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Republikaner und Trump-Vertrauter Lindsey Graham ist tot

FILE - Sen. Lindsey Graham, R-S.C., speaks Monday, June 13, 2022, during a debate with Sen. Bernie Sanders, I-Vt, hosted by Fox News at the The Edward M. Kennedy Institute in Boston. The Georgia inves ...
US-Senator Lindsey Graham ist tot. Bild: keystone

Nach «plötzlicher Krankheit»: Republikaner und Trump-Vertrauter Lindsey Graham ist tot

Lindsey Graham ist am Samstagabend nach plötzlicher Krankheit im Alter von 71 Jahren verstorben. Der US-Senator war ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump.
12.07.2026, 09:3612.07.2026, 13:48

Der US-Republikaner Lindsey Graham ist tot. Er starb am Samstagabend «nach kurzer und plötzlicher Krankheit», heisst es in einem X-Post. Die Familie «bedankt sich für Gebete und bittet darum, die Privatsphäre in dieser unglaublich schweren Zeit zu respektieren», heisst es weiter. Graham wurde 71 Jahre alt.

Seit 2003 vertrat Graham den US-Bundesstaat South Carolina im US-Senat, zuvor war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Graham hätte dieses Jahr für eine Wiederwahl kandidiert. 2015 bewarb er sich um das Amt als Präsident, blieb in den republikanischen Vorwahlen allerdings ohne Chance.

Einst ein scharfer Kritiker von Donald Trump, wurde Graham in den letzten Jahren zum loyalen Unterstützer des US-Präsidenten. Vor allem im Iran-Krieg verteidigte er immer wieder die Positionen der US-Regierung.

Traf vor Kurzem Selenskyj

Graham war nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt. Für Sonntag war eigentlich ein Interview im US-Fernsehen geplant. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte dem Republikaner am Freitag auf X für seinen zehnten Besuch in dem von Russland angegriffenen Land gedankt und Aufnahmen von dem Treffen verbreitet.

US-Präsident Donald Trump schreibt auf Truth Social, Graham sei einer der «grossartigsten Menschen und Senatoren», die er je gekannt habe: «Er hat stets gearbeitet und ist ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!», so Trump.

Selenskyj: Werde den Austausch vermissen

Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha zeigte sich erschüttert über Grahams Tod und erklärte, dessen Führungsstärke, Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine würden niemals in Vergessenheit geraten.

Der jüngste Ukraine-Besuch sei Grahams Zehnter während des Krieges gewesen, teilte Präsident Selenskyj mit und würdigte den Senator, der ein wahrhaftiger Verteidiger der Freiheit gewesen sei. Er werde den Austausch mit ihm vermissen.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich betroffen. Graham sei ein echter Freund und Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis gewesen, schrieb der CDU-Politiker in Englisch auf X. «I will miss him.» («Ich werde ihn vermissen»), fügte Merz hinzu.

(ome/sda)

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