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Autofahrer rast bei Paris in Pizzeria – ein Mädchen wird getötet



Ein Auto ist am Montagabend in der Nähe von Paris in eine Pizzeria gerast und hat dabei ein Mädchen getötet. Mehrere weitere Menschen wurden beim Vorfall im kleinen Ort Sept-Sorts – etwa 60 Kilometer östlich der französischen Hauptstadt – verletzt.

Ein Terrorakt wird nicht vermutet. Die Polizei nahm den Fahrer fest. Die Behörden gehen davon aus, dass er absichtlich handelte. Daran scheine es keinen grossen Zweifel zu geben, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender BFMTV.

Die ersten Erkenntnisse deuteten jedoch nicht auf einen terroristischen Hintergrund hin. Die französische Nachrichtenagentur AFP zitierte eine Quelle aus Justizkreisen, wonach die ersten Aussagen des jungen Mannes nicht auf ein terroristisches Motiv hindeuten. Er habe erklärt, dass er am Sonntag erfolglos versucht zu haben, seinem Leben ein Ende zu setzen und entschieden habe, es auf diese Art erneut zu versuchen.

Angespannte Lage

Laut dem Sprecher des Innenministeriums war das getötete Mädchen 13 Jahre alt. Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Brandet sprach von vier Schwerverletzten und acht leichter Verletzten. Der Mann sei 1985 geboren und Polizei und Geheimdiensten bislang nicht bekannt gewesen, so der Sprecher. Die Ermittler müssten nun sein Motiv klären.

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage: In Frankreich gilt nach zahlreichen Anschlägen der Ausnahmezustand. Vergangene Woche war in einem Pariser Vorort ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe Soldaten gerast. In diesem Fall ermitteln Anti-Terror-Ermittler – die genauen Hintergründe sind noch nicht geklärt. Der Fahrer war wenige Stunden nach der Tat auf einer Autobahn gestoppt und dabei verletzt worden.

(sda/kub)

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