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Frankreich: Frauenskelett identifiziert nach Geständnis des Ehemanns

epa13101219 Police officers and vans on the Champs-Elysees Avenue in Paris, France, 09 July 2026. French authorities are deploying a massive security and police operation across Paris to prevent clash ...
Nach seiner Verurteilung gestand der Mann die Tat (Symbolbild).Bild: keystone

Frankreich: Frauenskelett identifiziert nach Geständnis von inhaftiertem Ehemann

20.07.2026, 11:3320.07.2026, 11:33

Der Fall einer vermissten Krankenschwester beschäftigte Frankreich wie kaum ein anderer: Nach dem Fund von Skelettteilen und einem Geständnis ihres bereits inhaftierten Mannes gibt es nun traurige Gewissheit.

Die nach Hinweisen des 39-Jährigen in der südfranzösischen Ortschaft Mailhoc von der Polizei ausgegrabenen Knochen seien die der Ende 2020 spurlos verschwundenen Frau, berichtete der Sender TF1 unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft.

In einem Prozess ohne Leiche, Zeugen oder Geständnis hatte ein Gericht den Mann im vergangenen Oktober für den Mord an seiner Frau zu 30 Jahren Haft verurteilt. Dieser hatte stets seine Unschuld beteuert und ging in Berufung. In einem aus der Haft an seine Anwälte gerichteten Brief räumte er nun vor wenigen Tagen überraschend ein, für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich zu sein.

Er wolle sein Gewissen erleichtern, meinten die Anwälte, von Taktieren vor dem im September startenden Berufungsprozess sprachen manche Kommentatoren. Im Polizeiverhör gestand der Mann, seine Frau im Streit getötet zu haben.

Mann gerät wegen Ungereimtheiten ins Visier

Die damals 33 Jahre alte Krankenschwester war in einer Dezembernacht 2020 spurlos verschwunden. Kurz nach 4.00 Uhr meldete der Mann seine Frau als vermisst. Die beiden, die zwei kleine Kinder haben, befanden sich zu dem Zeitpunkt in der Scheidungsphase. Schon bald betrieben die Ermittler grossen Aufwand, um die Frau zu finden – ohne Erfolg. Wegen Ungereimtheiten geriet dann ein halbes Jahr nach dem Verschwinden der Ehemann ins Visier der Fahnder.

Zwei Nachbarinnen gaben an, in der Nacht die Schreie einer Frau gehört zu haben. Zudem erzählten Bekannte von Drohungen, die der Noch-Ehemann gegen seine Frau ausgesprochen haben soll. Überdies sagten ein ehemaliger Mitgefangener und eine zwischenzeitliche Freundin des Mannes aus, er habe davon gesprochen, seine Frau getötet zu haben. (nil/sda/dpa)

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