International
Leben

EU-Länder wollen weniger Essensabfälle und Kleidungsmüll

EU-Länder wollen weniger Essensabfälle und Kleidungsmüll

17.06.2024, 16:0117.06.2024, 16:01
epa11314283 Vegetables lie on a cargo bike in front of the German Ministry for Food and Agriculture in Berlin, Germany, 02 May 2024. World Wildlife Fund For Nature (WWF) Germany and Deutsche Umwelthil ...
In der EU entstehen jedes Jahr rund 130 Kilgramm Lebensmittelabfälle pro Person.Bild: keystone

Nach dem Willen der EU-Staaten sollen in der Europäischen Union weniger Essen und Kleidung weggeschmissen werden. In der EU entstehen jährlich fast 59 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle oder rund 130 Kilogramm pro Kopf. Das entspricht laut der EU-Kommission einem Wert von geschätzt 132 Milliarden Euro.

Die Umweltministerinnen und -minister der EU-Länder verständigten sich am Montag in Luxemburg darauf, dass bis 2030 Lebensmittelabfälle, die im Detailhandel und beim Konsum – etwa zuhause oder in Restaurants – entstehen, um 30 Prozent pro Kopf reduziert werden sollen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Lebensmittelmüll, der in Herstellung und Verarbeitung entsteht, soll um 10 Prozent verringert werden.

Daneben soll das Thema Kleidungsmüll angegangen werden. Unter anderem sollen Modemarken und Textilhersteller künftig nach Willen der Länder die Kosten für die Sammlung und Behandlung von Textilabfällen mittragen.

Grundlage für die Position der Staaten ist ein Vorschlag der EU-Kommission aus dem vergangenen Jahr. Das Europaparlament einigte sich im März auf eine Position. Die beiden Co-Gesetzgeber müssen nun gemeinsam einen Kompromiss aushandeln, dann können die neuen Vorschriften in Kraft treten. (sda/awp/dpa/lyn)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9
Mieten und Mobilität wurden in der Schweiz 2025 teurer
Die Kosten für Wohnen und für Mobilität in der Schweiz haben sich insgesamt über das vergangene Jahr leicht verteuert. Deutlicher zugenommen haben dabei die Mietpreise.
Im Februar 2026 lagen gemäss dem vierteljährlich erhobenen «Womo-Preisindex» die Preise für das Wohnen und die Mobilität in der Schweiz um 0,2 Prozent höher als ein Jahr davor, wie das Vergleichsportal Comparis am Donnerstag mitteilte. Die offizielle Teuerung gemäss dem Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamtes für Statistik (BFS) lag im Februar bei 0,1 Prozent.
Zur Story