Leben
Justiz

Marius Borg Høiby: Er darf schon bald nach Hause

Royaler Hausarrest: Marius Borg Høiby darf schon bald mit Fussfessel nach Hause

13.07.2026, 14:1213.07.2026, 14:12
FILE - Norway's Marius Borg Hoiby and Crown Princess Mette-Marit in Oslo, June 16, 2022. (Lise Aserud/NTB Scanpix via AP, File)
Norway Royals
Marius Borg Høiby darf seine U-Haft mit Fussfessel absitzen.Bild: keystone

Erst im Juni wurde Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wegen 34 Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen und Misshandlung zu vier Jahren Haft verurteilt - nun darf er wohl schon wieder nach Hause. Dies berichtete das norwegische Dagbladet am Montag.

Am Morgen war der 29-Jährige vor dem Osloer Bezirksgericht zu einer Anhörung über die Verlängerung seiner Untersuchungshaft erschienen. Dort entschied die Richterin zwar, dass er weitere vier Wochen in U-Haft bleiben soll; allerdings darf Høiby diese mit einer Fussfessel auf der Residenz des norwegischen Kronprinzenpaares absitzen.

Gemäss seinem Verteidiger sei der (noch nicht rechtskräftig) Verurteilte halbwegs zufrieden mit der Entscheidung: «Er hatte zwar in erster Linie um seine Freilassung gebeten, ist aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden.» Es ist das erste Mal, dass dem 29-Jährigen eine solche Forderung gewährt wird; zu gross sei die Flucht- und Wiederholungsgefahr, wurde zuvor argumentiert.

Zwar darf Høiby das Anwesen Skaugum, welches etwa 25 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo liegt, nicht verlassen; trotzdem dürfte die Rückkehr wieder etwas Normalität in seinen privaten Rahmen bringen. Seine Mutter Mette-Marit erholt sich derzeit von einer Lungentransplantation, der sie sich Mitte Juni unterzogen hat. Høibys Verteidiger hatte bei der Anhörung betont, dass er seine Mutter im Alltag unterstützen wolle.

Noch ist weder das Urteil gegen Høiby, noch der Entscheid, ihn mit Fussfessel ziehen zu lassen, rechtskräftig. (cpf)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die 70 grossartigsten Bilder der Queen
1 / 72
Die 70 grossartigsten Bilder der Queen
Elizabeth wird am 21. April 1926 in London geboren. Dieses Bild von 1931 zeigt sie mit ihrer kleinen Schwester, Prinzessin Margaret, und ihrer Mutter Elizabeth, die spätere Queen Mother.
quelle: ap / pa
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Sturzfluten im US-Bundesstaat Missouri: Hunderte Menschen gerettet – Frau wird vermisst
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
21 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Garp
13.07.2026 15:58registriert August 2018
Völlig daneben, dass er die Strafe nicht im Gefängnis absitzen muss und alle Annehmlichkeiten geniessen kann.
Ein anderer in seinem Alter, darf auch nicht Heim zu Mami.
460
Melden
Zum Kommentar
avatar
Outlook
13.07.2026 14:38registriert Februar 2022
"dass er seine Mutter im Alltag unterstützen wolle"

Vermutlich ist Mette-Marit froh, ihren Sohn in der Nähe (und dank Fussfessel hoffentlich unter Kontrolle) zu haben. Wie will er sie unterstützen? Frühstück zubereiten? Wäsche waschen?
462
Melden
Zum Kommentar
avatar
Chrisbe
13.07.2026 15:50registriert Oktober 2019
Gut sind vor dem Gesetz alle gleich ...🥴
390
Melden
Zum Kommentar
21
Rumänisches Vater-Sohn-Drama holt Hauptpreis in Locarno – Schweizer FIlme gehen leer aus
Der Film «Nu e locul tau aici» («You Don't Belong Here») des rumänischen Regisseurs und Drehbuchautors Florin Șerban hat am 79. Locarno Film Festival den Pardo d'Oro gewonnen. «Es ist etwas, wovon ich immer geträumt habe: An einem Festival ausgezeichnet werden, das pures Kino ist», sagte dieser bei der Preisverleihung.
Zur Story