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Viele Tote bei russischem Angriff auf Munitionslager bei Kiew

Aftermath of Russian drone attack in Vyshneve in Kyiv region A burned-out car on Kyivska Street in Vyshneve, Bucha district, Kyiv region, Ukraine, on August 28, 2026. The car was hit and burned during ...
Mindestens 27 Menschen sterben bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager unweit der Hauptstadt Kiew. Bild: www.imago-images.de

Viele Tote bei russischem Angriff auf Munitionslager bei Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager sind westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens 37 Menschen getötet worden.
29.08.2026, 11:2729.08.2026, 13:35

«Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.

Auch in der Südukraine - im von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet Odessa und der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim - kamen Menschen bei gegenseitigen Angriffen ums Leben.

Über 300 Rettungskräfte im Einsatz

Bei dem Angriff auf das Munitionslager am Freitagabend wurden nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auch mehr als 40 Menschen verletzt. Mehr als 300 Rettungskräfte waren demnach im Einsatz. Präsident Selenskyj zufolge wurden fast 400 Menschen in Sicherheit gebracht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff auf das knapp fünf Kilometer von der Stadtgrenze Kiews entfernte Dorf Myla ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: «Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben.» Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.

Hauptstrecke nach Westen komplett gesperrt

Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über Ermittlungen wegen «dienstlicher Fahrlässigkeit» und einen russischen Drohnenangriff informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager mit Einzelteilen für weitreichende Drohnen das Ziel des Angriffs.

Die Hauptverbindungsstrecke von Kiew Richtung Westen musste in der Folge auf einem mehrere Kilometer langen Abschnitt für die Lösch- und Rettungsarbeiten komplett gesperrt werden. Erst in den Mittagsstunden am Samstag konnte der Verkehr nach Polizeiangaben auf der zweispurigen Schnellstrasse einspurig in beide Richtungen wieder aufgenommen werden. Auf in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos waren Feuer und Explosionen in der Abenddämmerung zu sehen.

Regierungschef Serhij Korezkyj verwies auf einen ähnlichen Vorfall Anfang Juli in Wyschnewe am südwestlichen Stadtrand von Kiew. «Im fünften Kriegsjahr werden ein und dieselben Fehler begangen - das ist kriminelle Fahrlässigkeit», schrieb er auf Telegram. Nach offiziellen Angaben wurden damals bei der Explosion eines Munitionsdepots mindestens neun Menschen getötet.

Kiew und das Umland kommen seit Tagen aufgrund ständigen Luftalarms wegen anfliegender Drohnen oder Raketen kaum zur Ruhe. Am Samstagmorgen kam Gouverneur Tkatschenko zufolge im Landkreis Boryspil westlich von Kiew ein 14-jähriges Mädchen bei einem weiteren Drohnenangriff ums Leben.

Russische Angriffe auch auf Südukraine

Das russische Militär griff nach übereinstimmenden Angaben auch Ziele im südukrainischen Gebiet Odessa an. Ein Mensch sei getötet und weitere drei seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Fünf Getreidetransporter seien ausgebrannt und drei weitere beschädigt worden. Alle Brände konnten demnach gelöscht werden.

Zuvor hatte die Verwaltung des Landkreises Ismajil, in dem sich die Donauhäfen des Landes befinden, vor russischen Drohnen gewarnt. Anlagen der Transportinfrastruktur seien beschädigt worden.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau galt der Angriff dem Donauhafen Ismajil. Ziel seien Tanklaster und Entladestellen für Treibstoff gewesen. Die Flusshäfen unweit der Donaumündung sind für den ukrainischen Aussenhandel aufgrund regelmässiger russischer Angriffe auf die Seeroute zu den ukrainischen Schwarzmeerhäfen wieder wichtiger geworden.

Auch Tote nach ukrainischen Angriffen

Im südwestrussischen Grenzgebiet Belgorod wiederum kamen nach Regierungsangaben bei ukrainischen Angriffen drei Menschen ums Leben. Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der kommissarische Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit. Das ukrainische Militär habe unter anderem Drohnen, Raketenwerfer und Artillerie eingesetzt.

Zudem wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen auf der von Russland bereits 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet. Weitere drei seien verletzt worden, schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram. 26 Drohnen wurden demnach abgeschossen. An knapp ein Dutzend Häusern habe es Schäden gegeben. (sda/dpa)

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Whatever blue
29.08.2026 11:30registriert März 2025
Jetzt wissen wir auch, was der CIA Chef in Moskau zu suchen hatte
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