Visa und Mastercard stoppen Zahlungen auf Kuba
Wegen der neuen Sanktionen der US-Regierung gegen ausländische Geschäftspartner Kubas werden Kartenzahlungen mit Visa und Mastercard auf der sozialistischen Karibikinsel ausgesetzt. Die Insel setzt auf Bargeld sowie auf Karten aus Russland und China.
Wie die kubanische Zentralbank mitteilte, stellt die ausländische Bank, die die Transaktionen beider Kreditkarten auf Kuba abwickelt, ihre Beziehungen mit dem staatlichen Finanzdienstleister Fincimex ein. Welche Bank das ist, wurde nicht bekanntgegeben.
Fincimex ist Teil des kubanischen militärischen Wirtschaftskonzerns Gaesa. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai neue Sanktionen gegen Gaesa verhängt. Dadurch sollen auch ausländische Banken und Unternehmen ab Freitag sanktioniert werden, die weiterhin mit der mächtigen Firmengruppe des Militärs zusammenarbeiten.
Die kubanische Zentralbank führte die Entscheidung der ausländischen Bank, ihre Geschäfte auf Kuba einzustellen, auf Washingtons «Erstickungsstrategie» gegen das kubanische Volk zurück. (dab/sda/dpa)
