International
USA

USA wollen nach Präsidentenwahl geordneten Machtwechsel in Kolumbien

Colombian President-elect Abelardo de la Espriella is hugged by a supporter after a religious Mass in honor of Our Lady of the Rosary of Chiquinquira, in Chiquinquira, Colombia, Thursday, July 9, 2026 ...
9. Juli 2026 in der Stadt Chiquinquira: Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella wird von einem Unterstützer umarmt.Bild: keystone

USA rufen zu geordnetem Machtwechsel in Kolumbien auf

11.07.2026, 15:4311.07.2026, 15:43

Die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten haben Kolumbiens Behörden nach der Präsidentenwahl zur Einhaltung der Verfassung und zu einem geordneten Machtwechsel aufgerufen. «Wir richten einen nachdrücklichen Appell an alle kolumbianischen Behörden, in strikter Übereinstimmung mit der Verfassung, dem Gesetz und den demokratischen Grundsätzen zu handeln», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA unter anderem Argentinien, Ecuador und El Salvador sowie weitere Staaten in Lateinamerika und der Karibik, die US-Präsident Donald Trump politisch nahestehen.

Mit «grosser Sorge» beobachteten die Regierungen demnach jüngste Äusserungen und Handlungen, die ohne ausreichende Belege Zweifel an der Integrität des Wahlprozesses in Kolumbien säten und Unsicherheit über den institutionellen Übergang erzeugten. Zugleich betonten die Unterzeichner, nur der von den zuständigen Wahlbehörden offiziell festgestellte Wählerwille verleihe staatlicher Macht demokratische Legitimität. Versuche, das offiziell verkündete Wahlergebnis oder den Übergangsprozess zu delegitimieren oder zu behindern, wiesen sie zurück.

Petro erkannte Wahlsieg seines rechten Nachfolgers nicht an

Hintergrund ist der Streit um den Regierungswechsel in Kolumbien. Der gewählte Präsident Abelardo de la Espriella hatte den formellen Übergangsprozess ausgesetzt, nachdem die scheidende linke Regierung unter Präsident Gustavo Petro den Wahlausgang wegen angeblichen Wahlbetrugs infrage gestellt hatte.

Petro kündigte später zwar an, die Macht am 6. August zu übergeben, erkannte den Wahlsieg seines rechten Nachfolgers aber weiterhin nicht an. De la Espriella wirft dem Regierungslager einen Putschversuch vor.

Bei der Präsidentenwahl kam der von US-Präsident Trump unterstützte Kandidat auf rund 49,6 Prozent der Stimmen, der linke Regierungskandidat Iván Cepeda auf rund 48,7 Prozent. Petro selbst durfte nicht mehr antreten, weil die Wiederwahl des Präsidenten in der Verfassung untersagt ist. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder aus Wimbledon 2026
1 / 20
Die besten Bilder aus Wimbledon 2026

Linda Noskova stürmt in den Halbfinal.

quelle: keystone / neil hall
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Als wäre ich schizophren» – eine Schweiz-Kolumbianerin vor dem Match
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
25'000 Liter Diesel in Deutschland gestohlen – vier Festnahmen
Wegen des Verdachts des bandenmässigen Diebstahls von mehr als 25'000 Litern Dieselkraftstoff sitzen in Deutschland vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft.
Wie die Landespolizeidirektion Saarland mitteilte, soll eine Gruppierung aus dem südwestlichen Bundesland heraus mehrere Tankstellen in verschiedenen Teilen Deutschlands gezielt manipuliert und bestohlen haben.
Zur Story