International
Singapur

Franzose in Singapur wegen Röhrli-Streichs verurteilt – das ist passiert

Franzose in Singapur wegen Röhrli-Streichs verurteilt – ihm drohte Gefängnis

Ein Internetstreich mit einem abgeleckten Röhrli ist einen französischen Studenten in Singapur teuer zu stehen gekommen. Trotzdem kam er glimpflich davon.
30.07.2026, 05:2330.07.2026, 05:47

Ein Gericht verurteilte den 19-Jährigen zu einer Geldstrafe von 600 Singapur-Dollar (etwa 380 Franken), nachdem er sich schuldig bekannt hatte, durch seine Aktion die öffentliche Ordnung gestört zu haben, wie die Zeitung «Straits Times» unter Berufung auf die Justiz berichtete.

Jedoch kam der Angeklagte noch glimpflich davon – ihm hatte sogar eine Gefängnisstrafe gedroht. Unklar ist derweil noch, ob ihm auch der Aufenthaltstitel entzogen wird. Der Franzose besitzt einen Studentenpass und studiert an der ESSEC Business School in Singapur.

Was war passiert?

Der Student hatte im März an einem Automaten für frisch gepressten Orangensaft zunächst ein Röhrli aus dem Spender gezogen, dieses abgeleckt und es anschliessend wieder zurückgesteckt. Die Szene filmte er für eine Instagram-Story.

Ein Mitarbeiter des Saftautomatenbetreibers sah das viral gegangene Video und wandte sich an die Polizei. Daraufhin mussten sämtliche 500 Trinkhalme des Automaten ausgetauscht werden. Der entstandene Schaden belief sich den Gerichtsunterlagen zufolge zwar nur auf fünf Singapur-Dollar (rund 3.10 Franken) – jedoch sorgte der Fall landesweit für Aufsehen.

Wegen Störung der öffentlichen Ordnung drohte dem Franzosen bei einem Schuldspruch eine mehrmonatige Gefängnis- oder eine Geldstrafe – oder beides. Jedoch hatte er sich vor Gericht reumütig gezeigt: Sein Anwalt erklärte, seinem Mandanten sei inzwischen bewusst geworden, dass eine vermeintlich harmlose und spielerische Aktion weitreichende Folgen haben könne.

Strenge Gesetze und Kaugummiverbot

Der wohlhabende Stadtstaat Singapur ist für seine strengen Gesetze und deren konsequente Durchsetzung bekannt. Hohe Sauberkeitsstandards und strikte Regeln im öffentlichen Raum gehören seit Jahrzehnten zum Markenzeichen des Landes. So ist etwa auch die Einfuhr von Kaugummi weitgehend verboten, um Verschmutzung und Vandalismus zu verhindern. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«La La Land»-Poster wird nach 10 Jahren angepasst
1 / 4
«La La Land»-Poster wird nach 10 Jahren angepasst

Das neue La La Land-Poster

quelle: lionsgate
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Drohne filmt zum ersten Mal Geburt eines Buckelwals
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
30 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Verified Troll
30.07.2026 05:40registriert August 2022
Das ist kein Streich. Das ist einfach nur ekelhaft.
1546
Melden
Zum Kommentar
avatar
Skunki
30.07.2026 06:25registriert Juni 2024
Ich würde ihn als Strafe nochmals in den Kindergarten schicken, damit der Junge anständig erzogen wird.
895
Melden
Zum Kommentar
avatar
stronghelga
30.07.2026 05:36registriert März 2021
Im Museum für gescheiterte Lebensentscheidungen hat der Trinkhalm jetzt einen Ehrenplatz.
658
Melden
Zum Kommentar
30
Kurze Waffenruhe definitiv vorbei: Donald Trump kündigt «Prügel» für den Iran an
Kaum schweigen die amerikanischen Bomben, schlägt der Iran wieder zu. Die Lage droht erneut zu eskalieren.
Die militärische Zurückhaltung der USA in den vergangenen Tagen hat der Iran offensichtlich als Zeichen der Schwäche gewertet. Zurzeit geht er wieder in die Offensive. Mit neuen Raketenangriffen auf Jordanien, dem Beschuss von Schiffen in der Strasse von Hormus und Angriffen pro-iranischer Milizen im Irak auf Saudi-Arabien hat die iranische Führung die jüngste Waffenruhe gekündigt. Amerika und Saudi-Arabien schlugen am Mittwoch zurück, und US-Präsident Donald Trump kündigte «Prügel» für den Iran an.
Zur Story