Merz' Union verliert in Umfragen weiter: Rückstand auf AfD erreicht Rekordwert
Für die Union des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz sind es keine einfachen Wochen. Nach den teils heftigen Niederlagen bei mehreren Landtagswahlen setzt sich der Abwärtstrend auch in bundesweiten Umfragen fort. Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA sieht CDU und CSU zusammen bei 19 Prozent. Mit einem leichten Verlust gegenüber der Vorwoche verzeichnet die Union damit ihren niedrigsten Wert seit der Bundestagswahl 2025.
Den ersten Platz belegt weiterhin die AfD. Sie kommt in der Umfrage unverändert auf 29,5 Prozent. Ihr Vorsprung auf die Union erreicht mit 10,5 Prozentpunkten einen neuen Höchstwert.
Zugewinne können in der Insa-Umfrage allein Grüne und SPD verzeichnen. Beide kommen nun auf 14,5 Prozent. Die Linke verliert leicht und erreicht 10 Prozent. Zusammen kämen SPD, Grüne und Linke damit auf 39 Prozent. Eine eigene Mehrheit würden die drei Parteien damit zwar verfehlen. Sie würden jedoch mehr Stimmen erhalten als die derzeit regierende Koalition aus Union und SPD (zusammen 33,5 Prozent).
FDP und BSW unter fünf Prozent
Zwei weitere Parteien würden den Einzug in den Bundestag derweil verpassen. Die FDP käme nach jetzigem Stand auf 4 Prozent, während das BSW bei 3,5 Prozent verbleiben würde.
Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa zwischen dem 25. und dem 28. September insgesamt 2001 Menschen im Rahmen eines Online-Panels. Die maximale Fehlertoleranz wird mit 2,5 Prozentpunkten angegeben.
Wahlumfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren es den Meinungsforschungsinstituten, die erhobenen Daten korrekt zu gewichten. Umfragen bilden dabei stets nur die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Vorhersagen für etwaige Wahlausgänge.

