International
Naher Osten

Behörde: Schiff im Roten Meer beschossen

Schiff im Roten Meer beschossen ++ Huthi-Miliz greift offenbar saudische Tanker an

Im Roten Meer hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Zur gleichen Zeit vermeldet die Huthi-Miliz den Angriff auf zwei saudische Tanker. Das ist bekannt.
23.07.2026, 00:4823.07.2026, 00:48

Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit.

Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien.
Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien.UKMTO

Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes war unklar.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene «Blockade» im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Ob die beiden Mitteilungen sich auf den gleichen Vorfall beziehen, war nicht klar.

Miliz verkündet «Verbot der Schifffahrt» für Saudi-Arabien

Die Huthi hatten am Montag eine «Blockade» für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland des Jemens, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein «Verbot der Schifffahrt», sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er liess aber offen, in welchen Gewässern das Verbot gelten soll.

Die Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Strasse von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Strasse von Hormus im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen grossen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

Wichtiger Seeweg

Seit 2023 beeinträchtigten die Huthi mit Angriffen im Roten Meer – seinerzeit im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg – den Welthandel bereits massiv. Durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab («Tor der Tränen» oder «Tor der Klagen») vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. (sda/dpa)

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