International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Social distancing outside the entrance to the city park

Auch ohne Verbote halten sich die Menschen in Schweden an die Abstandsregeln. Bild: AP TT NEWS AGENCY

Interview

«Die Regeln sind in Schweden etwa so, wie sie in der Schweiz ab dem 11. Mai sein werden»



Bei vielen Lockdown-Kritikern gilt Schweden als Paradebeispiel für den korrekten Umgang mit der Coronavirus-Krise. Der skandinavische Staat fährt im Gegensatz zur Schweiz und den meisten europäischen Ländern eine komplett andere Strategie und verzichtet auf rigorose Verbote und Einschränkungen. Mit diesem Sonderweg soll die Wirtschaft geschützt werden.

Doch wie lebt es sich in Schweden? Ist der Alltag dort also komplett anders als in der Schweiz? Wir haben mit jemandem gesprochen, der es wissen muss. Silas Bieri ist Tontechniker und Besitzer eines Multimedia-Studios in Malmö. Seit bald zehn Jahren lebt er mit seiner einheimischen Frau und den zwei Kindern in der südschwedischen Stadt. Im Interview mit watson schildert er, wie er den schwedischen Sonderweg in der Corona-Krise erlebt.

Bild

Bieri (links) im Skype-Gespräch mit watson. bild: screenshot skype

Anders als die meisten anderen europäischen Länder setzt Schweden in der Bekämpfung des Coronavirus auf sanfte Massnahmen. Statt einen Lockdown durchzuprügeln, appelliert die Regierung auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Was wurde zu Beginn vorgegeben und was nicht?
Silas Bieri: Ähnliches wie in der Schweiz: Social Distancing, Hände waschen, zuhause bleiben, den Kontakt mit Risikogruppen vermeiden. Es gab allerdings keine Verbote oder Gesetze, sondern nur Empfehlungen.

Und die Leute hielten sich daran?
Ja. Der grösste und wichtigste Unterschied zu anderen europäischen Ländern ist, dass der schwedische Staat ganz allgemein viel weniger repressiv ist. Wenn den Schweden jemand sagt, sie sollen zuhause bleiben, dann befolgen sie diese Anweisung. Das ist kulturell sehr stark in der Gesellschaft verankert. Als ich Mitte März aus der Schweiz nach Schweden zurückkehrte, war es am Flughafen Stockholm extrem ruhig. Alle hielten sich an die vorgegebenen Regeln. Die Regierung hat aber auch gesagt, dass die Massnahmen strenger werden, wenn es nicht funktioniert. Es können auch Gesetzesänderungen vorgenommen werden, um allenfalls reagieren zu können. Das wird beim Thema Schweden viel zu wenig beachtet.

Gibt es weitere Unterschiede zur Schweiz?
Bei uns ist alles sehr zentralistisch organisiert. In der Schweiz hatte ich das Gefühl, dass jeder Lokalpolitiker und jeder Kanton seinen eigenen Weg fahren kann. Hier wirkt alles viel klarer organisiert. Was mir in der Schweiz aber Eindruck gemacht hat, war, wie gut der Bundesrat kommunizierte. Zumindest zu Beginn, als das Virus in Schweden noch kein Thema war. Schweden und die Schweiz kann man ansonsten in vielerlei Hinsicht vergleichen, etwas ist jedoch komplett unterschiedlich.

Das wäre?
In Schweden leben im Schnitt 23 Personen auf einem Quadratkilometer in der Schweiz mehr als 200. Viele Leute leben weitab der urbanen Zentren und selbst die Städte sind hier grossflächig gebaut. Ausserdem hat Schweden praktisch keine Binnengrenzen und dementsprechend ist die Virus-Situation am Ende nicht vergleichbar.

Wie muss ich mir das tägliche Leben in Schweden vorstellen? Gibt es zum Beispiel viele Leute, die eine Schutzmaske tragen, oder ist das gar kein Thema?
Es gibt einige Leute, die Schutzmasken tragen. Zum Beispiel in Super- oder Baumärkten oder auch am Flughafen habe ich das gesehen. Aber es sind nicht sehr viele mit Maske unterwegs. Etwas finde ich in Schweden aber ziemlich bemerkenswert …

Was denn?
Zu Beginn stellten sich viele Schweden freiwillig unter Selbstquarantäne. Selbst wenn sie keine Symptome hatten. Vor Treffen riefen beispielsweise einige bei uns im Multimedia-Studio an und sagten: «Du, ich möchte lieber nicht kommen.» Obwohl wir den Zugang zum Studio bereits beschränkt hatten. Oder die Lehrerin meiner Kinder, die kurz vor dem Pensionierungsalter steht, ging auch nicht mehr zur Schule.

epa08383798 Senior high school students celebrate their graduation wearing the traditional white caps while drinking on the terrace of a restaurant in downtown Stockholm, Sweden, 24 April 2020 (issued 25 April 2020). While most countries in Europe have shuttered all restaurants, bars and nightclubs in a bid to slow down the spread of the ongoing COVID-19 pandemic, Sweden has taken a far less drastic approach; for example, allowing primary schools to remain open as well as bars and restaurants as long as they limit all service to table service only. The government's response to the coronavirus emergency â?? a mix of recommendations and enforceable rules â?? is still a matter of public debate in the Scandinavian nation and has even become the focus of some international media outlets.  EPA/ANDERS WIKLUND SWEDEN OUT

Anders als in der Schweiz sind in Schweden erst Versammlungen ab 50 Personen verboten. Bild: EPA

Und das gab keine Probleme?
Nein, da war schnell klar, dass man so etwas nicht verantworten kann. Die Regierung sagte aber auch, man solle bei den kleinsten Symptomen für 48 Stunden zuhause bleiben.

Die Schule lief aber immer ganz normal weiter?
Die Gymnasien und Universitäten sind bereits seit dem 18. März geschlossen, aber die Primarschule ging immer ganz normal weiter. Das war von politischer Seite von Anfang an klar. Das ist auch jetzt noch so, quasi wie ein Mantra: Die Schulen werden nicht geschlossen. Die Kleinen haben per Gesetz das Recht, in die Schule gehen zu dürfen. Das wird hier extrem hoch gewertet.

Wie sieht es bei den Restaurants aus? In Stockholm mussten zuletzt ja fünf Betriebe vorübergehend schliessen, weil sie sich nicht an die Hygiene-Regeln gehalten haben.
Diese Story hat mich unglaublich genervt – auch bei watson. Die Regeln sind hier in Schweden etwa so, wie sie in der Schweiz ab dem 11. Mai sein werden. Es gibt keinen Bar-Betrieb, man muss den Abstand einhalten und es dürfen nur vier Personen pro Tisch sitzen. Da gibt es jetzt neuerdings etwas mehr Kontrollen und diese fünf Betriebe wurden gerügt. Aber die mussten nur kurzfristig schliessen. Sobald sie versichern konnten, dass sie die Regeln einhalten können, durften sie wieder öffnen.

Sind die Restaurants voll? Muss man vor der Türe warten, bis man rein kann?
Nein. Hier in Malmö sind auch kaum Leute unterwegs. Es ist mega ruhig. Auch am Wochenende ist kaum etwas los. Es gibt keine Partys auf den Strassen, die Menschen bleiben wirklich vorwiegend zu Hause. Als ich das letzte Mal in der Innenstadt war, habe ich vereinzelt ein paar kleinere Gruppen draussen gesehen, die am Rauchen waren.

Wie belebt sind die Einkaufsstrassen?
Die sind ebenfalls mehr oder weniger leer. Viele Läden haben aber auch geschlossen. Zum Beispiel grosse Ketten, aber auch viele lokale Geschäfte. Die haben grösstenteils freiwillig geschlossen. Ich denke, weil sie nicht für Ansteckungen verantwortlich sein wollten. Die Eigenverantwortung funktioniert hier in Schweden wirklich sehr gut. Über etwas wurde zuletzt aber ziemlich intensiv öffentlich diskutiert.

epa08337192 General view of the beginning of the popular pedestrian Drottninggatan ('Queen's Street') in Stockholm, Sweden, 01 April 2020. The streets of the Swedish capital are less crowded than usual due to the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/FREDRIK SANDBERG / TT SWEDEN OUT

Auch in Stockholms Innenstadt hält sich der Aufmarsch in Grenzen. Bild: EPA

Worüber denn?
Gestern war Walpurgisnacht. In Schweden wird das traditionell als grosses Frühlingsfest gefeiert. Man geht nach draussen und trinkt etwas, am 1. Mai haben ausserdem alle frei. In Lund, das ist 15 Kilometer von Malmö entfernt, veranstalten die Studenten im Stadtpark immer ein riesengrosses Saufgelage. Um das zu verhindern, hatten die Behörden den Park nun komplett abgeriegelt und mit Hühnermist gedüngt (lacht). Es hat dort zudem eine Überwachung per Drohnen gegeben, denn Versammlungen über 50 Personen sind in Schweden weiterhin verboten.

In der Schweiz arbeiten viele Leute im Homeoffice. Wie ist das in Schweden?
Das ist hier auch so. Die Leute halten sich an die Anweisungen, möglichst zu Hause zu bleiben. Ich persönlich bin zwar viel im Studio, aber das ist nur drei Minuten von unserem Daheim entfernt. 90 Prozent meiner Meetings finden aber auf Skype statt.

Waren Fitness-Center die ganze Zeit offen oder gab es da Einschränkungen?
Ich gehe zwar nicht ins Fitness-Center, aber neben meiner Kletterhalle hat es eines und das ist offenbar offen. Gleich um die Ecke hat es auch ein 24/7-Fitness-Studio. Das hat ebenfalls geöffnet, es sind aber jeweils kaum Leute da.

epa08375305 People exercise on a lawn, keeping distance amid the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, outside the old parliament building in central Stockholm, Sweden, 21 April 2020.  EPA/Fredrik Sandberg SWEDEN OUT

Sport treiben die Schweden momentan oft an der frischen Luft. Bild: EPA

Wie sieht es mit den Trainings im Amateur-Sportbereich aus? Dürfen Fussball-Mannschaften zusammen trainieren?
Wenn die Abstands- und Versammlungsregeln eingehalten werden, ist das kein Problem. Die Regierung hat gesagt, Sport zu treiben, sei gesund.

Wie sieht es im öffentlichen Verkehr aus? Sind Züge und Busse immer noch gleich voll wie vor der Pandemie?
Ich bin nicht viel mit dem ÖV unterwegs. Aber wenn der Bus, der ansonsten voller Pendler ist, an mir vorbeifährt, ist er momentan meist ziemlich spärlich besetzt. Bei den Fernverkehr-Zügen hat man viele Verbindungen eingestellt.

Wie sehen die Schweden das Vorgehen in anderen Ländern wie beispielsweise der Schweiz oder im Nachbarland Dänemark? Findet ihr uns Panikmacher oder Angsthasen?
Nein, überhaupt nicht. Die Leute sind einfach dankbar, dass hier alles einigermassen gut funktioniert. Es ist aber keiner stolz auf den schwedischen Weg oder so. Ich denke, niemand hat das Gefühl, dass hier alles besser ist.

Gibt es keine Kritik an der Regierung?
Doch, doch. Aber die gibt es ja überall. Man muss die Leute auch ihre eigenen Meinungen bilden lassen. Ich persönlich finde es allerdings immer schwierig, wenn Leute glauben, sie wüssten mehr als die Experten der Regierung. Das möchte ich mir nicht anmassen.

Was für einen Eindruck macht die Regierung auf dich?
In Schweden haben wir ja eine Minderheitsregierung. Im normalen politischen Alltag wird diese immer von links und rechts scharf kritisiert. Seit Beginn der Krise habe ich aber das Gefühl, dass eine sehr konstruktive Arbeitssituation entstanden ist und gut zusammengearbeitet wird.

Wie stehen die Schweden zu Chef-Epidemiologe Anders Tegnell? Kritisch oder eher positiv?
Ich denke, eher positiv. Da gab es ja diese Geschichte, dass sich jemand seinen Kopf tätowiert hat. Es wurden auch T-Shirts gedruckt. Aber natürlich gibt es Kritik an seiner Arbeit. Tegnell ist eigentlich wie euer Daniel Koch. Die beiden sind sich unglaublich ähnlich, Tegnell ist einfach Schwede und Koch ist Schweizer.

epa08389004 State epidemiologist Anders Tegnell of the Public Health Agency of Sweden talks during a daily news conference on the coronavirus and COVID-19 pandemic, in Stockholm, Sweden, 28 April 2020.  EPA/Jessica Gow SWEDEN OUT

Anders Tegnell ist der schwedische Daniel Koch. Bild: EPA

Kennst du jemanden, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde?
Nein, aber mein 74-jähriger Schwiegervater, der gleich bei uns in der Nähe wohnt, war im Februar schwer erkrankt. Fieber, Husten. Wir wissen aber nicht, ob es das Virus war. Er konnte sich damals nicht testen lassen. Drei Wochen ging es ihm wirklich nicht gut. Wir haben dann den Kontakt minimiert und wir sahen uns ein paar Wochen nicht. Mittlerweile geht es ihm zum Glück wieder gut.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

Coronavirus: Die Welt staunt über Neuseeland

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

114
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
114Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mr. jones 02.05.2020 10:20
    Highlight Highlight Schweden als Vorbild? Schweden hat etwa 25 % mehr Covic-19-Tote pro 100‘000 Einwohner auf als die Schweiz. Und das bei einer neun mal kleineren Bevölkerungsdichte.

    Ich bin froh, nicht Teil dieses Experiments zu sein.
    • Schlange12 02.05.2020 18:05
      Highlight Highlight Sie zählen aber auch ander.
  • Victor Paulsen 02.05.2020 09:58
    Highlight Highlight Ja, schweden hat weitläufig gebaute Städte, aber die sind den Schweizer Städten deutlich überlegen.
    Die drittgrösste Stadt Malmö hat 300000 einwohner, die 3. Grösste schweizer stadt basel nur 170000. Beinnahe doppelt so gross
    Die 2. Grösste schwedische stadt göteborg hat 570000 Einwohner, fast 3 mal mehr als Genf mit 200000
    Zuletzt Stockholm mit einer knappen Million stadbevölkerung etwa 150% grösser als Zürich mit 400000.
    Dass man solche Metropolen ohne Verbote zum stillstand gebracht hat, das ist eine ordentliche Leistung
  • Der Rückbauer 02.05.2020 07:45
    Highlight Highlight Sieh die Todeszahlen pro Einwohner an. Und Schweden ist ja nicht gerade der Schmiernippel der Welt. Ziemlich lange dunkel, dort oben. Ich fahre jeweils zum Fischen hin, aber nur im Sommer und mit gutem Wein versehen....
    Da sind die Norweger dann anders, die haben den Golfstrom, der auch im Winter fliesst.
  • Fischra 02.05.2020 07:38
    Highlight Highlight Schweden hat auch, bis auf die grossen Städte, eine komplett andere Bevölkerungsdichte. Da kann so ein Experiment weniger Schaden anrichten. Darum soll dieses Verhalten nicht als Vorbild gelten. Schweiz 204 Einwohner pro km2, Schweden 10 pro km2. Da ist wohl ein Vergleich komplett falsch.
    • Schlange12 02.05.2020 18:15
      Highlight Highlight In einige Bereichen von Schweden ist die Bevölkerungsdichte sogar höher als in der Schweiz, in einigen aber tiefer. Nur kann man eben nicht Äpfel mit Birnen oder Basel Stadt mit Graubünden vergleichen.
      Dazu sind die Großstädte in Schweden etwa zwei Woche vor dem ländlichen Gebieten.
  • Mbokani 02.05.2020 03:34
    Highlight Highlight Ein Land mit der Bevölkerungsdichte von 23 Einwohnern pro km² soll also als Beispiel für ein Land mit der Dichte von 207 Einwohnern pro km² herhalten? Selbst wenn man den dünnbesiedelten nordschwedischen Teil weg nimmt und nur Südschweden betrachtet, kommt man nicht ansatzweise auf die selbe Dichte wie die Schweiz. Bei uns würde/wird es schlimmer sein.
    • Kruk 02.05.2020 09:22
      Highlight Highlight Was mich dazu noch interessieren würde, ist wie verhält es sich mit dem Pendlerverkehr zwischen den verschiedenen Städten? Gibt es das dort?
      Hier in der Schweiz ist der ja sehr gross, Bern-Zürich z. B. da sind die Züge die reinste Massenhaltung und dies obwohl recht viele Fahren.

    • Victor Paulsen 02.05.2020 10:04
      Highlight Highlight Nein. Aber in einer Stadt mit einer knappen Million einwohner namens Stockholm und einer bevölkerungdichte von 5000 personen pro km^2 hat das mehrheitlich auch funktioniert. Als Vergleich, zürich ist mit 415000 einwohner deutlich kleiner und hat mit 4500 personen pro km^2 eine geringere Bevölkerungsdichte. Den Aspekt kann man durchaus auch mal betrachten
    • Mbokani 02.05.2020 14:14
      Highlight Highlight @Kruk
      Dies ist auch noch ein Faktor. Das Schweizer Mittelland ist grundsätzlich mit über 5 Mio. Einwohnern eine riesige Agglo und dies vom Bodensee bis zum Genfersee. Die Schweizer sind die ÖV-Könige und gerade die Verbindungen im Mittelland und, wie speziell von dir erwähnt, Bern-Zürich gleichen auch ausserhalb der Stosszeiten einem Schlachtviehtransporter auf dem Weg in die Metzg.
  • Gubbe 02.05.2020 00:40
    Highlight Highlight Es ist schon so, wie Herr Bieri geantwortet hat. Er lebt in Skåne, Malmö. Die Differenz der Sprache von Stockholm zu Malmö ist wie hier, von Zurich ins Wallis. So gibt es in Stockholm schon Restaurants, wo man draussen warten muss. Da grüsst die Monarchie. Der König heisst Bernadotte. Dieser entstammt Frankreich. Es gibt auch Namen wie Undén, mit einem langen e. Dieses Ecu gibt es sonst in der schwedischen nicht. Man gibt sich gehobener. Aber, überall ist man vorsichtig. Mein Schwager geht nur raus, um Fleisch zu schiessen.
  • Trasher2 02.05.2020 00:05
    Highlight Highlight Meine Schwiegereltern in Schweden sch**** es ziemlich an. Ü 70igern wir empfohlen bis ende Sommer nicht aus dem Haus zu gehen.
  • rudolf_k 02.05.2020 00:03
    Highlight Highlight Diese Schweden-Artikel sind langsam komplett abgelutscht. Wieso kommt es den Journalisten nicht in den Sinn, Recherchen über ärmere Länder wo sich das Social Distancing kaum durchsetzen lässt zu betreiben?
    • Gubbe 02.05.2020 09:23
      Highlight Highlight Indien ist weiter weg.
  • Noblesse 01.05.2020 23:45
    Highlight Highlight Italien brannte. Das Tessin alsbald auch. Daher kann ich mit Schwedenvergleich nichts anfangen. Dieser Vergleich ist nicht fair! Wir sind wie Österreich. Die waren aber halt schlauer!
  • Schlingel 01.05.2020 23:07
    Highlight Highlight Warum wird Schweden immer so in den Himmel gelobt? Hatten sie doch schon bei ähnlich vielen Fällen wie Österreich trotz einer niedrigeren Bevölkerungsdichte fast 5x so viele Tote. Woran liegt das? Zudem ist die Infektionsrate im Vergleich mit anderen europäischen Ländern kaum rückläufig. Und trotzdem sprechen die Schweden als erste von Lockerungen der kaum vorhandenen Massnahmen? Wie kann das sein? Und wie stark wird in Schweden getestet?
  • andy y 01.05.2020 22:05
    Highlight Highlight Eine kritische Analyse staatlichen Handelns ist jedoch gerade in der Krise eine Notwendigkeit, ja die moralische Pflicht eines jeden mündigen Bürgers. Davon jedoch scheinen sich Teile der Bevölkerung bereits gelöst zu haben. 

    ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
    • Ritiker K. 02.05.2020 10:18
      Highlight Highlight Leider bedeutet "kritische Analyse" für viele Leute "grundsätzliche Opposition" oder "ich glaube nichts was der Staat sagt" scheint en Vogue zu sein.

      Ist es denn so schwierig nachvollziehbar, dass in der gegebenen Situation eine kritische Analyse des staatlichen Handelns zum Schluss führt, dass der Bundesrat genau richtig reagiert?

      Bei mir war das bis am 29.4 so - jetzt gehen mir die Lockerungen zu schnell.
  • poltergeist 01.05.2020 21:50
    Highlight Highlight Vielleicht wollte der schwedische Staat einfach nur Geld sparen, schon mal darüber nachgedacht?
    • Neruda 02.05.2020 12:30
      Highlight Highlight Die Massnahmen werden von der Volksgesundheitsbehörde verordnet, die da ziemlich grosse Souveränität besitzt. Die Regierung hat per Gesetz gar nicht solche Möglichkeiten wie der Bundesrat.
  • andy y 01.05.2020 20:57
    Highlight Highlight Inzwischen nennt die WHO Schweden im Umgang mit dem Virus vorbildlich.

    • nadasagenwirjetzteinfachmal 01.05.2020 22:54
      Highlight Highlight Also genau genommen lobt die WHO das schwedische Volk dafür, dass es die Vorschläge der Regierung bestmöglich umgesetzt hat.
      Nicht mehr und nicht weniger .
    • andy y 02.05.2020 09:03
      Highlight Highlight Es ist bekannt daß das Eigenverantwortungsgefphl in Schweden höher ist als anderswo. Darauf weist sogar HR. Drosten hin. Während wir unseres nicht mehr wahrnehmen und schnell dem Staat abgeben wenn's schwierig wird. Gib die richtigen Worte auf Google ein und auch selber danach. Wenn ihr eure Panikmache den Statistiken sehen wollt findet ihr diese auch immer
    • Kruk 02.05.2020 09:31
      Highlight Highlight Herr Ryan von der WHO hat Schweden als Zukunftsweg gelobt, also wie ich das verstehe, dass wenn in vielen Ländern Lockerungen kommen, diese sich dann für die nächste Zeit (ev. bis zu einem Impfstoff) auf dem Niveau Schwedens bewegen.
      Dies ändert nichts daran, dass in vielen Länder die Ausbreitung mit anderen Mitteln gebremst werden mussten und dies hätte Schweden auch nicht geschadet.
  • Timidy 01.05.2020 19:33
    Highlight Highlight Der einzige Staat, mit Linie. Schweden hat so Recht.
  • Isa Boletini 01.05.2020 19:30
    Highlight Highlight Was ich überhaupt nicht verstehe ist: Weshalb werden bei den Neuinfizierten nicht gleich noch die Berufe genannt? Wo infizieren sich diese Menschen? Dann soll man speziell dort besser ausrüsten und aufpassen!
    • andy y 01.05.2020 21:13
      Highlight Highlight Es wäre schon ein Fortschritt wenn bei den Verstorbenen die erste Vorerkrankung als Todesursache gelten würde und nicht das letzte. So wie es bei Grippetote auch gehandhabt wirs
    • Lioness 01.05.2020 23:37
      Highlight Highlight Meine Grossmutter, die gelähmt aufgrund eines Hirnschlags im Rollstuhl mit Altersiabetes im Altersheim lebte, starb an einer Lungenentzündung. Sie war keine Hirnschlagtote und auch keine Diabetestote. Ohne die Lungenentzündung wäre sie nicht gestorben. Nur weil es andy y immer wiederholt, wirds nicht wahr.
    • andy y 02.05.2020 08:25
      Highlight Highlight Einzelfall bei grippeopfer
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flavio O. 01.05.2020 19:27
    Highlight Highlight Endlich. Die Schweden werden die "Sieger" sein. - Wetten?
    • Nevermind 02.05.2020 01:23
      Highlight Highlight Nö. Wenn es gut geht, dann verlieren sie etwas weniger Geld und nicht übermäßig Menschen.

      Vergleicht man mit den direkten Nachbarn, dann zahlen sie den Erfolg anscheinend mit mehr Toten.

      Um was Wetten wir? Deine oder meine Grossmutter?

      🤷‍♂️
    • Koshka60 02.05.2020 05:39
      Highlight Highlight Selbst wenn man sie mit der Schweiz vergleicht, zahlen sie mit mehr Toten pro Einwohner.
  • Moudi 01.05.2020 19:20
    Highlight Highlight Wichtige Frage wäre noch gewesen: was ist der Unterschied im Gesundheitswesen?
    Nur mal um darüber nachzudenken
  • Varanasi 01.05.2020 18:33
    Highlight Highlight Interessant ist das hier:

    "Eine aktuelle Umfrage der Stockholmer Handelshochschule zeigt jedenfalls, dass drei von vier Schweden sich inzwischen strengere Maßnahmen wünschen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Und zwei von fünf Befragten sprachen sich für vorübergehende Ausgangssperren in Städten aus."

    Es ist nicht immer alles Gold was glänzt.
    • FrancoL 01.05.2020 18:57
      Highlight Highlight Schön dass man erkennt, dass dies so ist. Ein Teil meiner Familie ist aus Schweden und sie denken ähnlich wie in Deinem Post beschrieben.
    • andy y 01.05.2020 21:08
      Highlight Highlight Es gibt genau zwei Möglichkeiten zukünftig damit umzugehen, denn solche Pandemien werden nicht weniger werden. Entweder wir übernehmen endlich Mal wieder unsere Selbstverantwortung und diese gegenüber anderen, oder wir entmündigen uns weiterhin selber, schreien nach jemandem der unsere Verantwortung übernimmt wenn's schwierig wird, was dann aber auch ein bedingungsloses Glauben des Vorgesetzten bedingt. Genau da sind inzwischen zuviele bereits angekommen
    • P. Meier 01.05.2020 21:08
      Highlight Highlight Auch in der Schweiz wünschten sich einige Verhältnisse wie in AUT, ITA und FRA was die Bewegungseinschränkung betrifft. Danach wünschten sich die Leute nach den verfügten Bewegungseinschränkungen eine möglichst schnelle Lockerung der "Ausgangssperre". Jetzt begrüssen viele in der CH ein Maskenobligatorium. Wenn dies kommt werden sich wieder viele über staatliche Zwänge aufregen. Momentan kann man wohl alle 2 Wochen eine andere Umfrage mit unterschiedlichen Resultaten veranstalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alberto Bisaccia 01.05.2020 17:38
    Highlight Highlight Wenn den Schweden jemand sagt, sie sollen zuhause bleiben, dann befolgen sie diese Anweisung. Das ist kulturell sehr stark in der Gesellschaft verankert

    Das geht tatsächlich nur isch Schweden. Hier unmöglich...
    • Ritiker K. 02.05.2020 10:28
      Highlight Highlight Hier unmöglich...

      Weil in der Schweiz vom BR auch nur gesagt wurde, dass die Menschen zuhause bleiben sollten und sich niemand daran hielt?

  • Garp 01.05.2020 17:14
    Highlight Highlight Die Todesfälle verglichen mit den getesteten Fällen sind doch sehr hoch.

    Die Digitalisierung in Schweden ist sehr fortgeschritten, das ist hilfreich, in dieser Situation.

    Dafür, dass Schweden nicht so dicht besiedelt ist, sieht es nicht so rosig aus.

    Man kann die Länder auch nicht wirklich vergleichen. Jedes Land hat seine Eigenheiten, misst anders, zählt die Toten anders, usw. .

    Was helfen kann ist personal tracing und ein Stück diese Tracing App, um mehr über die Ansteckungswege zu lernen und die Massnahmen zu verbessern. Wir wissen noch nicht alles.
    • Schlange12 01.05.2020 19:09
      Highlight Highlight @Grap

      Wie Sie geschrieben haben kommt es auf die Zählart an. Es gib diesbezüglich eine Artikel in der New York Times. In diesem Artikel wird die Sterberate für Schweden mit 24% und für die Schweiz 34% höher als üblich angegeben. Nach diesem Artikel würden es die Schweden besser machen. Im Artikel wird aber auch nicht auf die topografischen Eigenheiten des Landes eingeht.

      https://www.nytimes.com/interactive/2020/04/21/world/coronavirus-missing-deaths.html
      Benutzer Bild
    • lilie 01.05.2020 19:12
      Highlight Highlight @Garp: In Schweden werden nur Leute getestet, die auf Grund schwerer Symptome ins Spital müssen. Davon versterben natürlich mehr, als wenn man, wie bei uns, auch noch die Risikopatienten testet.

      Das heisst aber auch, dass die Anzahl positiv Getesteter nicht mit unseren Zahlen verglich werden kann.

      Was mir aber unabhängig davon in sämtlichen Schweden-Artikeln fehlt: Wie sieht eigentlich die Situation in den Spitälern aus? Können alle fachgerecht behandelt werden? Gibt es Leute, die versterben, weil sie nicht rechtzeitig Hilfe bekommen?

      Denn das wäre doch der Knackpunkt der Geschichte.
    • Garp 01.05.2020 22:24
      Highlight Highlight Richtig lilie, wobei bei uns lange nicht alle Risikopatienten mit leichten Symptomen getestet wurden. In Schweden testet man dafür keine Menschen in Alters und Pflegeheimen. Die erscheinen dann auch nicht unter den Toten. Man müsste die Zahlen der Übersterblichkeit vergleichen. Die ist bekanntlich unter Älteren ab 65 hoch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 01.05.2020 17:02
    Highlight Highlight Man stelle sich vor Norditalien und das Tessin hätte den schwedischen Weg gewählt . . . . .
    Man kann dies wirklich nicht vergleichen, weder von der Geographie, noch von der Mentalität her.
    • PaLve! 01.05.2020 19:15
      Highlight Highlight Das macht überhaupt keinen Sinn.
      Die Hotspots gibt es, weil es die Regierungen verkackt haben entsprechende Massnahmen zu treffen, nicht weil es die dort von Natur aus gibt. Hätte Schweden gleich wie Italien oder Spanien reagiert, gäbe es logischerweise auch dort ,,Hotspots".
    • Selbstverantwortin 01.05.2020 20:41
      Highlight Highlight Wenn man eine Realität nicht akzeptieren will, ist es immer gut zu sagen, aber dort sei alles anders.
    • Michael Heldner 01.05.2020 20:58
      Highlight Highlight Nun dennoch wurde anhand des italienischen Zustands ein GAU mit Zehntausenden Toden für die Schweiz prophezeit. Als könnte man Norditalien mit dem Schweizer Gesundheitsystem gleichsetzen
      Nach der Logik alles nach einem GAU abzuwägen dürften wir weder Auto fahren noch Alkohol trinken
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 01.05.2020 16:55
    Highlight Highlight Wie jetzt? Schweden geht gar nicht einen radikal anderen Weg als die Schweiz (die ihrerseits weniger streng war als Frankreich oder Spanien)? Höhere Schulen sind schon seit 18. März geschlossen? Viele Läden haben freiwillig geschlossen (wohl weil die Frequentierung nicht mehr für einen rentablen Betrieb ausreichte)? Das Virus war in Schweden noch kein Thema, als Bundesrat und BAG längst regelmässig PKs abhielten? Und das Land ist weniger dicht bevölkert und die Städte sind weniger dicht bebaut?

    Der «Sonderfall Schweden» wankt. Ich warte auf eine Gegendarstellung bzw Korrektur von hanuta.
    • Swen Goldpreis 01.05.2020 17:43
      Highlight Highlight Dass es den "Sonderfall Schweden" nicht gibt, sollte jedem denkenden Menschen von Anfang an klar gewesen sein.

      Es gibt einfach eine Linie, die von Selbstverantwortung zu Bevormundung führt. Schweden positioniert sich näher an der Selbstverantwortung, Österreich eben eher bei der Bevormundung.

      Langfristig wird das Resultat aber etwa das Gleiche sein - vor allem, wenn man auch die Folgetoten mitberechnet, die an Armut und Vereinsamung sterben.

      Es geht letzlich um das Selbstverständnis, welche "Staatsform" man will. Für mich ist es das, was das "Schwedische Modell" attraktiv macht.
    • Garp 01.05.2020 18:26
      Highlight Highlight Jedes Land ist auf seine Art ein Sonderfall, Swen. Jedes Land muss auf seine Art reagieren.
      Je höher die Bildung, Kommunikation, Pressefreiheit usw. , desto eher kann man den Bürgern die Verantwortung übertragen. Dann kommen noch viele andere Faktoren dazu.

      Ich finde das schwedische Modell nicht so attraktiv, es hat die Pflege- und Altenheime vergessen, da sieht es grad nicht gut aus.
    • cdrom 01.05.2020 18:47
      Highlight Highlight @Swen Goldpreis
      den Zustand der Gesundheitssystem darf man nicht vergessen. Deshalb haben wir ja einen Lockdown light. Im Zuge des Neoliberalismus wurde doch einiges zuviel privatisiert.

      In Schweden haben sie es angeblich in den Alter- und Pflegeheimen zu locker gesehen. Wer auch immer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 01.05.2020 16:53
    Highlight Highlight Und wieder ein Artikel, der kaum die geographische Lage der Schweden erwähnt, der nicht erwähnt wie weit weg die Hotspots liegen, der kaum erwähnt dass die Länder um Schweden einen Lockdown haben und somit Schweden von dieser speziellen Lage profitiert.
    Zudem leidet Schwedens Wirtschaft gleichwohl massiv.
    Zu guter Letzt; Abgerechnet wird am Schluss.
    • Dynamischer-Muzzi 01.05.2020 17:06
      Highlight Highlight Danke! Einer der Wenigen, welcher die Fakten richtig einzuordnen weiß. Aber eben, Leute die so denken wie Du und ich, rennen eh nur blind dem System hinterher. Zunkndestens behaupten das all die Verschwörungstheoretiker 🤭
    • Sebi Schacher 01.05.2020 18:22
      Highlight Highlight Doch, wird sehr wohl erwähnt.
    • P. Meier 01.05.2020 18:36
      Highlight Highlight Wo ist das Problem? Das ist ein Interview mit einer Person, die in Malmö lebt und zu Beginn wird die Situation mit den Grenzen und der Bevölkerungsdichte erwähnt. Das Interview zeigt mir eigentlich schön, dass unsere "Schwedenfans" (Schweden macht alles besser usw.) eine recht spezielle Sicht mit Rosa-Brille auf das Land haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 01.05.2020 16:53
    Highlight Highlight 23 Leute pro Quadratmeter anstatt über 200 leben in Schweden. Soviel Raum wünschte ich mir auch. Meistens ist weniger im Endeffekt mehr. Vielleicht, hoffentlich, merken das jetzt so einige.
    • Burkis 01.05.2020 17:13
      Highlight Highlight Und was willst du dagegen tun? Geburtenstopp und Alters- und Pflegeheime für Covid-Erkrankte öffnen.

      Ich nehme an du bist auch bereit 50% deines Lohnes an den Staat abzugeben oder?
    • Garp 01.05.2020 17:30
      Highlight Highlight Du darfst jederzeit nach Corona auswandern, wenn es Dir in der CH zu eng ist.
    • Swen Goldpreis 01.05.2020 17:45
      Highlight Highlight Im Ballungsraum, wo der grosse Teil der Schweden lebt und wo das Virus hauptsächlich unterwegs ist, ist die Bevölkerungsdichte ähnlich wie in der Schweiz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 01.05.2020 16:41
    Highlight Highlight Danke, dass hier mit einigen „Schweden-Märchen“ aufgeräumt wird. Fakt bleibt, dass - trotz relativ geringen Einschränkungen - dort nur ganz zu Beginn ein exponentielles Wachstum festgestellt werden konnte. Nachdem die Epidemie voll ausgebrochen war, verlief die Infektionskurve weitgehend linear, bzw. begann, zu stagnieren. Das hat mittlerweile wohl auch der BR erkannt. „2. Welle“-Hysteriker können sich also getrost wieder beruhigen...
    • FrancoL 01.05.2020 16:49
      Highlight Highlight Hellsehen ist auch eine Möglichkeit.
    • Amras 01.05.2020 17:24
      Highlight Highlight Verstehe ich jetzt nicht was sie meinen. Im Interview wird doch gesagt, dass die Schweden sich an die empfohlenen Massnahmen hielten & eben pro Fläche weniger Leute wohnen als hier. Wahrscheinlich sind das die Gründe warum die Infektionskurve nicht so stark anstieg.
      Hoffen wir, dass keine 2. Welle kommt, auch wenn ich die Massnahmen unterstütze, möchte ich diese nicht nochmals erleben. Daher lieber vorsichtig als blauäugig.
    • Mutzli 01.05.2020 19:15
      Highlight Highlight @Dr. Unwichtig

      Sehe ehrlich gesagt nicht wirklich, wo oder wieso bei Schweden die Kurve am stagnieren wäre.

      Voll ausgebrochen ist die Epidemie, übrigens sowieso zum Glück noch nirgends. Gibt bis jetzt kein Land, bei dem eine Mehrheit der Bevölkerung bereits Covid-19 gehabt hätte.

      Die Schweiz z.B. hats ja relativ gesehen auch ziemlich schwer erwischt und selbst im Hotspot Genf hats nach den bisherigen Erkenntnissen erst ca. 5.5% der Gesamtbevölkerung gehabt.

      Gibt also noch mehr als genug Leute, die sich noch anstecken können, selbst falls die 5.5% Genfer nun immun sein sollten..
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 01.05.2020 16:30
    Highlight Highlight Toll! danke für diesen unaufgeregten Einblick in unsere neue Zukunft. Ich freue mich auf dieses gewisse Mass an Normalität.
    • Barracuda 01.05.2020 20:29
      Highlight Highlight Äpfel und Birnen... Nicht anders zu erwarten von dir.
  • Lowend 01.05.2020 16:20
    Highlight Highlight Wenn ich sehe, wie sehr die schwedische Wirtschaft trotz diesen lockereren Massnahmen gelitten hat und wie die Zahlen der Toten und Infizierten immer noch steigen, wird mir Angst und Bange, wenn ich an die Lockerung der Massnahmen und an die vermutlich kommende 2. Welle in der dichtbesiedelten Schweiz denke.

    https://www.focus.de/finanzen/boerse/konjunktur/kein-shutdown-schweden-waehlt-sonderweg-in-corona-krise-wirtschaft-bricht-trotzdem-ein_id_11928570.html

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/sweden/

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/switzerland/

    • ostpol76 01.05.2020 17:22
      Highlight Highlight Während 99 Prozent der Bevölkerung immernoch auf die erste Welle warten, gibt es also bereits die 2. Welle - Panikmacher.
    • Lowend 01.05.2020 18:04
      Highlight Highlight Nur Menschen, die sich um die Fakten interessieren, können so argumentieren.

      Wer sich interessiert, kann hier die Projektion sehen, wenn der berühmte r-Wert 1,2 oder 1,5 beträgt und die Katastrophe, wenn wir die Massnahmen stoppen.

      PS. Ostpol, Sie kommen mir genau so rein, wie hier:

      Benutzer Bild
    • Lowend 01.05.2020 19:53
      Highlight Highlight Natürlich richten sich meine Worte an Menschen, die sich nicht um Fakten kümmern und für die die es tun, hier der Link zur Studie der EPFL.

      https://jcblemai.github.io

      PS: Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Gefährlich werden sie, wenn sie Leben kosten.
    Weitere Antworten anzeigen

Nach 2 Monaten in Isolation: Wie mein Omi ihren Lebensmut verloren hat

Ein Sturz zwang meine 86-jährige Grossmutter in den verhassten Rollstuhl und ins Altersheim. Nachdem sie ihr Leben lang für ihre Selbstständigkeit gekämpft hat, bedeutete das die ultimative Kapitulation. Dann kam der Lockdown.

Ich mache mir Sorgen.

Ich mache mir Sorgen um meine Grossmutter und um ihre Generation. Um fast 100’000 Personen in der Schweiz, die derzeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben. Die rund um die Uhr betreut werden, weil die Beine nicht mehr richtig wollen, das Aufstehen Mühe bereitet. Und der Kopf auch. Weil die Erinnerungen kommen und gehen, wie sie wollen.

Seit dem 16. März befinden sich diese Menschen in Isolation. Sie gelten in der Coronakrise als besonders gefährdet. Dringt das Virus in …

Artikel lesen
Link zum Artikel