Dan Sullivan gegen Dan Sullivan: Midterm-Vorwahlen in Alaska sorgen für Knatsch
Der republikanische Senator Dan Sullivan hat jetzt schon Wahlärger. Denn sein Name steht auf der Kandidatenliste der Vorwahlen in Alaska gleich zweimal. Genau genommen steht da einmal Dan Sullivan – gemeint ist damit der aktuelle Amtsinhaber Daniel Scott Sullivan – und einmal Dan J. Sullivan, ein Neuling, der ins Politikrennen gestiegen ist. Auch er will für die Republikaner antreten, wie US-Medien berichten.
Daniel James Sullivan Junior ist allerdings weitaus weniger bekannt als sein gleichnamiger Konkurrent. Seine Kandidatur reichte er im letzten Moment ein – drei Tage vor der Frist. Er ist im Raum Chicago aufgewachsen und ehemaliger Lehrer. Heute lebt er in Alaska.
Und weil so vieles ungewiss ist, wittern die Republikaner Betrug. Sie glauben, Dan J. Sullivan wurde von den Demokraten ins Rennen geschickt. Laut «Fox News» soll die Beraterin von Dan S. Sullivans demokratischer Herausforderin in Alaska, Mary Peltola, den Neuling bei seiner Kampagne unterstützen. «Er versucht ganz bewusst, meine Wähler zu täuschen», sagt auch der amtierende Senator zur Nachrichtenagentur AP.
Der Streit geht inzwischen so weit, dass die oberste Wahlverantwortliche eine Untersuchung eingeleitet hat. In einem Schreiben wehrt sich der Politneuling: «Ich kandidiere, weil ich es leid bin, da zu sitzen und unserem aktuellen Senator beim Versagen zuzuschauen, die Interessen von gewöhnlichen Alaskanern wie mir zu vertreten», heisst es laut Washington Post darin. Dass er denselben Namen trage, beleidige und motiviere ihn noch mehr. Seit Jahren machten Freunde Witze darüber.
Die Untersuchung läuft noch, doch Dan J. Sullivan Junior droht ein Ausschluss. Dennoch beharrt er auf seiner Aufrichtigkeit. Er habe nichts falsch gemacht, sagt er gegenüber Medien.
Für die Vorwahlen in Alaska haben sich 16 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt. Die vier mit den meisten Stimmen kommen dann in die eigentlichen Midterm-Wahlen im November. (vro)
