Polizei entdeckt 59 Sprengsätze bei Protesten vor WM-Start in Mexiko
Wie «T-Online» berichtet, wurden die Sprengkörper in einem Bus gefunden, mit dem Demonstranten nach Mexiko-Stadt gereist waren. Das Innenministerium bestätigte den Fund am Wochenende.
Hinter den Protesten stehen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE. Sie fordern die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform und demonstrieren seit Tagen in der mexikanischen Hauptstadt.
Proteste sorgen für Spannungen
Die Demonstrierenden blockieren wichtige Verkehrsachsen und haben im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt ein Zeltlager errichtet. Bereits in der vergangenen Woche war es zu Zusammenstössen mit der Polizei gekommen.
Arturo Medina, Staatssekretär für Menschenrechte im Innenministerium, betonte, friedliche Demonstrationen seien ein legitimes Recht. Der Einsatz von Sprengkörpern dürfe jedoch nicht toleriert werden, da dadurch die Bevölkerung gefährdet werde.
WM beginnt am Donnerstag
Der Fund sorgt für zusätzliche Nervosität, da Mexiko-Stadt am Donnerstag Gastgeber des Eröffnungsspiels der Fussball-WM ist. Zum Auftakt des Turniers trifft Gastgeber Mexiko auf Südafrika. Zuvor ist ein grosses Eröffnungskonzert geplant.
Ob die Sicherheitsvorkehrungen rund um die WM aufgrund des Sprengstofffundes verschärft werden, ist bislang nicht bekannt. (mke)
