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Venezuelas Präsidentin Delcy Rodríguez stellt Wahlen in Aussicht

epa13258858 Acting President of Venezuela Delcy Eloina Rodriguez Gomez speaks during the General Debate of the 81st session of the United Nations General Assembly at United Nations Headquarters in New ...
Delcy Rodríguez hat in ihrer Rede vor den Vereinten Nationen Neuwahlen angekündigt. Bild: keystone

Venezuelas Präsidentin Rodríguez stellt Wahlen in Aussicht

24.09.2026, 03:15

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat Wahlen und einen politischen Wandel in ihrem Land angekündigt. «In Venezuela werden Wahlen stattfinden, und in diesem Sinne haben wir einen politischen Dialog mit Teilen der Opposition aufgenommen, der zu einem Prozess führen soll, bei dem für alle gleiche Bedingungen herrschen», sagte Rodríguez bei der UN-Generaldebatte in New York.

«Die Demokratie wird nicht an der Existenz von Wahlen gemessen. Die Demokratie wird an der Qualität des Wettbewerbs gemessen, der diesen Wahlen vorausgeht», sagte Rodríguez. Eine Wahl müsse eine Lösung sein und dürfe keine neuen unversöhnlichen Konflikte schaffen.

Rodríguez sprach von einem «demokratischen Transformationsprozess», der institutionell geordnet und überprüfbar sein solle. Sie kündigte zudem eine Reform des Justizsystems und gleiche Bedingungen für alle politischen Kräfte an.

Einen Termin für die angekündigten Wahlen nannte Rodríguez nicht. Das venezolanische Volk werde den richtigen Zeitpunkt bestimmen und die staatlichen Institutionen seien darauf vorbereitet, einen «inklusiven und transparenten Prozess» zu gewährleisten, sagte sie.

Treffen mit Trump

Zugleich dankte Rodríguez US-Präsident Donald Trump für dessen Bereitschaft, die Beziehungen zu Venezuela wieder aufzunehmen. «Heute arbeiten wir ernsthaft daran, die bestehenden Differenzen durch Dialog zu klären», sagte sie und nannte Energie, Sicherheit, den Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität und wirtschaftliche Zusammenarbeit als Bereiche der Kooperation.

Rodríguez und Trump hatten sich am Dienstag am Rande der UN-Generaldebatte erstmals persönlich getroffen. Das Gespräch fand unter Ausschluss der Presse statt.

Die Annäherung erfolgt nach der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die USA Anfang des Jahres. Rodríguez war zuvor Vizepräsidentin unter Maduro und übernahm anschliessend als geschäftsführende Präsidentin die Führung des Landes.

Seitdem haben Caracas und Washington ihre Zusammenarbeit ausgeweitet. Dabei geht es insbesondere um die umfangreichen Ölreserven Venezuelas. Trump hatte Ende August mitgeteilt, dass dazu eine Absprache mit Rodríguez getroffen worden sei. (sda/dpa)

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