International
Kuba

Trafigura stoppt Zinklieferungen aus Kuba wegen US-Sanktionsrisiken

Gestapelte Zinkbarren *** Stacked zinc ingots
Gestapelte Zinkbarren.Bild: www.imago-images.de

Trafigura stoppt Zinklieferungen aus Kuba wegen US-Sanktionsrisiken

Der Rohstoffhändler Trafigura hat die Verschiffung von Zinkkonzentrat aus Kuba aus Sorge vor verschärften US-Sanktionen gegen die Karibikinsel ausgesetzt. Das berichten von der Nachrichtenagentur Bloomberg zitierte Quellen.
10.06.2026, 09:3410.06.2026, 09:34

Demnach habe das Unternehmen mit operativem Sitz in Genf einige chinesische Kunden informiert, dass Erz aus der Mine Castellanos in der Provinz Pinar del Río durch Lieferungen aus anderen Ländern ersetzt werde, hiess es im Bericht.

Der Schritt erfolgt, nachdem Washington den wirtschaftlichen Druck auf die kubanische Regierung erhöht hat. Er verschärft eine bereits bestehende Krise mit Treibstoffmangel und Problemen im Transportwesen.

Die Mine Castellanos wird vom Gemeinschaftsunternehmen Emincar betrieben, an dem das staatliche kubanische Bergbauunternehmen Geominera und Trafigura beteiligt sind. Die Anlage produziert jährlich bis zu 100'000 Tonnen Zinkkonzentrat und 50'000 Tonnen Bleikonzentrat, die nahezu vollständig nach China exportiert werden.

Analysten erwarten laut Bloomberg nur begrenzte Auswirkungen auf den Weltmarkt. Chinesische Schmelzbetriebe könnten die geringeren Liefermengen jedoch spüren, da das Angebot an Rohstoffen bereits knapp ist und die Metallpreise zuletzt gestiegen sind, wie es hiess. (sda/awp/ans)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Derweil, in Kanada ...
1 / 21
Derweil, in Kanada ...
quelle: instagram.com/p/bve7mrsayd0/ / instagram.com/p/bve7mrsayd0/
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Xi Jinping wird bei Staatsbesuch in Nordkorea pompös empfangen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
«Wir müssen die KI-Entwicklung bremsen» – jetzt schlägt auch der Anthropic-Chef Alarm
Dario Amodei warnt davor, dass sich künstliche Intelligenz schneller entwickeln könnte als unsere Sicherheitsmechanismen. Er fordert verbindliche Prüfungen und internationale Regeln.
Könnte KI bald die Menschheit auslöschen? Diese Frage ging um die Welt, nachdem Ex-Anthropic-Entwickler Jacob Coxon vergangene Woche erklärte, dass dies bis 2040 der Fall sein könnte. Nun äussert sich dazu auch Dario Amodei. Er ist CEO des KI-Unternehmens Anthropic und warnt davor, dass sich die Entwicklung der Systeme schneller vollziehen könnte als unsere Fähigkeit, sie sicher zu kontrollieren.
Zur Story