentlich bekannt für seine Pisten, den herrlichen Schnee und die feuchtfröhlichen Parties. Und seit Neustem auch dafür, dass sich das Coronavirus vom Bergdorf aus in ganz Europa verteilt hat.



Auf rund 1600 Einwohner kommen mehr als 10'000 Gästebetten und 239 Kilometer Skipiste. «Relax, if you can» lautet der Marketing-Slogan des kleinen österreichischen Ortes. Die entspannte Stimmung aber ist verflogen. In Ischgl und dem Paznauntal ist zwar Ruhe eingekehrt – doch geredet wird viel.

Die internationalen Schlagzeilen, in denen Ischgl etwa als «Virenschleuder Europas» bezeichnet wird, beschäftigen die Menschen. «Viele haben Angst», sagt eine Frau, die lieber anonym bleiben möchte. Einige könnten nicht mehr schlafen, andere seien verzweifelt. Es gehe um Existenzen, denn die wichtigste Einkommensquelle im Tal, im gesamten Bundesland Tirol, sei nun mal der Tourismus. «Wir sind vom Gefühl her auf dem Tiefpunkt.» Nun sei man bald der Sündenbock der Welt. Das schmerze sehr.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Andreas Walser lebt sein ganzes Leben schon in Ischgl. Im Dorf kennt ihn jeder als Arzt mit markantem Schnurrbart. Er kümmert sich bei Krankheiten und Unfällen um die Bewohner, das Personal in den Hotels und die Touristen. Auch bei Infektionen ist er die erste Anlaufstelle. Am 7. März führt Walser bei einem Mann in seiner Praxis einen Corona-Test durch. Der Mann ist Barkeeper in einem der angesagtesten Après-Ski-Lokale des Ortes. Dort versammeln sich jeden Abend die Touristen, trinken Bier und feiern ausgelassen. Der Test fällt positiv aus – der Barkeeper ist der erste bestätigte Corona-Fall in Ischgl, laut Recherchen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit aber nicht der erste Virusträger im Ort.

epa08293579 (FILE) - Skiing tourists in Ischgl, Austria, 30 November 2013 (reissued 14 March 2020). According to reports, the Austrian government has put popular touristic areas, Heiligenblut am Grossglockner, Paznautal, including Ischgl, and St. Anton under quarantine amid the ongoing Coronavirus crisis.  EPA/STR  AUSTRIA OUT

Das Bergdorf wie man es während der Hauptsaison kennt. Bild: EPA

«Dieser erste Patient ist zu uns gekommen mit einem schweren grippalen Infekt», erinnert sich Dorfarzt Walser. Er habe den Test «aufgrund der Symptomatik und der Anamnese vorgenommen». Später habe der Mann angegeben, «dass es Rückmeldungen über nach Hause gereiste Gäste gibt, die zu Hause positiv auf Covid-19 getestet wurden». Vor dem 7. März, erklärt Walser im medizinischen Fachjargon, habe es keinen einzigen mit dieser dem Virus typischen Lungenbeteiligung gegeben. «Weder bei uns, noch im Krankenhaus, noch in der Klinik Innsbruck», sagt er der Deutschen Presse-Agentur.

Doch schon am 5. März erreichte die österreichischen Behörden eine Meldung aus Island. 15 Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, ihre Rückreise liege bereits einige Tage zurück. Island erklärt Ischgl zum Risikogebiet, die Tiroler Behörden aber nehmen an, dass es im Flugzeug und nicht im Land zur Ansteckung kam. In den Skigebieten wird tagelang weiter gefeiert. Dann, am 13. März, wird über Ischgl und dem Paznauntal eine Quarantäne verhängt, allerdings mit der Möglichkeit für Touristen – und damit auch für das Virus – das Tal zu verlassen. Die Lifte stehen ab dem 16. März still.

«Auch wir haben das Virus geerbt, und auch uns hat dieses Virus getroffen wie aus heiterem Himmel.»

Dorfarzt Andreas Walser

Dem österreichischen Verbraucherschützer Peter Kolba liegen inzwischen mehr als 4000 Meldungen von Menschen vor, die angeben, sich im März in Tirol mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Mehr als 70 Prozent dieser Meldungen kämen aus Deutschland. Und die Mehrzahl der Menschen gebe an, in Ischgl gewesen zu sein. «Unser Hauptfokus liegt auf den Behörden, die – so unser Verdacht – langsam gehandelt haben. Wir unterstellen, dass das aus kommerziellen Überlegungen so war», sagt Kolba kürzlich dem «Standard».

ABD0136_20200313 - ISCHGL - ÖSTERREICH: ZU APA0767 VOM 12.3.2020 - Die Wintersaison endet heuer aufgrund des Coronavirus in Tirol frühzeitig. Nach dem Wochenende werden alle Skigebiete geschlossen. Im Bild: Eine geschlossene Apres-Ski-Bar aufgenommen am Freitag, 13. März 2020, in Ischgl in Tirol. - FOTO: APA/JAKOB GRUBER

Nur noch weg! Touristen verlassen Ischgl, nachdem das Dorf unter Quarantäne gesetzt wurde. Bild: APA/APA

«Ich glaube, dass es dringend notwendig ist, zum richtigen Zeitpunkt das Ganze unabhängig aufzuarbeiten», sagt Ingrid Felipe (Grüne). Sie ist stellvertretende Landeschefin in Tirol und stört sich am Pauschalurteil, dem das Land derzeit ausgesetzt sei. «Es kann sein, dass es Einzelne gibt, die diese Kritik verdient haben. Aber man erwischt auch viele, die das nicht verursacht haben können.»

Bei Dorfarzt Walser kommen die Anschuldigungen, dass Ischgl für die Ausbreitung des Coronavirus und damit das Leid vieler Menschen verantwortlich sei, ebenfalls immer wieder an. «Auch wir haben das Virus geerbt, und auch uns hat dieses Virus getroffen wie aus heiterem Himmel», meint er. «Das ist uns einfach passiert und wir haben dann versucht, mit allen Mitteln darauf zu reagieren unter den Vorgaben der Behörden.» In Ischgl sei es wie in anderen Touristenhochburgen: viele internationale Besucher, reger Verkehr auf sehr kleinen Raum. Im kleinen Tiroler Bezirk Landeck, zu dem auch das Paznauntal zählt, gibt es rund 800 Corona-Fälle – im Verhältnis zur Einwohnerzahl ein trauriger Spitzenwert in Österreich.

«Ich glaube schon länger, dass der Tiroler Tourismus sich viel stärker in Richtung eines klimafreundlichen, naturnahen, weniger auf Hüttengaudi und Après Ski und Pistenkilometer ausgelegten Tourismus entwickeln sollte.»

Landespolitiker Ingrid Felipe

«Die Neuinfektionen in Ischgl reduzieren sich zunehmend», erklärt Walser. «Man spürt in Tirol ein dezentes Aufatmen», sagt Landespolitikerin Felipe. Die Quarantäne für alle Tiroler Gemeinden wurde daher aufgehoben – mit Ausnahme von St. Anton, Sölden und dem Paznauntal, allesamt bekannte Wintersport-Gebiete.

Doch wie kann die Zukunft für das Land Tirol und den Tourismus aussehen? Landespolitikerin Felipe hofft auf einen Lerneffekt für den Tourismus. «Ich glaube schon länger, dass der Tiroler Tourismus sich viel stärker in Richtung eines klimafreundlichen, naturnahen, weniger auf Hüttengaudi und Après Ski und Pistenkilometer ausgelegten Tourismus entwickeln sollte.» Der Krise nun mit grossen Bauprojekten begegnen, um im nächsten Winter mit noch mehr Pistenkilometern werben zu können, hält sie nicht für zielführend. «Ich weiss nicht, ob man jetzt, nach so einem Ereignis, dafür Reserven locker machen kann.»

Darüber hinaus hofft sie auf eine etwas rücksichtsvollere Gesellschaft. Es sei jetzt sehr bewusst geworden, dass Menschen, die Husten haben oder verkühlt sind, sich auch wirklich zurückziehen sollten. «Das geht ja in die Selbstausbeutung, dass viele von uns nicht zu Hause bleiben, selbst wenn sie erkältet sind.» (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Glenn Quagmire 12.04.2020 19:07
    Highlight Highlight Geld vor Gesundheit, wie bei der SVP.
  • Rethinking 12.04.2020 18:43
    Highlight Highlight «Das geht ja in die Selbstausbeutung, dass viele von uns nicht zu Hause bleiben, selbst wenn sie erkältet sind.»

    Hat was...

    Letztlich rin Resultat schlechter Unternehmenskultur...
  • Satan Claws 12.04.2020 18:25
    Highlight Highlight Ich könnte jetzt etwas von Völlerei und Masslosigkeit faseln, sage aber lieber, dass ich Betrunkene nicht ausstehen kann.
  • Željko Čajić® 12.04.2020 18:20
    Highlight Highlight Bin auch froh, dass bei uns der Fasnachtsumzug Ende Februar abgesagt wurde...
  • Varanasi 12.04.2020 14:47
    Highlight Highlight In Tirol gibt es einige ziemlich einflussreiche Familien. Bekannt ist sie unter dem Namen „Tiroler Adlerrunde“. Auszug aus der NZZ:

    „ Damit war die Causa Ischgl gegessen, kein Journalist hakte nach. Etwa zur Rolle der mächtigen Tiroler Hotelierslobby «Adlerrunde», die Druck auf Politik und Behörden gemacht hatte, Skigebiete trotz Corona-Verseuchung offen zu halten. Die Hoteliers gehören zu den Grossspendern der konservativen ÖVP von Kurz.“

    So viel zu dem oft viel gelobten Sebastian Kurz.
    • redeye70 13.04.2020 08:06
      Highlight Highlight Kurz hat aber national durchgegriffen und für einen einheitlichen Ungang gesorgt. Für den Schlamassel darf man ruhig die Tiroler Landesregierung in die Verantwortung ziehen. Vermute mal die sind mehrheitlich ÖVP. Wir hatten anfangs ja auch diesen Schlingerkurs der Kantone, bis der Bundesrat das Heft in die Hand nahm.
    • Staedy 13.04.2020 09:08
      Highlight Highlight Varnani: Was denn mal zu belegen und nicht zu behaupten ist. Skigebiet Grosssponsor...von Partei....wenn möglich noch von Kurz selber....wenn sie das Politiksystem kennen würden wüssten sie, dass diese Entscheide wegen Skigebieten lokal oder im Land getroffen werden. Machen sie nicht Personenpolitik wegen Corona.
  • Don Alejandro 12.04.2020 14:09
    Highlight Highlight In Anbetracht zu den erwartenden Sammelklagen hat sich die bewusste finanzielle Verlängerung sicher nicht gelohnt. Moralisch ist es jetzt schon unter aller Sau. Die Verantwortlichen sollen mal zu der deutschen Wittwenfamilie reisen und dann gleich weiter zu Island. Denn die Infektionskette dort geht fast sicher auf Ischgl zurück.
    • P. Meier 12.04.2020 15:44
      Highlight Highlight Ich glaube, dass sich Deutschland mit seinen Karnevalsveransraltung nicht zu sehr auf Österreich einschiessen sollte.
    • Don Alejandro 12.04.2020 18:52
      Highlight Highlight Sendung Frontal 21, zumindest ein Todesfall klar auf Ischgl zurückzuführen.
    • Gustav.s 13.04.2020 08:01
      Highlight Highlight Frontal 21 hat sich spätestens seid ihrer Gamerhetze für alle Zeit aus jeglicher Seriosität ausgeschlossen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 12.04.2020 14:07
    Highlight Highlight Nächste Saison ist wieder alles vergessen und die Party steigt wieder wie gehabt!
    • batschki 12.04.2020 17:48
      Highlight Highlight ' wünschte mir, Sie hätten Unrecht
  • walsi 12.04.2020 13:55
    Highlight Highlight Ischgl die Schuld zu geben ist zu billig und so typisch. Der Grund weshalb sich der Virus so rasch ausbreiten konnte ist in unserem Lebensstil zu suchen und dem Irrglauben, dass wir heute so aufgeklärt sind, dass wir alles im Griff haben.
    • joevanbeeck 12.04.2020 14:30
      Highlight Highlight Es geht nicht darum das in Ischgl der Virus auftauchte sondern das die örtliche Dorf- und Seilbahnmafia diese Tatsache wissentlich verheimlichen wollten um weiter abzukassieren zu können.
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  • Markus97 12.04.2020 13:50
    Highlight Highlight Inwiefern übernehmen Wissenschaftler und Journalisten Verantwortung, wenn sich ihre Prognosen als völlig falsch herausstellen?

    Ich denke hier an die Ärztin welche am 21. März prognostizierte, das egal was man macht in 9 Tagen die Intensivstationen völlig überlastet sind.

    Ich denke hier an den Artikel von Herr Thirient mit dem Titel "Rechnen Sie nicht mit Nachsischt" welcher Druck auf die Regierung ausgeübt hat noch mehr zu machen (Zum Glück haben sie es nicht)

    Ist das einfach egal? Gibts da keine Entschuldigung von diesen Leuten, weil sie die Bevölkerung zu unrecht verängstigt haben?
    • Flavio O. 12.04.2020 14:58
      Highlight Highlight @Markus: Guter Beitrag. V.a. der Blick steht hier m.E. in der Verantwortung. Zur selben gezogen werden diese Panikmacher leider wohl nicht.
    • Sälüzäme 12.04.2020 15:46
      Highlight Highlight Ohne gesunden Menschenverstand alles an sich heran zu lassen, sich zu ängstigen und Anderen die Schuld zu geben ist eine persönliche Angelegenheit. Sich mit einem potenziellen tötlichen Virus zu infizieren nur auf Grund von wirtschaftlichen Interessen ist eine ganz andere Nummer. Da ruft aber niehmand nach entschuldigung. Im Grunde genommen gibt es dafür auch keine und Verantwortlich wird auch niemand gemacht. Geld kennt halt keine Moral und stinkt nicht. Das wussten schon die alten Römer.
    • Markus97 13.04.2020 12:34
      Highlight Highlight @Salüzäme "Wirtschaftliche Interessen" tönt natürlich sehr böse. Wenn ein Familienvater arbeitslos wird und darum sein Haus verliert, kein Geld mehr hat etwas mit den Kindern zu unternehmen etc, psychisch Krank wird et. dann hat er auch "Wirtschaftliche Interessen" wider Arbeit zu finden. Wenn das dann massenhaft durch eine Falschinterpretation eines Wissenschaftlers passiert, ist das genau so schlimm wie wenn durch eine Falschinterpretation massenhaft Leute sterben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • champedissle 12.04.2020 13:50
    Highlight Highlight Wann begreift auch Oesterreich, dass Skitourismus schon längst zur Saufparty und Hüttengaudi verkommen ist. Deftige Sprüch von Kanzler Kurz aber kein Wort der Entschuldigung für das fahrlässige Verhalten der Tiroler Regierung.
    • redeye70 13.04.2020 08:14
      Highlight Highlight Mit den kommenden klimatischen Veränderungen sollte eben gerade Österreich mal (K)kurz innehalten und darüber nachdenken ob Massentourismus und Skisport der Superlative noch sinnvoll ist. Der Umweltschutz hat gerade in Tirol einen schweren Stand und der Wasserverbrauch für die künstliche Beschneiung ist gigantisch! Bei uns sind die Gesetze (zu Recht) viel strenger und limitierender.
  • Flavio O. 12.04.2020 13:35
    Highlight Highlight Es hilft, sich immer wieder die objektiven Zahlen vor Augen zu führen. Ganz selten stirbt jemand, welcher nicht schon eine bedeutende Vorerkrankung hatte oder sehr alt ist am Coronavirus. Sie haben also eine viel, viel grössere Chance, eine solche Infektion zu überleben, als ein Risiko, daran zu sterben (Frank Rühli, Uni Zürich). - Alles gesagt damit.
    • Varanasi 12.04.2020 15:44
      Highlight Highlight Nein, nicht alles gesagt.
      ZDF Frontal hat recherchiert und mit Betroffenen gesprochen. Darunter auch einer Witwe, deren Mann dort Skifahren war. Würdest du ihr das auch so ins Gesicht sagen? Pech gehabt, wenn er dort Ski fährt?
      Hätten die Behörden früher gehandelt, würde er nämlich noch leben.

      https://www.zdf.de/politik/frontal-21/protokoll-des-versagens-in-ischgl-100.html
    • Jekyll & Hyde 12.04.2020 15:47
      Highlight Highlight Dann sagen wir: Ok, du hast die Chemo hinter dir, den Krebs besiegt und könntest noch 25-30 Jahre weiterleben, aber jetzt stirbst du halt weil Corona dein geschwächtes Immunsystem ausnützt....oder du bist 83 statt in 5 Jahren stirbst du halt jetzt.

      Sehr Zynisch !!
    • redeye70 13.04.2020 08:16
      Highlight Highlight Der Flavio ist sicher noch ein sehr junger Mensch der noch keine geliebten Menschen verloren hat. Auch glaubt der Flavio vermutlich niemals alt zu werden. Ich hoffe ich liege mit meiner Vermutung richtig, denn so wäre dieser unsägliche Zynismus noch entschuldbar!
  • Jojoeffekt 12.04.2020 13:26
    Highlight Highlight Unvergessen, wie Basti Kurz die Grenzen zur Schweiz schloss, weil sich "in der Schweiz das Virus unkontrolliert ausbreitet", während hinter seinem Rücken die grösste Virenschleuder Europas vertuscht würde 👌
    • Tagedieb 12.04.2020 20:57
      Highlight Highlight Und Ischgl liegt sozusagen an der Schweizergrenze. Samnaun (CH) - Ischgl (A) ist "ein" Skigebiet und man kann per Ski locker hin und her fahren (...)
  • Inspiration 12.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Für Corona irgendwelchen Menschen Schuld zu geben, damit fangen wie jetzt also nicht an!
    • Varanasi 12.04.2020 21:52
      Highlight Highlight Nicht für Corona, aber für den Umgang damit.
  • Stinkstiefel 12.04.2020 13:12
    Highlight Highlight Wäre erwähnenswert gewesen, dass Ingrid Felipe der grünen Partei angehört. Dann kann man ihre Forderung nach einem klimafreundlichen und naturnahen Tourismus etwas besser einordnen.

    Ich habe Mühe damit, wenn Politiker die Corona Krise für ihre politische Agenda missbrauchen. Das gilt auch für die Grünen.
    • NathanBiel 12.04.2020 13:25
      Highlight Highlight Wurde erwähnt. Bitte lesen.
  • Baba 12.04.2020 12:59
    Highlight Highlight "Das geht ja in die Selbstausbeutung, dass viele von uns nicht zu Hause bleiben, selbst wenn sie erkältet sind."

    Liebe Frau Felipe, da haben Sie völlig recht. ABER es wird vielerorts erwartet, dass die Mitarbeitenden stets "auf Platz" sind. Es gibt viele Menschen, die fürchten um ihren Arbeitsplatz, wenn sie "nur" wegen einer Erkältung zuhause bleiben.

    Vielleicht verändert sich diese Forderung nach permanenter Verfügbarkeit in einer post-Corona-Gesellschaft. Obwohl ich es sehr bezweifle...
    • NathanBiel 12.04.2020 13:27
      Highlight Highlight Naja. Wenn jeder zu Hause bleibt der ein bisschen hustet oder niest dann gute Nacht. Abgesehen davon sollten wir unser Immunsystem nicht komplett unterfordern in dem wir jedem aber auch wirklich jedem Virus ausweichen.
    • Masche 12.04.2020 17:30
      Highlight Highlight NathanBiel, jedem aber auch wirklich jedem Virus ausweichen ist gar nicht möglich. Wir atmen mit jedem Atemzug Millionen von Viren ein. Selbst FFP2 (oder N95) Masken haben eine Abscheiderate von nur etwa 95%. Trotzdem helfen sie, weil mit der reduzierten Anzahl Viren das Immunsystem umgehen kann. Man muss es aber nicht noch herausfordern, durch unüberlegtes Handeln. Deshalb ist zu Hause bleiben sinnvoll und sollte von jedem Chef auch verstanden werden.
  • 7immi 12.04.2020 12:55
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, Grossanlässe wie der Engadiner, Autosalon, Basler Fasnacht, uvm. wären durchgeführt worden... Es gäbe ganz viele Ischgls in der Schweiz. Der Bund wurde damals belächelt, dieser Entscheid war aber vermutlich der wichtigste von allen und hatte grosse positive Auwirkungen.
    • rudolf_k 12.04.2020 13:45
      Highlight Highlight So ein Blödsinn. Ischgl hat nix mit einem Event mit über 1000 Personen zu tun. Ist reiner Zufall und wäre in der Schweiz genau so möglich gewesen.
    • P. Meier 12.04.2020 15:41
      Highlight Highlight Belächelt trifft es wohl nicht so. Völliges Unverständnis war es von vielen.
  • Baer27 12.04.2020 12:45
    Highlight Highlight Ischgl hat sich über Jahrzehnte seinen Ruf als billige Party-Zentrale im Ski-Tourismus aufgebaut. Den Ort nun für die Corona-Krise in Europa verantwortlich zu machen ist aber falsch. Wo so viele Leute auf so engem Raum zusammenkommen ist die Gefahr des Ansteckens gross. Anderseits wäre es schön, wenn der Ski-Tourismus künftig in nachhaltigere Formen gelenkt werden könnte und die Partys nicht mehr im Vordergrund stehen würden.
    • Staedy 12.04.2020 13:25
      Highlight Highlight Billig aber nicht preiswert.
    • Padcat 12.04.2020 14:17
      Highlight Highlight Ich finde schon dass Ischgl einen Teil der Schuld trifft. Hätten Sie auch die Touristen unter Quarantäne gestellt wäre das Virus nicht in so viele Dörfer geschleppt worden.
    • redeye70 13.04.2020 08:23
      Highlight Highlight Die Betreiber haben ja sogar ihre Angestellten nach Hause geschickt, bevor die Quarantäne off. bekanntgegeben wurde. Auch hier eine Entscheidung rein des Geldes wegen. Die Touris sind ja regelrecht geflüchtet vom Dorf. Auch dies hätte verhindert werden sollen. Da wurde sehr verantwortungslos gehandelt.
  • Calvin Whatison 12.04.2020 12:29
    Highlight Highlight Wie geht es eigentlich der Schweizerin die als Sündenbock gilt?
    • MasterPain 12.04.2020 13:19
      Highlight Highlight Die gilt nich mehr als Sündenbock. Das wurde noch am selben Tag revidiert, weil die österreicher Behörden Februar mit März verwechselt haben.
    • _Qwertzuiop_ 12.04.2020 13:29
      Highlight Highlight Was für eine Schweizerin? Das ist mir jetzt neu...
    • Calvin Whatison 12.04.2020 14:33
      Highlight Highlight 😂😂😂 was denn? Da haben einige wohl keinen Schoggihasen bekommen!? 🐇
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    Weitere Antworten anzeigen
  • imposselbee 12.04.2020 12:29
    Highlight Highlight Ooohhh, habe ich gute Erinnerungen und Lücken an diese Keimzelle!!
    • imposselbee 12.04.2020 14:04
      Highlight Highlight Kuhstall, du alte Petrischale!
      🥳🦠🥰
      Benutzer Bild
  • Peter R. 12.04.2020 12:25
    Highlight Highlight Ischgl hatte schon immer den Ruf als Karnevalgebiet der Alpen - das ist dann halt die Kehrseite der Medaille. Ich würde niemals in einer solchen Region Ferien machen, wo der Après-Ski wichtiger ist als das Skifahren. Ischgl das "Arenal" der Alpen!
    • Snowy 12.04.2020 23:04
      Highlight Highlight Völlig deplatziert und unkausal dieser Kommentar.
    • redeye70 13.04.2020 08:02
      Highlight Highlight Als ich das erste Mal Ischgl besuchte (ca. 1996/97) war die Klientel noch ganz anders. Alles war gesitteter, Sturzbetrunkene sah man nicht. Wir hatten auch Party im Après-Ski aber am nächsten Morgen standen alle wieder am Skilift. Dann entdeckte RTL den Skiort und konstruierte ein verfälschendes Image eines Winter-Ballermann. Was zur Folge hatte, dass eben diese Klientel nach Ischgl kam. Auf den Pisten waren die dann im Fussballtrikot unterwegs, betranken sich nur noch für den Rest des Nachmittags. Inzwischen soll es sogar Dönerbuden und einen Burger King geben im Dorf 🙈
    • ursus3000 13.04.2020 08:32
      Highlight Highlight @ redeye70 Ich glaube nicht , dass ein Burgerking und Kebabläden das allgemeine Niveau senken ,nur das kulinarische . Aber die Apps-Ski Szene ist die Hölle . Ich weiss nicht wie man sich das antun kann
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