Voranhörung zum Mordprozess gegen US-Sänger D4vd hat begonnen
Am Dienstag begann die Anhörung zur Voruntersuchung im Mordfall gegen den US-Sänger D4vd – mit bürgerlichem Namen David Anthony Burke. Ihm wird vorgeworfen, das 14-jährige Mädchen Celeste Rivas Hernandez über mehrere Jahre sexuell missbraucht und ermordet zu haben. Die BBC war im Gericht in Los Angeles.
Die Staatsanwaltschaft wirft Burke vor, das Mädchen erstochen und danach, um den Mord zu vertuschen, ihre Leiche zerteilt zu haben. Der Sänger soll damit versucht haben, zu verhindern, dass die 14-Jährige die Taten auffliegen lässt. Burke plädiert auf nicht schuldig.
Die Details zum Fall waren bereits bekannt. Am Dienstag wurden nun zum ersten Mal Beweise und Fotos im Gericht der Öffentlichkeit vorgelegt – so auch den Eltern des Mädchens.
«Dies ist das erste Mal, dass sie diese Beweise im Detail gehört haben, und sie sind zutiefst entsetzt», erzählt der Anwalt der Familie, Patrick Steinfeld, der Zeitung. «Ich habe ihr gesagt, dass sie für diesen Teil der Anhörung nicht im Gerichtssaal sein muss. Aber sie meinte: ‹Ich möchte hier sein, um Celeste meine Unterstützung zu zeigen.›»
Die Überreste von Celeste wurden im September 2025 im Kofferraum von Burkes Tesla entdeckt. Detective Joshua Byers beschrieb den Fund der Leiche in seiner Aussage. So sagt er: Als sie den Leichensack öffneten, hätten sie darin einen menschlichen Torso, Kopf sowie einen weiteren Sack mit abgetrennten Gliedmassen entdeckt. Das Gesicht sei aufgrund der Verwesung nicht mehr erkennbar gewesen.
Ebenfalls legte die Staatsanwaltschaft Beweise vor, die zeigen würden, dass kurz nach dem Tod eine Lieferung an der Adresse Burkes eintraf. Unter einem Alias soll er sich eine Kettensäge, Leichensäcke sowie einen aufblasbaren Pool bestellt haben.
Bilder von Tattoos des Opfers und Täters sollten ihre Beziehung zueinander beweisen. Beide hätten an ihrem rechten Zeigefinger ein ähnliches Tattoo mit dem Schriftzug «Shhh». Burke habe sich zudem «Celeste» auf den linken Ringfinger stechen lassen.
Die Staatsanwaltschaft wird während der mehrtägigen Voranhörung wohl noch weitere Zeugen vorladen, um genügend Beweise für ein Verfahren mit Geschworenengericht vorzulegen. (nil)
