International
Drogen

Kolumbiens Armee entdeckt Drogenlabor mit 1,8 Tonnen Kokain

epa13165572 Colombian President Abelardo de la Espriella (L) speaks during a press conference alongside First Lady Ana Lucia Pineda at the Palacio de San Carlos in Bogota, Colombia, 12 August 2026. De ...
Der Präsident Abelardo de la Espirella und seine Frau Ana Lucia Pineda. Bild: keystone

Kolumbiens Armee entdeckt Drogenlabor mit 1,8 Tonnen Kokain

In Kolumbien hat die Armee ein Drogenlabor zerstört und mehr als 1,8 Tonnen Kokain sichergestellt. Dies teilten der neue Präsident Abelardo de la Espriella und das Verteidigungsministerium des südamerikanischen Landes auf der Plattform X mit. Die Operation fand in der Kleinstadt Mercaderes im Südwesten des Landes statt.
16.08.2026, 09:5216.08.2026, 09:52

De la Espriella bezeichnete den Einsatz als «schweren Schlag gegen den Drogenhandel» und ordnete die Produktionsstätte der linksgerichteten Rebellengruppe ELN («Nationale Befreiungsarmee») zu – der grössten noch aktiven Guerillaorganisation im Land.

Kampf gegen Drogenhandel im Zentrum

«Wir schlagen weiter zu gegen die illegalen Ökonomien, die den Terrorismus und die Gewalt finanzieren. Der Drogenhandel ist der Feind Kolumbiens, und wir werden ihn unerbittlich bekämpfen», so De la Espriella, der sich selbst «El tigre» («Der Tiger») nennt. Der Rechtspolitiker hatte im Wahlkampf die Sicherheitsfrage und den Kampf gegen die Drogenbanden ins Zentrum seiner Kampagne gestellt. Er war dabei von US-Präsident Donald Trump unterstützt worden.

Zusammenarbeit mit den USA

Vor wenigen Tagen trat Kolumbien Trumps Anti-Drogen-Bündnis «The Shield of the Americas» bei. Dabei vereinbarten Kolumbien und USA laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auch gemeinsame militärische Operationen im Kampf gegen die Drogenkartelle. Kolumbien gilt als weltweit grösster Produzent von Kokain.

Die ELN hat eine direkte Verbindung zum Drogenhandel stets bestritten. Ihr Anführer Antonio Garcia hatte im Januar erklärt, seine Gruppe erhebe zwar Steuern von Kokainhändlern, betreibe aber keine Kokainlabors und Drogenhandelsrouten. Die ELN wurde Anfang der 1960er Jahre gegründet und verfügt über etwa 5'000 Kämpfer in Kolumbien und Venezuela. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Amerikanische Milliardäre und der Techno-Faschismus
1 / 13
Amerikanische Milliardäre und der Techno-Faschismus

Einige der reichsten und mächtigsten Männer aus dem Silicon Valley treiben demokratiefeindliche Machenschaften voran. Der US-Journalist Gil Durán (Bild) prangert in seinem Buch «The Nerd Reich» und einem gleichnamigen Podcast bekannte Akteure an ...

quelle: screenshot: youtube
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Erdbeben in Kolumbien
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Die missglückte Rettung von Buckelwal Timmy sorgt für Streit – Millionenklage eingereicht
Die Kosten für den Transport des im Frühjahr an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals Timmy sorgen für Streit. Der massgeblich beteiligte Unternehmer Fred Babbel hat eine Klage gegen Karin Walter-Mommert eingereicht, die als Geldgeberin der Aktion in Erscheinung trat.
Zur Story