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Ukrainische Angriffe: Nur zwei russische Top-Raffinerien noch intakt

Oil refinery in Moscow hit by large-scale Ukrainian drone attack, mayor says MOSCOW, RUSSIA - JUNE 18: Black smoke billows from the area of Gazprom Nefts Moscow oil refinery, located on the southeaste ...
Acht der zehn produktivsten Anlagen sind bereits Ziel ukrainischer Drohnen geworden (Archivbild).Bild: www.imago-images.de

Ukrainische Angriffe: Nur zwei russische Top-Raffinerien noch intakt

Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen zeigen Wirkung. Die Ölproduktion ist auf einem Rekordtief.
01.07.2026, 05:4301.07.2026, 05:43
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

Die ukrainischen Angriffe auf russische Energieinfrastruktur haben mittlerweile die meisten der grössten Raffinerien getroffen. Acht der zehn produktivsten Anlagen sind bereits Ziel ukrainischer Drohnen geworden. Darunter ist die Gazprom-Raffinerie in Moskau, die sowohl von ukrainischen Drohnen als auch von einer fehlgeleiteten russischen Abwehrrakete getroffen wurde.

Auch in Anlagen in den Städten Kirischi, Rjasan, Nischni-Nowgorod, Jaroslawl, Wolgograd, Perm und Salawat hat es in den vergangenen Monaten Explosionen gegeben. Die Moskauer Raffinerie und die in Jaroslawl sind mehrfach angegriffen worden.

Nur zwei Anlagen sind noch nicht Ziel von Kiews Drohnen geworden. Die Anlage des Grosskonzerns Gazprom Neft in Omsk ist die grösste Raffinerie in Russland und blieb bisher verschont. Sie liegt weit östlich des Urals und ausserhalb der Reichweite der meisten ukrainischen Drohnen. Allerdings hat es hier im August 2024 eine grosse Explosion gegeben, die zeitweise die Produktion lahmlegte. Die Ursache war nach offiziellen Angaben ein Brand in einem Teil der Anlage. Die Angarsk-Raffinerie in Irkutsk liegt ebenfalls weit im Osten Russlands und ist noch intakt.

Putin räumt Probleme ein

Tatsächlich steht ein Drittel der Ölverarbeitungsanlagen nach Angriffen still, wie Experten der Agentur Energy Intelligence berichten. Die Moskauer Anlage soll mindestens ein halbes Jahr lang ausfallen, berichtet der Sender n-tv. Die Verarbeitung sei auf vier Millionen Barrel gesunken, den niedrigsten Stand seit 20 Jahren.

Selbst Wladimir Putin musste vor einigen Tagen zugeben, dass es bei der Treibstoffversorgung knapp wird. «Was Angriffe auf die kritische Infrastruktur im Allgemeinen und die Energieinfrastruktur im Besonderen betrifft, so verursachen diese Angriffe auf unsere Infrastruktureinrichtungen natürlich Probleme, das ist offensichtlich», sagte Putin. «Im Moment beobachten wir einen gewissen Mangel, aber er ist nicht kritisch.»

Russland führt nach Kremlangaben Gespräche mit anderen Ländern über mögliche Kraftstoffimporte. Kremlsprecher Dmitri Peskow stellte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge Importe in Aussicht, wenn Vereinbarungen zu annehmbaren Preisen erreicht würden. Das wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Markt zu stabilisieren und ziele darauf, Panikkäufe abzuwehren. Konkrete Länder nannte er nicht. Aber es bestünden Kontakte, sagte Peskow.

Ukraine will Nachschub stören

Auch Vize-Regierungschef Alexander Nowak hatte Importe als mögliche Massnahme genannt, um Stabilität auf dem heimischen Treibstoffmarkt zu sichern.

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten als Teil ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion ihre Angriffe auf russisches Hinterland stark ausgeweitet. Immer wieder brennen etwa Raffinerien. Kiew will damit den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und Moskaus Einnahmen aus dem Energiegeschäft, die wichtig zur Kriegsfinanzierung sind, schmälern.

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butlerparker
01.07.2026 06:26registriert März 2022
Omsk ist "nur" 700 km weiter entfernt als Perm. es ist nur eine Frage der Zeit, wann Kiew auch dort in der Lage ist, die Anlage zu zerstören. Für Irkutsk braucht man aber dann schon Langstreckenraketen. Das wäre etwas für die Flamingos.
So, so RUS will also Benzin + Diesel importieren. Dazu muss erst einmal eine Logistik aufgebaut werden, es sei denn RUS nutzt seine "Schattenflotte (Rohöl hin+raffineriert zurück = 1 Grund mehr, um gegen diese vorzugehen). Bezahlt muss es auch werden, da die Kassen annähernd leer sind, bin ich mal gespannt, wer hier kostengünstig liefert.Russen, laufen angesagt
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mMn
01.07.2026 08:45registriert September 2020
Der Mangel ist "nicht kritisch"... wenn das fehlen von 20% Öl wegen der Strasse von Hormus die grösste Militärmacht der Welt in die Knie zwingt, dann sind diese Ausfälle in Russland, die weit über 20% sind, zu 100% kritisch! Wer irgendwas anderes behauptet, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Ich behaupte spätestens im Winter, wenn nicht nur das Auto ausfällt, sondern auch die stalinistische Ölheizung ihren Dienst verweigert, kollabiert das Regime in Moskau.

Good luck Köppel und co. Das ist das Ende der Putinära.
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