International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05397760 A handout picture made available by the Syrian Arab Red Crescent shows UN and Syrian Arab Red Crescent and Red Cross trucks delivering 37 loaded aid trucks to Zamalka and Erbeen towns in Eastern Ghouta, Syria, 29 June 2016. According to reports the convoy is the first to reach the Syrian towns since 2012.  EPA/SYRIAN ARAB RED CRESCENT / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Hilfe steht bereit: UNO-Konvois warten in Syrien auf einen Passierschein des Regimes. (Archivbild) Bild: EPA/SYRIAN ARAB RED CRESCENT

Hilfskonvois für Syrien warten auf grünes Licht vom Regime



Hilfskonvois der Vereinten Nationen sowie notleidende Menschen in belagerten syrischen Städten warten weiter auf grünes Licht des Regimes in Damaskus für den Beginn der Versorgungsaktion. Dutzende Lastwagen mit Hilfsgütern stehen bereit.

Allerdings hatten die UNO-Konvois noch keine Erlaubnis zur Weiterfahrt erhalten, sagte der UNO-Syrienbeauftragte Staffan de Mistura. «Doch wir haben die Passierscheine noch nicht bekommen, dies muss sofort geschehen.»

Syrische Regierungseinheiten begannen nach Angaben Russlands mit dem Abzug von Truppen und Gerät von der Hauptversorgungsroute bei Aleppo. Damit sollen humanitäre Hilfslieferungen erleichtert werden, sagte General Wladimir Sawtschenko am Donnerstag der russischen Agentur Ria Nowosti. Der Schritt erfolge in Übereinstimmung mit den internationalen Vereinbarungen.

Der russische Vizeaussenminister Gennadi Gatilow sagte in Moskau, er schliesse neue Syrien-Friedensgespräche zwischen Vertretern von Machthaber Baschar al-Assad und den Rebellen Ende September oder im Oktober nicht aus.

Abkommen unterbreiten

Die USA kündigten unterdessen an, ihren Verbündeten den Inhalt des Syrien-Abkommens zwischen Washington und Moskau darzulegen. Das erklärte der Sprecher des Aussenministeriums, Mark Toner, am Donnerstag in Washington. In der kommenden Woche werde man sich in New York mit anderen Mitgliedern der Unterstützergruppe für Syrien (ISSG) zusammensetzen und ihnen die Details erklären, sagte er. Toner liess aber offen, ob die USA den anderen Ländern den kompletten Text des Abkommens zugänglich machen werden.

Washington und Moskau hatten am vergangenen Wochenende eine Waffenruhe für Syrien vereinbart. Hält diese für sieben Tage, wollen beide Länder zusammenarbeiten, um Militärschläge gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) und die Miliz Dschabhat Fatah al-Scham (früher: Al-Nusra Front) vorzubereiten.

Teil der Vereinbarung über die Waffenruhe ist auch, dass Menschen in Not versorgt werden. Nach UNO-Angaben sind mehr als 600'000 Zivilisten von der Aussenwelt abgeschnitten und grauenhaften Bedingungen ausgesetzt.

Luftangriffe auf «IS»-Gebiet

Bei Luftangriffen auf «IS»-Gebiet im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten unterdessen mindestens elf Zivilisten getötet worden, darunter zwei Kinder. Mehr als 30 Menschen seien bei der Bombardierung der Stadt Al-Majadin verletzt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Es sei unklar, ob Flugzeuge der USA oder Russlands die Angriffe nahe der «IS»-Hochburg Dair as-Saur geflogen hätten, hiess es weiter. Das «IS»-Sprachrohr Amak sprach im Internet von 15 Toten und machte Moskaus Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Was gerade in Aleppo passiert, ist «schlimmer als Auschwitz» – warum wir uns schämen werden

Link zum Artikel

Bilder, die traurig – und zugleich hoffnungsvoll stimmen: So schön war es in Aleppo, Homs und Rakka vor dem Krieg

Link zum Artikel

6 Fakten, die zeigen, dass Saudi-Arabien keinen Deut besser ist als der «IS» – aber die Schweiz liefert weiterhin Waffen

Link zum Artikel

Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Link zum Artikel
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

UN-Sicherheitsrat einigt sich auf Syrienhilfe – warum das ein Sieg für Russland ist

Es war ein langes Ringen – nun hat sich der UN-Sicherheitsrat doch auf die Fortsetzung der humanitären Hilfe in Syrien geeinigt. Warum das ein Sieg für Russland ist aber eine Niederlage für das syrische Volk.

Nach langem Ringen hat sich der UN-Sicherheitsrat doch noch auf eine eingeschränkte Fortsetzung der humanitären Syrienhilfe geeinigt. Die Lösung, die einem Sieg Russlands gleichkommt, könnte jedoch nach Einschätzung von Hilfsorganisationen die Versorgung von Millionen Notleidenden gefährden. Das mächtigste UN-Gremium stimmte am Samstag (Ortszeit) für einen deutsch-belgischen Resolutionsvorschlag bei Enthaltung unter anderem von Russland und China. Deutschlands Aussenminister Heiko Maas …

Artikel lesen
Link zum Artikel