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Waldbrände in Spanien: Ministerpräsident Sanchez fordert einen Klimapakt

epa13123488 Smoke billows from a wildfire that started in La Mierla, Guadalajara, Spain, 20 July 2026. The forest fire is still not under control. Thirty-two towns have been evacuated so far, impactin ...
Der Brandherd in der Provinz Guadalajara liegt vor den Toren der Hauptstadt Madrid. Bild: EPA EFE
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Brand vor Madrid ist zweitgrösster Waldbrand Spaniens – Premier Sánchez fordert Klimapakt

22.07.2026, 16:1122.07.2026, 16:11

Der verheerende Waldbrand in der Provinz Guadalajara hat nach Behördenangaben inzwischen rund 32'000 Hektar Land zerstört und zählt damit zu den grössten Bränden der jüngeren Geschichte Spaniens.

Bei einem Besuch des Brandgebiets rief Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einem parteiübergreifenden «Staatspakt gegen den Klimanotstand» auf. Zugleich äusserten sich die Einsatzkräfte vorsichtig optimistisch, den Brand nordöstlich von Madrid in den kommenden Tagen unter Kontrolle bringen zu können.

Sánchez und der Präsident der betroffenen Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, sprachen mit den Einsatzleitern über die Entwicklung des Feuers. García-Page sagte anschliessend vor Journalisten, es gebe Anlass zu «vorsichtigem Optimismus». Die Erfolge bei den Löscharbeiten liessen hoffen, dass die Brandlage bald stabilisiert werden könne. Allerdings könnten die für Donnerstag angekündigten stärkeren Winde die Lage erneut verschärfen.

Erste Einwohnerinnen und Einwohner dürfen in Gemeinden zurückkehren

Wegen der verbesserten Situation durften die Bewohnerinnen und Bewohner von fünf zuvor geräumten Ortschaften am Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren. Zudem schlossen die Behörden nicht aus, dass die Bewohnenden des Brandursprungsortes La Mierla rund 70 Kilometer nordöstlich von Madrid im Tagesverlauf in ihr Dorf zurückkehren dürfen.

Insgesamt waren seit Ausbruch des Brandes am letzten Donnerstag in der Sierra Norte 34 Ortschaften evakuiert und rund 1'200 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Brand mutmasslich durch landwirtschaftliche Arbeiten ausgelöst. Mittlerweile soll eine geschätzte Fläche von rund 32'000 Hektar Land betroffen sein.

Damit ist der Brand der zweitgrösste Waldbrand Spaniens seit Beginn der Erfassung durch die Zentralregierung in Madrid im Jahr 1968. Nur das Feuer von Larouco im Jahr 2025 fiel mit knapp 38'000 zerstörten Hektar in den Regionen Galicien und Kastilien sowie León im Nordwesten des Landes noch grösser aus.

In Guadalajara versuchten weiterhin rund 600 Einsatzkräfte, unter anderem der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Militärischen Nothilfe-Einheit UME, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Sie wurden dabei nach amtlichen Angaben von knapp 30 Löschflugzeugen und -Hubschraubern unterstützt.

Sánchez sagt finanzielle Hilfe zu

Sánchez sagte in Guadalajara, die wissenschaftlichen Erkenntnisse liessen keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel unter anderem auch Menschenleben koste. Die Bekämpfung der Klimakrise müsse deshalb über parteipolitische Auseinandersetzungen hinausgehen. Er sagte den betroffenen Gemeinden zudem weitere staatliche Unterstützung und finanzielle Hilfen für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu.

Die aussergewöhnlich schwere Waldbrandsaison beschäftigt Spanien weiter. Nach Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus sind seit Jahresbeginn landesweit bereits rund 123'000 Hektar verbrannt – knapp dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. (sda/dpa/jul)

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