Doch kein Vandalismus: US-Justizministerium räumt Baufehler bei Reflecting Pool ein
Zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument liegt der historische Lincoln Memorial Reflecting Pool. Donald Trump liess das berühmte Becken Medienberichten zufolge für 14 Millionen Dollar renovieren. Doch die Arbeiten endeten mit erheblichen Schäden.
Nach dem Neuanstrich mit einer blauen Schwimmbadfarbe begann sich der Bodenbelag des Beckens an mehreren Stellen abzulösen. Zudem ist das Becken von Algen befallen.
Die Probleme mit dem Reflecting Pool:
Die US-Regierung behauptete, Vandalen hätten die neue Beschichtung des Beckens beschädigt. Im Juni wurde der ehemalige US-Olympiateilnehmer David Hearn festgenommen. Ihm wurde vorgeworfen, die Anlage mutwillig beschädigt zu haben.
Der 67-Jährige sagte nach seiner Festnahme gegenüber US-Medien, er habe während einer Fahrradtour lediglich angehalten, um sich die von Trump beauftragten Arbeiten am Becken anzusehen. Trotzdem wurde der 67-Jährige von einem Bundesgericht wegen schwerer Sachbeschädigung angeklagt. Ihm drohten bis zu zehn Jahre Haft.
Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Hearn nun eingestellt. Neue Erkenntnisse «untergraben die Beweisgrundlage für die Anklage», sagte die Staatsanwältin Jeanine Pirro. Die Schäden seien in Wahrheit durch mangelhafte Arbeiten entstanden. Hearns Anwalt Norm Eisen warf Trump vor, unschuldige Bürger zu Sündenböcken für verpfuschte Renovierungsarbeiten gemacht zu haben.
Trump vergab den Renovierungsauftrag ohne öffentliche Ausschreibung an ein befreundetes Unternehmen. Dieses soll die entstandenen Schäden nun beseitigen. (cst)
