Royaler Hausarrest: Marius Borg Høiby darf schon bald mit Fussfessel nach Hause
Erst im Juni wurde Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wegen 34 Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen und Misshandlung zu vier Jahren Haft verurteilt - nun darf er wohl schon wieder nach Hause. Dies berichtete das norwegische Dagbladet am Montag.
Am Morgen war der 29-Jährige vor dem Osloer Bezirksgericht zu einer Anhörung über die Verlängerung seiner Untersuchungshaft erschienen. Dort entschied die Richterin zwar, dass er weitere vier Wochen in U-Haft bleiben soll; allerdings darf Høiby diese mit einer Fussfessel auf der Residenz des norwegischen Kronprinzenpaares absitzen.
Gemäss seinem Verteidiger sei der (noch nicht rechtskräftig) Verurteilte halbwegs zufrieden mit der Entscheidung: «Er hatte zwar in erster Linie um seine Freilassung gebeten, ist aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden.» Es ist das erste Mal, dass dem 29-Jährigen eine solche Forderung gewährt wird; zu gross sei die Flucht- und Wiederholungsgefahr, wurde zuvor argumentiert.
Zwar darf Høiby das Anwesen Skaugum, welches etwa 25 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo liegt, nicht verlassen; trotzdem dürfte die Rückkehr wieder etwas Normalität in seinen privaten Rahmen bringen. Seine Mutter Mette-Marit erholt sich derzeit von einer Lungentransplantation, der sie sich Mitte Juni unterzogen hat. Høibys Verteidiger hatte bei der Anhörung betont, dass er seine Mutter im Alltag unterstützen wolle.
Noch ist weder das Urteil gegen Høiby, noch der Entscheid, ihn mit Fussfessel ziehen zu lassen, rechtskräftig. (cpf)
