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Ukraine-Ticker: Kreml sieht kein Signal der Europäer für Gespräche

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Kreml: Kein Signal der Europäer für Friedensgespräche +++ Kiew erwartet heftigere Angriffe

Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Liveticker.
04.04.2025, 11:14
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland kleine Geländegewinne verbuchen kann.
  • Die russische Armee bombardiert regelmässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Dabei stand oft die Energieinfrastruktur im Fokus der Angriffe. Auch Wohnhäuser werden immer wieder getroffen.
  • Unter US-Vermittlung haben sich die Ukraine und Russland jüngst auf eine 30-tägige Pause für Angriffe auf die Energieinfrastruktur geeinigt. Beide Länder werfen einander jedoch Verstösse vor.

Die neuesten Entwicklungen im Liveticker

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11:00
Kreml: Noch kein Signal der Europäer zu Friedensgesprächen
Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Kreml-Angaben noch kein Signal der Europäer für mögliche Gespräche über ein Ende des mehr als drei Jahre währenden Ukraine-Krieges erhalten. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.

«Bislang gab es keinerlei Signale», sagte Peskow. Er bezog sich vor allem auf Äusserungen des finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Dieser hatte gesagt, dass ein oder zwei Länder für alle europäischen Unterstützer der Ukraine mit Moskau verhandeln sollten – am ehesten Frankreich oder Grossbritannien.

Russland wiederum betrachtet bislang nur die USA als Gesprächspartner über den Krieg – nicht die Europäer und auch nicht die Ukraine selbst. (sda/dpa)
Kremlin spokesman Dmitry Peskov attends a press conference following the meeting of Russian President Vladimir Putin and Tajik President Emomali Rahmon at the Kremlin in Moscow, Russia, Monday, March  ...
Bild: keystone
5:46
Ukrainischer Aussenminister: «In Europa tobt ein echter Krieg.»
Vor dem Abschluss des zweitägigen Treffens der NATO-Aussenminister fordert die Ukraine von dem Verteidigungsbündnis stärkeren Druck auf Russland zur Umsetzung einer Friedenslösung. «Russland muss es mit dem Frieden ernst meinen. Dafür ist es an der Zeit, den Druck auf Moskau zu erhöhen», sagte der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha vor den Beratungen seiner NATO-Kollegen bei einem Auftritt mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel. Zum Abschluss des zweitägigen Treffens soll es auch um mögliche weitere Unterstützung für die Ukraine gehen.
epa12007923 Ukrainian Foreign Minister Andrii Sybiha speaks a a press conference during the North Atlantic Treaty Organization (NATO) Ministers of Foreign Affairsmeeting in Brussels, Belgium, 03 April ...
Bild: keystone
Angesichts der Diskussion über die von US-Präsident Donald Trump verkündeten neuen Handelszölle warnte Sybiha, man dürfe «nicht vergessen, dass in Europa ein echter Krieg tobt. Russland bleibt eine existenzielle Bedrohung für Europa.» (sda/dpa)
5:44
Kiew erwartet heftigere Angriffe im Frühjahr
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion. Sie rechnet nach Angaben des Präsidentenbüros damit, dass Russland seine eingesetzten Truppen in diesem Jahr um 150'000 Mann aufstocken wird. «Die Russen haben jetzt keine Probleme, Personal zu rekrutieren», sagte Pawlo Palissa, Vizechef der Kanzlei von Präsident Wolodymyr Selenskyj, in Kiew.

Zwar könnten diese frischen Kräfte nicht alle gleich zum Einsatz kommen, sagte der Oberst dem Rundfunksender Suspilne. Der Druck der Russen an der Front werde aber rasch zunehmen. (sda/dpa)
5:43
NATO-Aussenminister beraten über Aufrüstungsbemühungen
Die Aussenminister der NATO-Staaten kommen heute zu einem Austausch mit EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas zusammen. Dabei soll es auch um den Beitrag der Europäischen Union zu den aktuellen Aufrüstungsbemühungen gehen.
epa12007570 EU High Representative for Foreign Affairs and Security Policy Kaja Kallas attends a press conference following the informal meeting of EU defense ministers at the Warsaw Citadel in Warsaw ...
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Geplant sind unter anderem EU-Kredite in Höhe von 150 Milliarden Euro für die Ukraine. Eine Sonderregel soll es erlauben, Verteidigungsausgaben von den strengen EU-Schuldenregeln auszunehmen. So sollen allein in den kommenden vier Jahren 800 Milliarden Euro mobilisiert werden.

Die Hoffnung dabei ist auch, US-Aussenminister Marco Rubio von der Glaubwürdigkeit der europäischen Aufrüstungsbemühungen zu überzeugen. US-Präsident Donald Trump hatte den Europäern zuletzt immer wieder vorgeworfen, sich zu sehr auf den Schutz der USA zu verlassen und selbst deutlich zu wenig für ihre Verteidigung zu tun. (sda/dpa)
23:02
Kiew: Russen wollen Kräfte um 150'000 Soldaten aufstocken
Die Ukraine rechnet nach Angaben des Präsidentenbüros damit, dass Russland seine Truppen im Angriffskrieg in diesem Jahr um 150'000 Mann aufstocken wird. «Die Russen haben jetzt keine Probleme, Personal zu rekrutieren», sagte Pawlo Palissa, Vizechef der Kanzlei von Präsident Wolodymyr Selenskyj, in Kiew.

Dies entspreche etwa 15 mechanisierten Infanterie-Divisionen. Zwar könnten diese frischen Kräfte nicht alle gleich zum Einsatz kommen, sagte der Oberst dem Rundfunksender Suspilne. Der Druck der Russen an der Front werde aber rasch zunehmen.

Palissa erläuterte nicht, worauf sich diese Zahlen stützen. Allerdings sind beide Kriegsparteien durch Aufklärung oder Spionage recht gut über die Pläne der jeweils anderen Seite informiert.

Bisher setzt Moskau nach Angaben Selenskyjs vom Januar etwa 600'000 Mann im Krieg ein, die an der Front im Osten und Süden der Ukraine ein Übergewicht haben. Die ukrainische Armee zählt demnach etwa 880'000 Soldaten und Soldatinnen.

Nach Monaten des stetigen Vordringens in der Ostukraine ist die russische Offensive zuletzt langsamer geworden. Im März gab es nach Angaben ukrainischer Militärbeobachter die geringsten Geländegewinne seit Juni 2024. Allerdings rechnet das ukrainische Militär für die kommenden Wochen wieder mit russischen Offensiven an vielen Abschnitten der Front. (sda/dpa)
23:01
Denkfabrik: Russland bei Rüstung erfolgreicher als Europa
Russland hat einer britischen Denkfabrik zufolge seine Rüstungsproduktion im Zuge des Ukraine-Kriegs deutlich erfolgreicher hochgefahren als Europa. Das geht aus einem Bericht des Londoner Royal United Services Institute (Rusi) hervor. Das sei nicht nur für die Ukraine ein grosses Problem, warnen die Autoren.

«Russlands anhaltender Vorsprung in der Rüstungsproduktion stellt eine strategische Bedrohung für die NATO und die Glaubwürdigkeit ihrer konventionellen Abschreckung dar», hiess es in dem Bericht. Als Gründe für die Rückstände führen die Autoren einen Mangel an Abstimmung, zu wenig Fokus auf Massenproduktion statt auf hoch entwickelte Waffensysteme, bürokratische Hürden sowie keinen ausreichenden Zugang zu Testinfrastruktur.

Europa habe es weder geschafft, in drei Jahren die Produktion von grundlegender Munition hochzufahren, noch seine Bestände an Präzisionswaffen aufzufüllen. Grossbritannien sei es beispielsweise nicht gelungen, tragbare Waffen, die 2022 an die Ukraine abgegeben wurden, zu ersetzen.

Die Produktion von Artilleriemunition wurde etwa dadurch behindert, dass Regierungen nicht bereit waren, sich zu langfristigen Investitionen zu verpflichten. Dadurch seien keine zusätzlichen Kapazitäten entstanden. Auch Regelungen zur Haltbarkeit von Munition standen dem Bericht zufolge dem Aufbau grösserer Bestände im Wege.

Auch die Ukraine stösst trotz Fortschritten etwa bei Drohnenprojekten an industrielle Grenzen. Ohne verlässliche westliche Nachschubkapazitäten sei ihre Verteidigungsfähigkeit langfristig gefährdet, hiess es weiter.

Moskau habe hingegen trotz seiner weitaus geringeren wirtschaftlichen Fähigkeiten im Vergleich zu den NATO-Staaten diese zwischen 2022 und 2024 bei der Produktion von Rüstungsgütern übertroffen. Dabei werde der Fokus auf verhältnismässig einfache Waffen gelegt.

«Ohne dringende Reformen wird Europas fragmentierte Rüstungsindustrie die NATO-Mitglieder weiterhin anfällig für Störungen in den Lieferketten und Verzögerungen bei der Produktion machen», warnten die Autoren. (sda/dpa)
20:13
Selenskyj deutet Kursk-Offensive trotz Rückzug als Erfolg
Trotz des weitgehenden Rückzugs ukrainischer Truppen aus der russischen Region Kursk sieht Präsident Wolodymyr Selenskyj den Vorstoss auf Feindgebiet als Erfolg. «Es ist absolut fair, den Krieg dorthin zu verlagern, wo er herkommt», sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Er zeichnete das Video nach eigenen Angaben in der ukrainischen Grenzregion Sumy auf, von der aus die Ukrainer im August 2024 auf russisches Gebiet vorgedrungen waren. Mit den Kommandeuren der noch in Kursk kämpfenden Einheiten habe er besprochen, welche Ausrüstung und Unterstützung sie benötigten. «Wir arbeiten daran, unsere Stellungen zu schützen», sagte Selenskyj.

Im vergangenen Sommer hatten die ukrainischen Truppen rasch etwa 1300 Quadratkilometer russisches Territorium unter Kontrolle gebracht. Davon sind Karten ukrainischer Militärbeobachter zufolge nur kleine Reste direkt an der Grenze geblieben. Im März eroberte Russland die Kreisstadt Sudscha zurück.

Der schnelle Vorstoss hatte 2024 die Stimmung in der Ukraine gehoben. Doch die Kiewer Hoffnung erfüllte sich nicht, in Friedensverhandlungen besetztes Gebiet eintauschen zu können. Unabhängigen ukrainischen Militärexperten zufolge erlitten beide Seiten ähnlich hohe Verluste, was für die Ukrainer schwerer wiegt als für die Russen. Die eingesetzten Truppen fehlten der Ukraine 2024 zur Abwehr der russischen Offensive im Osten bei Pokrowsk. (sda/dpa)
19:13
Ukraine verlangt von NATO stärkeren Druck auf Putin
Die Ukraine verlangt von der NATO stärkeren Druck auf Russland zur Umsetzung einer Friedenslösung. Während sein Land den US-Vorschlag für einen 30-tägigen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen angenommen habe, stelle der russische Präsident Wladimir Putin Bedingungen, sagte der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha vor Beratungen mit seinen NATO-Kollegen bei einem Auftritt mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Brüssel. «Russland muss es mit dem Frieden ernst meinen. Dafür ist es an der Zeit, den Druck auf Moskau zu erhöhen», fügte er hinzu. (sda)
18:12
NATO: Rund 900'000 russische Soldaten getötet oder verletzt
Die russischen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Einschätzung der NATO zuletzt weiter erheblich gestiegen. Ein ranghoher NATO-Beamter sprach in Brüssel am Rande eines Aussenministertreffens von bis zu 250'000 Toten. Insgesamt bezifferte er die Zahl der getöteten oder verletzten russischen Soldaten auf etwa 900.000.

Allein für Februar wird von mehr als 35.100 russischen Verlusten ausgegangen. Mit Verluste sind immer getötete oder verletzte Soldaten gemeint. Ende Oktober 2024 hatte die NATO noch von mehr als 600'000 Verlusten gesprochen.

Zum Hintergrund der stark gestiegen Zahlen sagte der NATO-Beamte, ein grosser Teil sei darauf zurückzuführen, dass es zuletzt eine Ausweitung der Kampfzonen gegeben habe. Zudem seien auch Militäroperationen zum Teil etwas intensiver gewesen.

Die Zahl der im Einsatz für Russland getöteten Soldaten aus Nordkorea bezifferte er auf rund 1500. Etwa 3500 weitere wurden demnach verwundet. Die Gesamtzahl der in der russischen Grenzregion Kursk stationierten Nordkoreaner gab der NATO-Beamte mit rund 11'000 an. 3500 weitere wurden den Angaben zufolge im Januar und Februar zu Trainingszwecken nach Russland geschickt. (sda/dpa)
13:36
Kremlbeauftragter führt erstmals Gespräche in Washington
Ein Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin wirbt in Washington bei Treffen mit US-Spitzenbeamten um eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. Es ist ein erster solcher Gesprächsbesuch seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Chef des staatlichen Russischen Fonds für Direktinvestitionen (RFDI), Kirill Dmitrijew, teilte nach seiner Ankunft in seinem Telegram-Kanal einen Medienbericht, nach dem Moskau US-Präsident Donald Trump gebeten habe, «einige der Sanktionen aufzuheben - im Rahmen der Verhandlungen über eine Waffenruhe unter Vermittlung der USA».

Derzeit steckten die Gespräche zur Ukraine in der Sackgasse, hiess es in dem von Dmitrijew geteilten Bericht, nach dem Trump sauer sei über fehlende Fortschritte. Trump hatte mehrfach erklärt, er wolle ein Ende des Krieges erreichen. Dmitrijew sagte, er sei deshalb im Auftrag Putins in Washington. Putin hatte sich bei einem Telefonat mit Trump im März zu einer Waffenruhe bereit erklärt - er stellte aber Bedingungen, darunter auch die Aufhebung einiger Sanktionen.

Der selbst wegen des Krieges lange mit Sanktionen belegte Dmitrijew soll als Sondergesandter des russischen Präsidenten für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Staaten unter anderem mit Trumps Beauftragten Steve Witkoff beraten. Die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA sei nicht leicht und könne nur schrittweise erfolgen.

Der amerikanisch-russische Handel habe vor dem Krieg im Jahr 2021 einen Umfang von 35 Milliarden US-Dollar gehabt. Wegen der im Zuge des Krieges gegen die Ukraine eingeführten US-Sanktionen sei er voriges Jahr auf 3,5 Milliarden US-Dollar gesunken. (sda/dpa)
Kirill Dmitriev, the head of the Russian Direct Investment Fund, speaks to journalists at the Ritz Carlton hotel in Riyadh, Saudi Arabia, Tuesday, Feb. 18, 2025. (AP Photo/Baraa Anwer)
Kirill Dmitriev
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7:34
Russische Drohnen greifen Charkiw an
Die ostukrainische Grossstadt Charkiw ist in der Nacht erneut Ziel eines schweren russischen Angriffs mit Kampfdrohnen geworden. Binnen 40 Minuten hätten 14 Drohnen die Stadt attackiert, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram.

Er berichtete von Einschlägen an fünf verschiedenen Orten und Schäden an Wohnhäusern. Vorläufig gebe es keine Berichte über Verletzte. Nach Angaben von Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow war es die zweite grosse Angriffswelle auf Charkiw an einem Tag. Auch über anderen Teilen der Ostukraine wurden Drohnen geortet.

In der Nacht auf Montag hatte die Ukraine erstmals in diesem Jahr nicht unter nächtlichen russischen Drohnenangriffe zu leiden gehabt. Doch in der Nacht auf Dienstag setzte die russische Armee die gefährlichen Fluggeräte wieder ein. Die Ukraine verteidigt sich seit drei Jahren gegen eine russische Invasion. (sda/dpa)
epa12004545 Ukrainian rescuers work at the site of a shock drone strike in Kharkiv, Ukraine, 02 April 2025, amid the ongoing Russian invasion. At least eight people were injured, including three child ...
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20:32
Ein Toter bei Absturz eines russischen Bombers Tu-22M3
Ein russischer Mittelstreckenbomber Tupolew Tu-22M3 ist nach Militärangaben bei einem Übungsflug in Sibirien abgestürzt. Die Besatzung von vier Männern habe sich aus dem Flugzeug herauskatapultiert, ein Pilot sei dabei ums Leben gekommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Die Maschine sei über unbewohntem Gebiet in der Region Irkutsk abgestürzt und am Boden in Flammen aufgegangen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax nach diesen Militärangaben. Als Unfallursache werde technisches Versagen vermutet.

Flugzeug durchtrennte Stromleitung

Der Gouverneur des Gebietes Irkutsk, Igor Kobsew, teilte mit, das Flugzeug habe eine Stromleitung durchtrennt, sodass mehr als 200 Häuser ohne Strom seien. Seinen Angaben nach stürzte die Tupolew in der Nähe des Luftwaffenstützpunktes Belaja bei dem Dorf Buret ab - etwa 100 Kilometer nördlich von Irkutsk.

Russland hat diesen mit Marschflugkörpern bewaffneten Typ Bomber (Nato-Bezeichnung Backfire-C) auch zu Angriffen auf die Ukraine eingesetzt. (sda/dpa)
17:42
Tote nach russischem Raketenschlag auf Krywyj Rih
Durch einen russischen Raketenschlag sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih mindestens vier Menschen getötet worden. Drei weitere wurden verletzt, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Olexander Wilkul, bei Telegram mit. Eine ballistische Rakete sei in ein Objekt der zivilen Infrastruktur eingeschlagen und es gebe einen grossen Brand. Weitere mehrstöckige Wohnhäuser seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stammt aus der gut 70 Kilometer von der Frontlinie entfernten Grossstadt. (sda/dpa)
17:08
Moskau plant schärfere Strafen für Kriegsgegner
Das russische Parlament, die Staatsduma, hat ein neues Gesetzespaket gegen Kriegsgegner auf den Weg gebracht.

«Wer feige ins Ausland abgehauen ist und von dort weiter unserem Land schadet, ukrainische Nazis finanziert, die russische Armee diskreditiert und zu Verbrechen gegen Russland aufruft, muss begreifen, dass er sich dafür verantworten muss», sagte Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodin der offiziellen Homepage des Parlaments zufolge. Die von mehr als 400 Abgeordneten eingebrachten Gesetze wurden in erster Lesung angenommen. Für die Verabschiedung sind drei Lesungen nötig.

In einem der Gesetze wird der Begriff des «Auslandsagenten» erweitert. Dazu sollen nun etwa auch Russen erklärt werden können, die internationalen Organisationen helfen, «die gegen die Interessen Russlands» arbeiten. In einem zweiten Gesetz werden 20 neue Straftatbestände eingeführt, bei denen Angeklagte auch in Abwesenheit verurteilt werden können. Dazu zählen etwa die «Verbreitung von Falschmeldungen» und «Diskreditierung der russischen Armee».

Zudem ist angedacht, auch die Strafen für Kriegsgegner zu verschärfen: Für die «eigennützige Unterstützung» internationaler Organisationen sind sieben Jahre Haft vorgesehen, für die «Diskreditierung der Armee» oder Aufrufe zu Sanktionen gegen Russland fünf Jahre. Auch der Vermögenseinzug soll möglich sein. Die russische Führung hat bereits nach der vor mehr als drei Jahren begonnenen Invasion der Ukraine die Gesetze gegen Kriegsgegner im eigenen Land drastisch verschärft. (sda/dpa)
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