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Gesundheit

So viele Masern-Fälle in USA wie seit 35 Jahren nicht mehr

Masern
In den vergangenen anderthalb Jahren gab es in den USA mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen.Bild: shutterstock.com

So viele Masern-Fälle in USA wie seit 35 Jahren nicht mehr – Kritik an Kennedy

Die USA kämpfen gegen eine Masern-Epidemie. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Fälle auf ein Rekordhoch gestiegen. Dieses Niveau ist nun schon im Juli übertroffen worden.
26.07.2026, 05:0126.07.2026, 05:01

Die Zahl der Maserninfektionen in den USA ist auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Mehr als 2300 Fälle in 45 Bundesstaaten sind in diesem Jahr bereits dokumentiert, wie aus Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC und der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Das sind den Daten zufolge bereits mehr als im gesamten Jahr 2025. Damals waren es laut CDC 2289 Fälle gewesen – und schon das waren mehr als in den Jahrzehnten zuvor.

Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Danach hatte es nur sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche gegeben. In den vergangenen anderthalb Jahren gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen.

Im nordamerikanischen Nachbarland Kanada waren die Masern 1998 für ausgerottet erklärt worden. Weil das Land ebenfalls mit grossen Ausbrüchen kämpft, war ihm im Herbst von der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) der entsprechende Status entzogen worden. Den USA droht jetzt Ähnliches.

Besonders betroffen waren in den USA in diesem Jahr bislang unter anderem die Bundesstaaten South Carolina, Utah, Texas, Florida und Arizona. Mehr als die Hälfte der Infektionen betrafen Kinder und Jugendliche und mehr als 90 Prozent der Betroffenen waren nicht geimpft.

Kritik an Gesundheitsminister Kennedy

Im vergangenen Jahr waren zwei Kinder in Texas und ein Mann im Bundesstaat New Mexico nach Maserninfektionen gestorben. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein.

Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht wegen der steigenden Zahlen der Maserninfektionen in der Kritik. Er hatte immer wieder Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäussert. (sda/dpa)

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