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Global Cities Index 2026: Diese Schweizer Stadt ist dabei

A Union flag flies near Big Ben in London, Friday, Jan. 31, 2025, on the 5th anniversary after the U.K. officially left the European Union. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
London landet auf dem zweiten Platz, eine Stadt konnte sich im Ranking noch vor die englische Hauptstadt schieben.Bild: keystone
Ranking

Das sind die besten Städte der Welt – auch die Schweiz ist vertreten

Von Kultur bis hin zu modernster Technologie: Der Global Cities Index 2026 zeigt, was die besten Städte zu attraktiven Orten macht. Vertreten ist auch die Schweiz.
25.09.2026, 14:0925.09.2026, 14:09

Was macht eine Stadt zur besten Stadt der Welt? Geht es nach dem Global Cities Index von Oxford Economics geht die Antwort auf diese Frage weit über den wirtschaftlichen Einfluss oder die schöne Architektur hinaus. Der Index bewertet 1000 Städte nach fünf Kriterien: Wirtschaft, Demografie und Bildung, Lebensqualität, Umwelt und politische Stabilität. Mehr zu den Kriterien findest du unten, aber erst willst du wahrscheinlich die Top 10 sehen und gleich selbst bewerten, welche Schulnote (1 bis 6) du der Stadt geben würdest:

Zürich 🇨🇭

Die grösste Stadt der Schweiz feiert in diesem Jahr ihr Comeback in die Top 10. Laut des Reports liegt die Stärke Zürichs in seiner Ausgewogenheit. In vier von fünf Kategorien rangiert die Stadt in den Top 50 der Welt. Der Report hält fest:

«Die Menschen kommen wegen der Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten nach Zürich und bleiben wegen der Lebensqualität.»

Tatsächlich ist die Lebensqualität auch jene Kategorie, in der Zürich den höchsten Platz (14.) belegt. Dies widerspiegelt sich laut Oxford Economics in der weltweit höchsten Lebenserwartung und dem zweithöchsten Pro-Kopf-Einkommen. Auf der negativen Seite fallen besonders die starken Temperaturanomalien und die hohen Wohnkosten ins Gewicht.

Tokio 🇯🇵

Auf dem neunten Rang findet sich die am höchsten platzierte Stadt Asiens. Am stärksten ist Tokio demnach in der Kategorie der Demografie und Bildung (3. Platz weltweit). Auch hier spielen die Lebenserwartung sowie das Human Capital eine wichtige Rolle:

«Während die Sorgen um die alternde Bevölkerung Japans für Schlagzeilen sorgen, gehört die Bevölkerung Tokios zu den grössten weltweit und zählt zu den jüngsten in Japan, was vor allem auf die Binnenmigration von Menschen zurückzuführen ist, die in die Stadt ziehen, wo sich nach wie vor die Universitäten und die Beschäftigungsmöglichkeiten konzentrieren.»

Trotzdem bleibt die alternde Bevölkerung einer der wichtigsten Negativfaktoren Tokios. Hinzu kommen auch hier die häufigeren und stärker werdenden Naturkatastrophen in der Region.

San Jose 🇺🇸

Die Stadt im Silicon Valley generiert dank der Tech-Giganten Apple, Alphabet und Nvidia das höchste Pro-Kopf-BIP aller 1000 untersuchten Metropolen. Ebenfalls auf der Pro-Seite: Die Stadt erzeugt trotz hoher Wirtschaftlichkeit nur sehr wenig CO2-Emissionen.

Die Schwächen der US-Stadt sind auch hier starke Temperaturschwankungen, die Häufung von Naturkatastrophen sowie die Verlangsamung des Populationswachstums. Alle US-Städte erhalten schlechte Noten, was die politische Stabilität angeht.

Boston 🇺🇸

Die zweite US-Stadt in den Top 10 profitiert besonders davon, dass sie ein Zentrum für Forschung und Technologie ist. Besonders ins Gewicht fallen die beiden Elite-Universitäten Harvard und das MIT. Auf der negativen Seite nennt der Report die starken Einkommensunterschiede in der Bevölkerung sowie die ökonomische Einseitigkeit der Stadt.

Dublin 🇮🇪

Wir kehren zurück nach Europa: Dublin schafft es knapp nicht in die Top 5. Auch hier spielt die Rolle der Stadt als Wirtschaftszentrum eine wichtige Rolle für das Ranking. Hinzu kommen auch hier herausragende Universitäten und eine vergleichsweise gute Umweltbilanz. Doch der Report nennt auch einige Probleme:

«Die Stadt steht vor erheblichen Herausforderungen, darunter eine gravierende Wohnungsknappheit, eine begrenzte wirtschaftliche Vielfalt und Anfälligkeiten, die mit ihrer konzentrierten Branchenstruktur zusammenhängen.»

San Francisco 🇺🇸

Die zweite US-Stadt in den Top 10 besticht ebenfalls durch ihre starke wirtschaftliche Situation. Mit Hauptquartieren von Meta, Salesforce und Uber sind auch hier einige Giganten angesiedelt. Negativ ins Gewicht fallen hier die hohen Wohnkosten sowie ein tieferes Bevölkerungswachstum. Ob die Stadt in Zukunft weiterhin so gut abschneidet, stehe aber in Frage, hält der Report fest:

«Die Zeit wird zeigen, ob die Schwankungen im Technologiesektor und auf dem Immobilienmarkt dazu führen werden, dass San Francisco in künftigen Rankings nach oben oder unten rutscht.»

Seattle 🇺🇸

In Seattle residieren Microsoft, Amazon, Boeing, Starbucks und Costco. Das trägt zu einem hohen BIP pro Kopf bei, weshalb auch diese US-Stadt ein hohes Ranking erzielt. Im Unterschied zu San Jose oder Dublin zeichnet sich Seattle aber durch ihre wirtschaftliche Vielfalt aus. Die hohe Kriminalitätsrate und hohe Einkommensunterschiede fallen hier negativ zu Buche.

Paris 🇫🇷

Die französische Hauptstadt eröffnet die Top 3. Der Report hält fest:

«Seit Jahrhunderten zählt Paris zu den bedeutendsten Städten der Welt und hat sich als Vorreiter in den Bereichen Diplomatie, Handel, Wissenschaft, Kultur und Gastronomie einen Namen gemacht.»

Besonders hervorzuheben seien die vielen kulturellen Stätten und damit ein unübertroffenes kulturelles Angebot. Doch auch Paris leidet unter starken Temperaturanomalien sowie hohen Wohnkosten.

London 🇬🇧

Die englische Hauptstadt schafft es auf Platz 2. Zu verdanken hat London das den vielen Universitäten, der starken Wirtschaft und einer hohen Anziehungskraft. 40 Prozent der Bevölkerung Londons wurden im Ausland geboren, was London hinsichtlich des Humankapitals zur weltweiten Nummer 1 macht.

Negativ ins Gewicht fallen hier die politische Unruhe Grossbritanniens, hohe Wohnkosten sowie starke Einkommensunterschiede. Auch die fehlende Lebensqualität sorgt dafür, dass London den Spitzenplatz verfehlt.

New York 🇺🇸

New York schafft es trotz politischer Unsicherheit und einer ziemlich schlechten Umweltbilanz auf den ersten Platz. Auch hier spielt die Anziehungskraft eine wichtige Rolle, besonders hervorzuheben ist allerdings, dass New York seinen Ruf als Wirtschaftszentrum der Welt verteidigen kann. Der Report fasst zusammen:

«Die Stadt vereint weltweite Führungspositionen in den Bereichen Finanzen, Technologie, Werbung, Mode und Medien mit hohen Produktivitätsraten.»

Das watson-Ranking

So bewertet die watson-Userschaft die Top 10:

Ergebnisse

Die Bewertungskriterien

Das Ranking zeigt bereits etwas, worauf die Forschenden von Oxford Economics ihren Fokus gesetzt haben. Unter den Top 10 sind alles Städte, die in ihrer Region als Wirtschaftstreiber einzuordnen sind. Die Kategorie Wirtschaft fällt mit 30 Prozent auch am stärksten ins Gewicht. Darunter vereint sind Faktoren wie das BIP, wirtschaftliche Stabilität und der Beschäftigungsgrad.

Mit je 25 Prozent fallen auch die Kategorien Humankapital und Lebensqualität etwas stärker ins Gewicht. Unter ersterem fliesst auch der Faktor Bildung (Anzahl Universitäten sowie Ausbildungsgrad der Bevölkerung) sowie die allgemeine Demografie (Altersstruktur, Zuwanderung, etc.) ein. Unter der Lebensqualität werden Faktoren wie das Pro-Kopf-Einkommen, die Höhe der Wohn- und Nebenkosten, die Lebenserwartung, das Kulturangebot sowie die Kriminalitätsrate vermengt.

Die Umwelt- sowie die Governance-Faktoren (je 10 Prozent) beeinflussen das Ranking etwas weniger stark. Unter Umwelt finden Faktoren wie Gefahr durch Naturkatastrophen, der Zustand der Umwelt in der Region sowie die in der Stadt erzeugte Umweltbelastung ihren Platz. Governance ist stark durch den Faktor der politischen Stabilität beeinflusst. (kek/leo)

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