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Portugiesische Galeere an Europas Küsten: Mehrere Ferienstrände gesperrt

Video: watson/Julia Schwamborn

Portugiesische Galeere angespült: Strandsperrungen an Europas Atlantikküste

An einigen Stränden der baskischen Atlantikküste sowie in der Bretagne wurden hochgiftige Quallen angespült. Es handelt sich um die Portugiesische Galeere, die eigentlich nur in tropischen und subtropischen Gewässern zuhause ist.
06.08.2026, 11:5906.08.2026, 13:47

Wie die baskische Zeitung Diariovasco schreibt, wurde das Baden an drei verschiedenen Stränden in San Sebastian bis auf Weiteres verboten. Auch an der französischen Atlantikküste, wie etwa in Mimizan und Vieux-Boucau, wurden Strandabschnitte oder ganze Strände wegen der Qualle gesperrt.

Schmerzhafte Verletzungen

Die Portugiesische Galeere ist wegen ihrer meterlangen giftigen Tentakeln gefährlich. An den Tentakeln finden sich bis zu 1000 Nesselzellen pro Zentimeter, die ein Nervengift aus verschiedenen Proteinen enthalten. Das Gift kann kleinere Fische und andere Beutetiere töten. Bei Menschen verursacht es starke Schmerzen. Auf der Haut hinterlässt der Kontakt mit den Tentakeln rote Quaddeln, die an einen Peitschenhieb erinnern. Ein gesunder Erwachsener übersteht die Verletzung durch eine Portugiesische Galeere ohne Lebensgefahr. Bei geschwächten Menschen oder Allergikern besteht die Gefahr eines allergischen Schocks, der auch tödlich enden kann.

Auch tote Exemplare sind noch gefährlich

Behörden des Baskenlandes, der Bretagne sowie des Départements Landes warnen ausdrücklich davor, in Kontakt mit der Qualle zu geraten. Auch leblose, am Strand liegende Tiere sind noch tagelang giftig. Deshalb sei es wichtig, Warnhinweise zu beachten und besonders Kinder im Blick zu behalten.

Klimawandel ist schuld an Häufung der Quallen

Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass der Klimawandel und der damit einhergehende Anstieg der Meerestemperatur für die starke Häufung der Portugiesischen Galeere in europäischen Gewässern verantwortlich sind. Ausserdem haben die Quallen durch die Überfischung kaum noch Feinde und Nahrungskonkurrenten. Früher wurde die Quallenpopulation beispielsweise von Thunfischen oder Schwertfischen im Zaum gehalten.

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Die beliebtesten Kommentare
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Unicron
06.08.2026 12:28registriert November 2016
Ha, und ich dachte es wurde ein historisches Schiff angespühlt.
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Pseudo-Seneca
06.08.2026 12:11registriert September 2025
Es wird jedes Jahr schlimmer und wir werden uns anpassen müssen, bis es irgendwann nicht mehr möglich ist uns anzupassen..
567
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s'Paddiesli
06.08.2026 13:13registriert Mai 2017
Um das klar zustellen:
Schuld ist nicht dieses wunderschöne, faszinierende Tier.
Wir sind es.
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