International
USA

US-Polizei meldet neuen Todesfall im Kontext von ICE-Einsatz

US-Polizei meldet neuen Todesfall im Kontext von ICE-Einsatz

15.07.2026, 07:2615.07.2026, 07:26

Im Kontext von Einsätzen der umstrittenen US-Migrationsbehörde ICE hat es erneut einen Todesfall gegeben. Eine Person sei beim Aufeinandertreffen unter anderem mit ICE-Beamten auf einem Tankstellenparkplatz im US-Bundesstaat Florida zu Fuss geflüchtet und in der Folge bei einem Verkehrsunfall gestorben, teilte die Autobahnpolizei von Florida unter Berufung auf erste Erkenntnisse mit.

epa12844849 A US Immigration and Customs Enforcement (ICE) agent patrols the John F. Kennedy International Airport, amid congestion caused by the Department of Homeland Security (DHS) shutdown, in the ...
Ein ICE-Beamter in den USA. (Symbolbild) Bild: keystone

Die Person, die mit drei anderen Insassen eines Wagens vor den Beamten Dienstagfrüh geflüchtet war, sei auf einer Strasse von einem Sattelzug erfasst und tödlich verletzt worden, hiess es weiter. Der Unfall habe sich im Umfeld der bei Touristen beliebten Stadt St. Augustine ereignet.

Ministerium: Todesopfer hatte mexikanischen Pass

Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums teilte auf dpa-Anfrage mit, dass das Todesopfer einen mexikanischen Pass hatte. Die Rede war von einem Einsatz von Strafverfolgungsbehörden. ICE wurde namentlich aber nicht genannt.

Laut Autobahnpolizei soll neben ICE auch die für grenzüberschreitende Verbrechen zuständige Abteilung HSI des Heimatschutzministeriums an dem Einsatz beteiligt gewesen sein. Der Hintergrund blieb unklar.

In den vergangenen Tagen waren bereits zwei Menschen im Kontext von ICE-Vorfällen gestorben. Nachdem im texanischen Houston ein ICE-Beamter einen Einwanderer aus Mexiko bei einer Kontrolle erschossen hatte, ereignete sich danach im nordöstlichen Bundesstaat Maine ein ähnlicher Vorfall, bei dem ein Mensch starb. Lokalen Bürgerrechtsorganisationen zufolge handelt es sich bei dem Getöteten um einen 26 Jahre alten Mann aus Kolumbien, der eine Arbeitserlaubnis in den USA hatte.

ICE-Einsätze sind Teil der strikten Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump. Anfang des Jahres war die Behörde, die teils immer wieder mit vermummten Beamten bei Razzien gegen Migranten vorging, stark in die Kritik geraten. Bundesbeamte hatten im Januar die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt. Auch die Aufarbeitung der Fälle steht in der Kritik. So hatten damals Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
12 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Gurgelhals
15.07.2026 09:18registriert Mai 2015
Schön auch wieder die Verwendung des Begriffs "umstritten" – aka das Zauberwort in der Nachrichtenbranche des 21. Jahrhunderts, wenn man dort "aus Gründen" die Dinge nicht einfach klipp und klar beim Namen nennen möchte/kann/darf.

Faustregel: Wenn in den Nachrichten heutzutage etwas als "umstritten" bezeichnet wird, dann ist der Sachverhalt eigentlich ganz und gar nicht umstritten. Es ist bloss so, dass halt irgendwo irgendein unqualifizierter Blödmann das Gegenteil behauptet und man dann aus welchen Gründen auch immer meint, man müsse das daher dementsprechend "ausgewogen" darstellen.
302
Melden
Zum Kommentar
avatar
Pointless Piraña
15.07.2026 09:06registriert Dezember 2019
Faschismus tötet.
302
Melden
Zum Kommentar
avatar
Reinhard51
15.07.2026 08:10registriert November 2025
Jetzt geht der rechte Terror wieder los.
263
Melden
Zum Kommentar
12
Mit diesem Plan wollte der Mossad Irans Ex-Präsidenten Ahmadinedschad an die Macht bringen
Die «New York Times» erzählt, wie der israelische Geheimdienst den ehemaligen iranischen Staatschef als neuen starken Mann in Teheran installieren wollte. Der unglaubliche Fall in fünf Punkten.
Der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadineschad hätte nach dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar als neuer Herrscher in Teheran installiert werden sollen. Doch dieser Plan Israels scheiterte, wie die «New York Times» bereits vor einigen Wochen berichtete. Nun doppelt das Weltblatt nach und erzählt in einem neuen Artikel, wie der legendäre Geheimdienst Mossad die ehemalige Regimestütze Ahmadinedschad kultiviert habe. Eine Geschichte voller irrer Details.
Zur Story