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Spionage für Russland: Lette muss 5,5 Jahre ins Gefängnis

Spionage für Russland: Lette muss 5,5 Jahre ins Gefängnis

30.06.2026, 13:2630.06.2026, 13:26

Ein Gericht in Lettland hat einen Mann wegen Spionage für das benachbarte Russland zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Der lettische Staatsbürger wurde der Informationsweitergabe an den russischen Militärgeheimdienst GRU für schuldig befunden, mit dem er aus ideologischen Motiven zwischen 2016 und 2025 freiwillig zusammengearbeitet haben soll. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft des baltischen EU- und Nato-Landes in Riga mit.

Sicherheitsinteressen gefährdet

Der Mann soll demnach auf Anweisung des GRU illegal Informationen über den Flugplatz Spilve und die Bedingungen für den Kauf von SIM-Karten in Lettland gesammelt haben. Auch über die militärpolitischen Entwicklungen im Land, die Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine, Nato-Aktivitäten sowie Begebenheiten im Verteidigungssektor Lettlands habe er direkt an den russischen Militärgeheimdienst berichtet.

Damit gefährdete er nach Angaben der Behörden die Sicherheitsinteressen des an Russland und dessen Verbündeten Belarus grenzenden Lettlands.

Weiteres Verfahren eingeleitet

Der Verurteilte habe sich seit dem 18. Oktober 2025 in Untersuchungshaft befunden. Auch die Person, die die Spionage anleitete, sei identifiziert worden. Gegen sie sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, hiess es in der Mitteilung weiter. (sda/dpa)

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