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Rhein-Wasserpegel bei Köln so tief wie nie: Weltkriegsbombe gefunden

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Historischer Tiefstand des Rheins in Köln – und plötzlich erscheint eine Weltkriegsbombe

06.08.2026, 14:3506.08.2026, 20:38

Der vielbefahrene Rhein hat in Deutschland bei Köln den erst wenige Tage alten historischen Tiefstand wieder erreicht. Der Pegelstand ist heute auf 67 Zentimeter zurückgegangen, wie aus Daten des Wasserstrassen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht.

Remains of the post-World War II Patton Bridge are exposed during historically low water levels of the Rhine River during a heat wave and a prolonged drought, across from the Cologne Cathedral in Colo ...
Durch den Rhein-Tiefstand wurde eine Weltkriegsbombe gefunden.Bild: keystone

Damit ist der erst am Samstag gemessene Negativ-Rekord am Pegel Köln eingestellt. Die Aufzeichnungen gehen dort bis 1816 zurück.

Das Niedrigwasser sorgte zusätzlich für Aufregung, weil dadurch eine Weltkriegsbombe gefunden wurde. Der Blindgänger wurde noch im Tagesverlauf entschärft, teilte die deutsche Stadt mit.

Etwa 360 Menschen mussten während der Räumung ihre Häuser verlassen, hauptsächlich Bewohner eines Seniorenheims.

Auch der Sender RTL liegt im Evakuierungsradius. Nach Angaben einer RTL-Sprecherin wird das aktuelle TV-Programm von ntv ab 15 Uhr aus einem mobilen Studio produziert. Die Nachrichtensendung «RTL Aktuell heute» um 18.45 Uhr werde nicht aus Köln, sondern aus dem Hauptstadtstudio in Berlin gesendet.

Die US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe sei am Mittwochabend in Höhe des Rheinparks entdeckt worden.

Laut der Prognose wird für heute Abend ein noch etwas niedrigerer Pegelstand mit 66 Zentimetern erwartet. Das wäre ein weiterer Negativ-Rekord am Pegel Köln. Die Fahrrinne im Rhein ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. In Köln etwa sind es beispielsweise 1,11 Meter mehr. Schiffe können zwar weiter fahren, allerdings nur mit deutlich weniger Fracht als sonst üblich.

Leichter Anstieg erwartet

In der weiteren Abschätzung bis Montag erwartet das Amt für die vier grossen Messstationen im westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen – Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich – einen leichten Anstieg der Pegelstände um zwischenzeitlich bis zu 11 Zentimeter. «Der Wasserstand steigt leicht, ist aber weiterhin extrem niedrig. Eine Trendwende ist bislang nicht zu erkennen», sagte Sprecher Moritz Axt.

Auch am Pegel Düsseldorf wird der Wasserstand der jüngsten Prognose zufolge die erst wenige Tage alte historische Tiefmarke von 20 Zentimetern wieder erreichen, und zwar am Freitag. Am Pegel Duisburg-Ruhrort wird der Negativ-Rekord 148 Zentimeter von Sonntag voraussichtlich vorerst Bestand haben. Für Freitag ist ein Pegelstand von 150 Zentimetern an dieser Stelle vorhergesagt.

In Emmerich bewegt sich der Pegelstand bereits seit Tagen im negativen Bereich, der Schwimmer des Pegels liegt trocken. Eine Sonde liefert die Daten. Am Samstag war hier ein historischer Tiefstand von minus 2 Zentimeter festgestellt worden, der aber bereits unterschritten ist. Am Mittwoch lag der Pegelstand schon bei minus 4. Für Samstag werden hier minus 7 erwartet. (dab/sda/awp/dpa)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hoodoo
06.08.2026 15:57registriert Februar 2014
Wenn das mit dem Rheinpegel so weitergeht, kommt am Ende noch der Schatz der Nibelungen zum Vorschein.
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Hold my beer
06.08.2026 15:28registriert Juli 2022
Höchste Zeit, den Rhein (plus Donau, Aare, Reuss etc. etc.) mal wieder von all dem Müll zu befreien, der da herumdümpelt. River Clean up Day oder so ausrufen.
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