Dutzende Tote: Russland überzieht die Ukraine in der Nacht mit Angriffen aus der Luft
Bei einem Drohnenangriff auf die Stadtratsgemeinde Romny im nordukrainischen Gebiet Sumy sind nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen.
Das russische Militär habe ein Mehrfamilienhaus attackiert, teilte der Chef der Militärverwaltung in Sumy, Oleh Hryhorow, mit. Bei den Opfern handle es sich um einen alten Mann, zwei Frauen und ein kleines Kind – «ein Mädchen, das noch nicht einmal zwei Jahre alt war». Drei weitere Personen seien verletzt worden.
Derweil sind bei einem Raketenangriff auf die ukrainische Grossstadt Krywyj Rih im Gebiet Dnipropetrowsk sieben Menschen verletzt worden. Zwei Frauen würden weiterhin im Spital behandelt, teilte der städtische Chef des Verteidigungsrats, Olexander Wilkul, am Morgen nach dem Angriff bei Telegram mit.
Luftangriffe fordern 30 Tote in Kiew
«Nach neuesten Informationen wurden neun Wohnblocks, ein Schulgebäude, ein Unternehmen und mehrere Geschäftsobjekte, Garagen und zehn Fahrzeuge beschädigt», schrieb er. Zwei Wohnblocks seien von der Gasversorgung abgeschnitten.
Die Attacken erfolgten nur eine Nacht nach dem massiven kombinierten Luftangriff auf die Hauptstadt Kiew. Dort ist die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 30 gestiegen. Krywyj Rih ist dabei als Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und wichtiger Industriestandort selbst häufig Ziel russischer Attacken. Bei einem Raketenangriff 2025 kamen 19 Menschen ums Leben, mehr als 70 wurden verletzt. Die Rakete schlug damals neben einem Kinderspielplatz ein. (leo/sda/dpa)
