Portugiesische Galeere angespült: Strandsperrungen an Europas Atlantikküste
Wie die baskische Zeitung Diariovasco schreibt, wurde das Baden an drei verschiedenen Stränden in San Sebastian bis auf Weiteres verboten. Auch an der französischen Atlantikküste, wie etwa in Mimizan und Vieux-Boucau, wurden Strandabschnitte oder ganze Strände wegen der Qualle gesperrt.
Schmerzhafte Verletzungen
Die Portugiesische Galeere ist wegen ihrer meterlangen giftigen Tentakeln gefährlich. An den Tentakeln finden sich bis zu 1000 Nesselzellen pro Zentimeter, die ein Nervengift aus verschiedenen Proteinen enthalten. Das Gift kann kleinere Fische und andere Beutetiere töten. Bei Menschen verursacht es starke Schmerzen. Auf der Haut hinterlässt der Kontakt mit den Tentakeln rote Quaddeln, die an einen Peitschenhieb erinnern. Ein gesunder Erwachsener übersteht die Verletzung durch eine Portugiesische Galeere ohne Lebensgefahr. Bei geschwächten Menschen oder Allergikern besteht die Gefahr eines allergischen Schocks, der auch tödlich enden kann.
Auch tote Exemplare sind noch gefährlich
Behörden des Baskenlandes, der Bretagne sowie des Départements Landes warnen ausdrücklich davor, in Kontakt mit der Qualle zu geraten. Auch leblose, am Strand liegende Tiere sind noch tagelang giftig. Deshalb sei es wichtig, Warnhinweise zu beachten und besonders Kinder im Blick zu behalten.
Klimawandel ist schuld an Häufung der Quallen
Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass der Klimawandel und der damit einhergehende Anstieg der Meerestemperatur für die starke Häufung der Portugiesischen Galeere in europäischen Gewässern verantwortlich sind. Ausserdem haben die Quallen durch die Überfischung kaum noch Feinde und Nahrungskonkurrenten. Früher wurde die Quallenpopulation beispielsweise von Thunfischen oder Schwertfischen im Zaum gehalten.
