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Nahost-Konflikt: Israel tötet berüchtigten Palästinenser in Gaza

Der Palästinenser Ariz Salha nach dem Lynchmord an einem israelischen Soldaten: Seine Tat sorgte für die Eskalation der Zweiten Intifada.
Der Palästinenser Ariz Salha nach dem Lynchmord an einem israelischen Soldaten: Seine Tat sorgte für die Eskalation der Zweiten Intifada.x/@idf

Er war für Lynchmord verantwortlich: Israel tötet berüchtigten Palästinenser in Gaza

Die israelische Armee hat einen Palästinenser getötet, der im Jahr 2000 am Lynchmord von Hebron beteiligt war. Sein Foto ging um die Welt.
04.10.2024, 08:47
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Ein Artikel von
t-online

Die israelische Armee hat in Gaza den Palästinenser Aziz Salha getötet. Salha war 2000 an einem brutalen Lynchmord an zwei israelischen Soldaten in Ramallah beteiligt. Dieser Vorfall hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Weltbekannt wurde Ariz Salha durch ein Bild, das ihn mit blutverschmierten Händen winkend an einem Fenster zeigt. Das Foto hat sich tief ins kollektive israelische Gedächtnis eingebrannt.

Im Jahr 2000 bog ein israelischer Reservist falsch ab und fuhr nach nach Ramallah. Dort wurde dort zusammen mit einem Kameraden von einer wütenden Menschenmenge ermordet. Israel versprach damals, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Dieser Vorfall führte zur Eskalation der sogenannten Zweiten Intifada. Die israelische Armee reagierte auf den Lynchmord mit Angriffen auf verschiedene palästinensische Städte. Dabei wurden mehrere Ziele, darunter Polizeistationen und eine Fernsehstation, zerstört. Auch Gaza-Stadt, Hebron und Jericho wurden damals von der israelischen Armee attackiert.

Salha wurde am 25. Juni 2001 festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt, jedoch 2011 im Austausch gegen den israelischen Soldaten Gilad Shalit freigelassen. Medienberichten zufolge starb er bei einem Angriff im Zentrum des Gazastreifens. Ob er gezielt angegriffen wurde, ist unklar.

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Dominik Egloff
03.10.2024 19:05registriert November 2015
Dieser Mord, dessen bestialisch sadistische Ausführung hier nicht beschrieben werden soll, wird seither symbolisch mit dem "rote Hand Symbol" als Heldentat verherrlicht und wird vor jeder pro Palästina Demo von Studenten liebevoll gemalt und dann stolz präsentiert.
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Gefühlsschraube
03.10.2024 17:34registriert Oktober 2016
Gut so, wieder einer weniger.
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Dominik Egloff
03.10.2024 22:24registriert November 2015
Der NZZ-Artikel "Antisemitismus und Israelfeindlichkeit an der Universität" beschreibt, wie viele andere Recherchen auch, wie das an pro Palästina Demos fast immer vorhandene Symbol der roten Hände genau diesen Mord verherrlicht.
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