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Mette-Marit nach Lungentransplantation wieder zu Hause

Mette-Marit nach Lungentransplantation wieder zu Hause

Gute Neuigkeiten für das norwegische Königshaus: Kronprinzessin Mette-Marit hat nach ihrer Lungentransplantation das Krankenhaus verlassen - und auch ihr Sohn Marius Borg Høiby darf aus dem Gefängnis nach Hause.
14.07.2026, 12:1214.07.2026, 13:45

Der Gesundheitszustand der 52-jährigen Mette-Marit sei den Umständen entsprechend gut, teilte das Königshaus am Dienstag mit - rund vier Wochen nach der Operation. Kurz darauf gab die Staatsanwaltschaft den Widerstand gegen einen Hausarrest mit elektronischer Fussfessel für ihren ältesten Sohn auf.

Norway's Crown Princess Mette-Marit speaks during the Fosse Lecture at the Royal Palace, in Oslo, Norway, Thursday, April 23, 2026. (Javad Parsa/NTB Scanpix via AP, Pool)
Mette-Marit
Mette-Marit bei einem Auftritt im April.Bild: keystone

Kronprinz Haakon zeigte sich erleichtert über die gesundheitlichen Fortschritte seiner Frau. Er wisse, dass die Genesung noch lange dauern werde, aber es sei ein sehr gutes Gefühl, so weit gekommen zu sein, erklärte er.

Der Chef der Lungenabteilung im Rikshospitalet, Are Holm, teilte mit, Mette-Marit werde im nächsten halben Jahr ein Training absolvieren und engmaschig betreut, um mögliche Komplikationen wie Abstossungsreaktionen und Infektionen früh zu erkennen. Im Normalfall dauere es oft etwa ein Jahr, bis sich der Zustand stabilisiere. Nach Angaben des Königshauses soll Mette-Marit während der Rehabilitationszeit keine offiziellen Termine wahrnehmen.

Dank an Ärzte und Leidensgenossinnen

Bei ihr war im Jahr 2018 eine unheilbare Lungenfibrose festgestellt worden. Dabei bilden sich Narben im Lungengewebe, was Atemnot, Kurzatmigkeit und Husten verursachen kann. Mette-Marit nahm nach der Diagnose noch Termine wahr. Im vergangenen halben Jahr ging es ihr aber immer schlechter. Am norwegischen Nationalfeiertag im Mai winkte sie dem Volk in Tracht und mit Sauerstoffgerät zu. Im Juni erhielt sie eine Spenderlunge – kurz nachdem sie auf die Warteliste für ein solches Organ gesetzt worden war.

Mette-Marit dankte ihren Ärzten, dem Krankenhauspersonal und allen Menschen, die sie unterstützt hätten; besonders aber denen, die sich für eine Organspende entscheiden. «Das hat mir das Geschenk des Lebens gegeben, und Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar und demütig ich dafür bin», erklärte die Prinzessin. Sie denke auch an ihre Leidensgenossinnen und -genossen, die sie grossartig unterstützt hätten. «Mit Fibrose zu leben ist nichts für schwache Nerven, und ich denke jeden Tag daran, wie stark ihr seid», betonte sie.

Wiedersehen mit dem Ältesten

Zu Hause wird Mette-Marit ihren wegen Vergewaltigung nach norwegischem Recht verurteilten Sohn Marius Borg Høiby wiedersehen. Der 29-Jährige war im Juni – kurz vor der Operation seiner Mutter – zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ein Gericht in Oslo entschied am Montag, Høibys Untersuchungshaft werde um vier Wochen verlängert, er dürfe sie aber mit einer elektronischen Fussfessel im Hausarrest verbringen. Weil die Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich Einspruch erhoben hatte, kam Høiby nicht sofort frei.

Gegen das Gefängnisurteil hat Høiby Berufung eingelegt. Ein möglicher Berufungsprozess könnte im kommenden Jahr stattfinden. Ob der Norweger bis dahin im Hausarrest bleibt, ist unklar. (dab/sda/dpa)

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