International
Frankreich

Auch Paris-Terrorist Abdeslam soll bei blutiger Schiesserei vor Brüssel-Attentat dabeigewesen sein

Auch Paris-Terrorist Abdeslam soll bei blutiger Schiesserei vor Brüssel-Attentat dabeigewesen sein

21.04.2016, 19:1522.04.2016, 06:33

Der wegen seiner Mitwirkung an den Anschlägen von Paris verhaftete Salah Abdeslam war nach jüngsten Ermittlungen auch an der blutigen Schiesserei kurz vor den Attentaten in Brüssel beteiligt. Dem Franzosen werde deswegen nun zusätzlich Mordversuch an Polizisten vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Das Fahndungsbild der belgischen Polizei.
Das Fahndungsbild der belgischen Polizei.Bild: HANDOUT/REUTERS

Die Schiesserei hatte sich am 15. März in der Brüsseler Gemeinde Forest ereignet. Auf Ermittler, die eine Wohnung durchsuchen wollten, wurde damals das Feuer eröffnet. Mehrere Beamte erlitten Verletzungen.

Bei dem anschliessenden Zugriff töteten Scharfschützen einen Terroristen, zwei andere Männer konnten fliehen. Einer von ihnen soll Salah Abdeslam gewesen sein. Der Franzose wurde dann am 18. März bei einem Grosseinsatz der Polizei in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen.

Ob Abdeslam auch direkt an der Vorbereitung der Brüsseler Anschläge beteiligt war, ist bislang unklar. Bei ihnen hatten drei islamistische Selbstmordattentäter am 22. März 32 Menschen getötet. Die Terrorserie von Paris am 13. November vergangenen Jahres kostete 130 Menschen das Leben, zudem starben am Tag der Anschläge und bei einer späteren Polizeiaktion insgesamt neun Attentäter. (dwi/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Orbán in Ungarn in Bedrängnis: Konkurrent Magyar erhebt schwere Vorwürfe
Bei der ungarischen Parlamentswahl könnte Viktor Orbán abgewählt werden. Jetzt erhebt sein Konkurrent schwere Vorwürfe gegen den Ministerpräsidenten.
Péter Magyar, Vorsitzender der ungarischen Oppositionspartei Tisza, hat Viktor Orbán vorgeworfen, mit Hilfe der ungarischen Nachrichtendienste gegen seine Partei vorgegangen zu sein. Auf X schrieb Magyar am Dienstag, die durch einen investigativen Bericht der Nachrichtenseite «Direkt36» bekannt gewordenen Ergebnisse überschritten «jede Grenze». Er sprach von einem «versuchten Putsch gegen Ungarn» und kündigte an, eine mögliche künftige Regierung seiner Tisza-Partei werde politische Verantwortliche und Geheimdienstchefs juristisch zur Rechenschaft ziehen.
Zur Story