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63 Kinder in indischer Klinik gestorben – jetzt muss der Chef-Kinderarzt gehen

An Indian woman looks through the window glass of the emergency ward for a glimpse of her one and half year old grandson who is under treatment at the Baba Raghav Das Hospital where 35 children died i ...
Gorakhpur: Eine indische Frau blickt besorgt in den Raum, wo ihr einjähriger Enkel behandelt wird.Bild: AP/AP

63 Kinder in indischer Klinik gestorben – jetzt muss der Chef-Kinderarzt gehen

14.08.2017, 10:3614.08.2017, 15:43

Innerhalb von fünf Tagen sind in einem indischen Spital 63 Kinder gestorben. Nun wurde der Chef-Kinderarzt des Universitätsklinikums in Neu Delhi entlassen.

Am Freitag war zunächst der Tod von 30 Kindern seit Donnerstagmorgen bekannt geworden – die meisten von ihnen waren Frühchen auf der Neugeborenenstation. Später stellte sich heraus, dass die Zahl der toten Kinder seit Montag vergangener Woche mit insgesamt 63 Todesfällen noch höher war. Die Ursache bleibt unklar.

Der entlassene Chefarzt sei zum Sündenbock gemacht worden, kritisierte eine Ärztevereinigung des renommierten AIIMS-Spitals am Montag. Mit der Entlassung des Pädiatrie-Chefs wolle die Regierung des Bundesstaates Uttar Pradesh ihre grobe Fahrlässigkeit und Inkompetenz vertuschen.

Rechnungen nicht bezahlt?

Die Behörden erklärten, die Versorgung mit Sauerstoffflaschen sei am Donnerstag unterbrochen worden, weil das Baba Raghav Das Medical College Rechnungen nicht bezahlt habe. Die Regierung des Bundesstaates stritt ab, dass dies die Todesfälle verursacht habe.

Der Gesundheitsminister von Uttar Pradesh, Sidharth Nath Singh, erklärte, dass im Spital in den vergangenen drei Jahren im August täglich im Schnitt 19 bis 22 Kinder gestorben seien. Die Universitätsklinik ist mit fast 1000 Betten das grösste Spital des Bezirks um die Stadt Gorakhpur, im Osten von Uttar Pradesh, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat Indiens. (cma/sda/dpa)

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Video: srf/SDA SRF
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