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Weshalb stürzte die Brücke in Genua ein? Professor stellt erste Hypothese auf

Weshalb stürzte die Brücke in Genua ein? Professor stellt erste Hypothese auf

17.08.2018, 14:0317.08.2018, 18:02

Der Einsturz der Autobahnbrücke in Genua mit mindestens 38 Toten könnte nach Einschätzung eines Experten möglicherweise durch den Riss eines Tragseils verursacht worden sein. «Dies ist eine ernste Arbeitshypothese, aber nach drei Tagen ist es nur eine Hypothese», sagte der Professor für Stahlbetonbau an der Universität Genua, Antonio Brencich, am Freitag vor Journalisten.

Brencich gehört einer vom Verkehrsministerium eingesetzten Unfallkommission an. Es gebe Zeugenaussagen und Videos, die in Richtung Tragseile wiesen, sagte er laut Nachrichtenagentur Ansa.

Dagegen schloss er eine Überlastung der Brücke als Grund aus. «Der Regen, der Donner, die Überlastung sind fantasievolle Hypothesen, die nicht einmal in Erwägung gezogen werden.»

«Ich war am Steuer meines Autos und habe gesehen, wie die Seile an der Seite nachgaben. Gleich danach begann der Asphalt unter mir zu zittern wie bei einem Erdbeben»

Der vierspurige, etwa 1200 Meter lange Polcevera-Viadukt in Genua setzt sich aus drei Einzelbrücken zusammen, von denen eine am Dienstag einstürzte. Die von den Pylonen zum Fahrbahnträger reichenden Stahlseile sind in eine Betonummantelung eingeschlossen. Diese soll vor Korrosion schützen.

Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

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Autobahnbrücke in Genua eingestürzt
Nach dem verheerenden Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua rückt die Frage nach der Ursache für die Katastrophe in den Fokus.
quelle: epa/ansa / luca zennaro
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Die Zeitung «La Repubblica» (Freitag) schrieb, dass eine Studie des Polytechnikums Mailand schon 2017 Schwächen an den Seilen entdeckt habe. Die Zeitung zitierte ausserdem Augenzeugen des Unglücks, die gesehen hätten, wie die Spannseile nachgaben.

«Ich war am Steuer meines Autos und habe gesehen, wie die Seile an der Seite nachgaben. Gleich danach begann der Asphalt unter mir zu zittern wie bei einem Erdbeben», sagte die Ärztin Valentina Galbusera der Zeitung. (sda/dpa)

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quelle: epa/efe / giorgio viera
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