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Das hast du in der Nacht verpasst: Der Gipfel zwischen Trump und Kim kompakt erzählt



US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un haben sich bei ihrem historischen Gipfel am Dienstag in Singapur mit Handschlag begrüsst. Nach jahrzehntelangen Feindseligkeiten wollen beide Länder mit der Begegnung einen Neuanfang versuchen.

Doch nun mal der Reihe nach. So verlief das Treffen am 12. Juni 2018:

Morgens twittert sichs am besten 

Das erste Lebenszeichen des US-Präsidenten war – es ist nicht weiter verwunderlich – über Twitter zu vernehmen. Damit stimmte er sich auf das bevorstehende Treffen ein.

«Wir werden bald wissen, ob ein ‹real deal› zustande kommt – nicht wie diejenigen in der Vergangenheit!»

US-Präsident Donald Trump

Wenig später wies Trump in einem wütenden Tweet seine Kritiker zurecht. «Wir haben unsere Geiseln (zurück), die Tests, die Forschung und alle Raketenabschüsse sind gestoppt», schrieb Trump. «Und diese Experten, die mir von Anfang an Fehler vorwarfen, haben nichts anderes zu sagen», fuhr der US-Präsident fort. «Wir werden okay sein.» Mit dem Hinweis auf die Geiseln bezog sich Trump auf drei US-Bürger, die vergangenen Monat aus der Haft in Nordkorea freigelassen worden waren.

In US-Medien waren zuvor Zweifel aufgekommen, ob die USA bei dem Gipfel mit Kim Jong Un entscheidende Fortschritte erzielen können. Während das Weisse Haus verbreitete, die Vorgespräche liefen besser als erwartet, wurde spekuliert, die USA könnten bei den Nordkoreanern gegen eine Wand laufen. Trump hatte am Vortag erklärt, er werde bereits am Dienstagabend nach dem Gipfel wieder nach Hause fliegen. In früheren Planungen war von Mittwoch die Rede gewesen.

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  • 5%Donald Trump
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  • 24%Der Weltfriede

Der amerikanische Aussenminister Mike Pompeo tat es Trump gleich und verbreitete seine Bereitschaft für das Treffen. 

«We’re ready for today»

Die Anfahrt

Kurz nach 8.00 Uhr setzte sich die amerikanische Delegation in Bewegung. 

Nur wenig später waren auch die Nordkoreaner unterwegs.

Eintreffen beim Hotel

Kim Jong Un ist nach südkoreanischen Angaben sieben Minuten vor dem US-Präsidenten beim Gipfel-Hotel eingetroffen. Koreanische Medien interpretierten dies als eine Höflichkeitsgeste. In Korea hat der Jüngere zweier Gesprächspartner als erster zu erscheinen, dies gebietet der Anstand.

Der Handschlag, der in die Geschichte eingeht

Kurz nach 9.00 Uhr war es dann so weit: Kim Jong Un und Donald Trump reichen sich die Hand.

Der US-Präsident zeigte in der ihm eigenen Art mit dem Daumen nach oben. «Wir werden ungemein erfolgreich sein.» Trump und Kim hatten sich zuvor vor jeweils sechs Flaggen der USA und Nordkoreas in dem Kolonialbau den Kameras gestellt. Beide Politiker wirkten dabei ernst und angespannt, doch fasste Trump seinem Gegenüber freundschaftlich zwei Mal kurz an die Schulter. Bereits der Auftakt hatte für Nordkorea immensen symbolischen Wert. Er signalisierte, mit der Supermacht USA auf gleicher Augenhöhe zu stehen.

Nach der Zeitmessung von US-Reportern hat der anschliessende Handschlag zwischen Kim und Trump exakt 13 Sekunden gedauert.

Privates Gespräch unter vier Augen

Nach dem Handschlag ging es weiter mit einem Zweiergespräch zwischen Kim und Trump. Ausser ihren Übersetzern soll niemand im Raum gewesen sein. Das Gespräch dauerte 38 Minuten.

Trump äusserte vor dem Gespräch mit dem nordkoreanischen Machthaber zuversichtlich über den Ausgang des Treffens und sagte, er und Kim würden ausserordentlich erfolgreich sein. Kim sagte, es sei gelungen, die Schwierigkeiten im Vorfeld des Treffens zu überwinden.

Zum Auftakt machte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un deutlich, ein neues Kapitel in den angespannten Beziehungen zu den USA aufschlagen zu wollen. «Alte Praktiken und Vorurteile haben gegen uns gearbeitet. Aber wir haben sie alle überwunden. Und jetzt sind wir hier», sagte Kim vor laufenden Kameras, als sie sich zu einer persönlichen Unterredung in der Bücherei des Hotels niederliessen. 

Das Gespräch 

Danach kamen die beiden Machthaber mit US-Aussenminister Mike Pompeo und anderen Beratern zusammen. Ob eine grundsätzliche Einigung auf die atomare Abrüstung Nordkoreas oder zumindest auf einen Fahrplan für den weiteren Prozess gefunden werden kann, war zunächst unklar.

Zum Inhalt der Gespräche sind noch keine Details bekannt. Update folgt.

Working Lunch

Beim Mittagessen werden die Gespräche fortgeführt. Auf dem Menü stehen unter anderem eingelegte Rippli vom Rind in Rotweinsosse mit gedünstetem Brokkoli und Kartoffelgratin. Zudem sind als Hauptspeise süss-saures Schweinefleisch mit gebratenem Reis sowie Kabeljau mit asiatischem Gemüse im Angebot. 

Die Unterzeichnung

Trump und Kim haben eine Erklärung unterschrieben. Was sie genau beinhaltet, ist weiter unklar. Trump erklärte, es sei ein «sehr wichtiges Dokument, ein ziemlich umfassendes Dokument». Kim erklärte: «Wir hatten ein historisches Treffen, wir beschlossen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen.»

Nach eigenen Worten habe man sich auf erste Schritte zur atomaren Abrüstung verständigt. Ob dies auch im unterzeichneten Dokument festgehalten ist, ist jedoch unklar.

Der Gipfel soll nach bisheriger Planung bis in den Nachmittag (Ortszeit) dauern. Wir halten dich weiter auf dem Laufenden.

(sda/dpa/mvo/mlu/meg)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 12.06.2018 13:00
    Highlight Highlight Die Bilder sind schon eindrücklich..
  • Uli404 12.06.2018 10:20
    Highlight Highlight Trump ist cleverer als die ihn die Medien versuchen darzustellen.
    Bei Obama wars genau anders rum. Der wurde gehypt und schon vorab mit dem Friedensnobellpreise geschmückt, obwohl er soviele Kriege geführt hat wie kaum ein anderer Präsident.

    Die vermittelten Bilder haben wir der Medienpropaganda zu verdanken.

    Ich habe übrigens nicht gesagt Trump sei besser als Obama. Das kann man erst in ca. 6,5 Jahren beurteilen wenn Trumps Amtszeiten durch sind.
  • SocialisticCapitalist 12.06.2018 09:23
    Highlight Highlight Dem Frieden einen schritt näher gekommen
    Der erste Präsident seit über einem halbem Jahrhundert
    Danke
  • 4TheHorde 12.06.2018 08:37
    Highlight Highlight Ich glaube, Kim hat lange auf diesen Moment hingearbeitet - er hat in letzter Zeit viele Fortschritte gemacht (Geiseln Freigelassen / Testgelände gesprengt / Südkorea etc etc. ) man sieht ihm seine Freude über diesen Moment an !

    Ich glaube, dieses Treffen könnte der bedeutendste Moment sein in Trump's Amtszeit !



  • Roterriese 12.06.2018 08:05
    Highlight Highlight Trump schreibt Geschichte
    • roger.schmid 12.06.2018 09:20
      Highlight Highlight Stimmt, Trump wird als schlechtester Präsident aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen. Dieses Treffen war nur Show und der Vertrag reines wischiwaschi Zeugs das einem schrecklichen Diktator hilft.
    • SocialisticCapitalist 12.06.2018 11:23
      Highlight Highlight Warum hat er den sovieles Positives umgesetzt
      Oder ist die Begnadigung von Alice Marie Johnson das schlimmste was er machen konnte ?
    • Roterriese 12.06.2018 12:25
      Highlight Highlight Beim Rennen um den schlechtesten Präsident aller Zeiten hat er aber von Drohnenobama starke Konkurrenz
  • lilas 12.06.2018 07:51
    Highlight Highlight Nun haben die Beiden ihr Wunschbild.
    Zwei Machthaber, die sich bislang nicht gerade durch Genialität qualifiziert haben, geben sich die Hand und alle finden es meeeeeega.
    Das ist filmreif. Erst das ganze hin und her und unüberwindbare Differenzen kreieren durch kindische Beleidigingen und dann plötzlich einrenken um Weltgeschichte zu schreiben. Alle sind beeindruckt und furchtbar dankbar,dass die Zwei sich bislang erwachsen benehmen, so wie man es von Menschen in ihrer Position erwarten könnte.
    Tun sie es für eine bessere Welt?
    Ich glaube nicht daran aber ich würde mich sehr gerne täuschen.

    • Waldorf 12.06.2018 09:55
      Highlight Highlight Auch die, sagen wir mal "merkwürdigen" Menschen, haben einen Daseinsberechtigung. Und es ist wohl in jedem Fall besser, sie haben Frieden im Sandkasten. Egal aus welchen persönlichen Gründen.
    • lilas 12.06.2018 14:31
      Highlight Highlight Das ist wohl wahr bloss könnte der Sandkastenfrieden abrupt enden wenn einer dem andern das Spielzeug wegnehmen will und der eigene Narzissmus durch Details wie Weltfrieden nicht befriedigt wird.
  • Bätzi 12.06.2018 07:46
    Highlight Highlight Wir leben in einer speziellen zeit.
    Es kommt mir vor als wäre in Holywood eine Filmrolle umgekippt und wir erleben diesen Film.
    Alles geht irgenwie den Bach runter
    Aber die zwei größten Clowns schütteln sich die Hände und versprechen sich gegenseitig die ganze welt.
    🤔und Oberclown Trump ist jetzt ein Held in den Geschichtsbüchern. Wer hätte das gedacht!
  • Til 12.06.2018 07:43
    Highlight Highlight "expanded bilat" hihihi (wer Cebuano kennt)
    • Aussensicht 12.06.2018 08:57
      Highlight Highlight Musste „Cebuano“ ehrlicherweise zuerst googeln.
      Und nein, Googles Translator kann bilat nicht übersetzen. (hab für einen Freund geschaut)
  • Hexentanz 12.06.2018 07:07
    Highlight Highlight What a time to be alive fällt mir da nur ein

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